Vor etwa einem halben Jahr fragte mich die Autorin Faye Hell, ob ich bei einem Lesecafe bei der Horror-Convention „House of Horrors“ in Oberhausen mitmachen würde. Gemeinsam mit ihr und anderen Autoren.
Ich kannte diese und ähnliche Cons schon als Besucher und wusste, dass wir da nicht wie eine Bombe einschlagen würden, weil es dort nun mal um Filme geht und die Hauptattraktion sind Schauspieler, die Autogramme geben, aber mein Horrorfanherz schlug sofort höher.
Zusammen mit Faye, Jenny Wood, Mario Steinmetz und Markus Lawo saß ich also an einem Stand mit unseren Büchern. Genau gegenüber von Leuten, die mal in „Texas Chainsaw Massacre 3“, „Dawn of the Dead“ oder „Friday the 13th 7 - 10“ mitgespielt haben.
Und wie erwartet, war das Interesse verhalten.
Wieso ich das dann als Erfolgsgeschichte verbuche?
Weil es trotzdem ein großartiges Wochenende war. Wir hatten jede Menge Spaß, haben Blogger kennengelernt, hatten kleine Lesungen, die sehr gemütlich wirkten.
Vor der Con hatte ich die anderen schon „vorgewarnt“, sich nicht allzu viele Hoffnungen zu machen. Ich war der einzige, der die Convention kannte. Und dennoch bin ich auch sehr unmotiviert in den zweiten Tag gestartet.
Der war aber absolut großartig. Ich hab tolle Leute kennenlernen dürfen, viele Bekannte getroffen und ja, ein paar Bücher wurde ich auch los.
Ich habe nie erwartet, durch das House bekannt zu werden. Mir ging es darum, mit anderen Autoren etwas zu versuchen und das hat wirklich Spaß gemacht. Wir haben gegenseitig unsere Lesungen besucht und uns gegenseitig immer wieder geholfen. Es gab kein „Ich“, sondern nur ein „Wir“.
Zwar sind wir uns einig, nicht nochmal solch ein Lesecafe in dieser Form zu geben, weil die Resonanz zu gering war, aber ein anderes weiteres Projekt? Jederzeit!
Für mich persönlich war es ein Vorteil, dass ich da viele Leute kannte. Nicht nur die Autoren kenne ich schon länger, sondern auch viele Besucher. Und so gab es immer wen zum Quatschen, Fotos machen, etc.
Nein, auf den Bestsellerlisten werdet ihr mich nicht finden. Aber ich hatte ein tolles Wochenende und darauf kommt es schließlich an.