• Nicola_Ha

    Für mich ist Dialog dann sinnvoll, wenn er wirklich einen Beitrag leistet.
    Und ich finde man kann einen Dialog auch beenden, wenn die Charaktere nichts mehr zu sagen haben und das auch genauso schreiben. Wenn man “Helden” hat, die Schwieriges erleben und darüber sprechen kommt häufig (auch im Realitätsabgleich) wo das Gesagte sacken muss und das Gespräch auf einmal verstummt und alle ihren Gedanken nachhängen. Solche Pausen in denen weder Action noch tatsächlicher Dialog passiert tragen für mich auch zur Stimmung der Geschichte bei und können sinnvoll sein.

    Wie schon gesagt wurde, man braucht die richtige Mischung.

    Einen Dialog abzubrechen durch jemand anderen, der ins Zimmer platz, eine unterwartete Explosion oder irgendetwas innerhalb der Geschichte kann auch ein sinnvolles Stilmittel sein, wenn der Held beinahe das eine wichtige Schlüsselelement erfahren hätte, es aber durch diese Action-Einlage noch weiter herausgezögert oder vollkommen unmöglich gemacht wird, weil der Quest-Geber stirbt, entführt wird, was auch immer.

    Wie die Mischung sein sollte, hängt vom Roman, seinem Tempo und seiner Stimmung ab. Eine pauschale Empfehlung kann man glaube ich schwer geben.

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  • Nicola_Ha

    Wie passend. gerade heute morgen lese ich, dass in meiner kleinen verschlafenen Heimatstadt ein Rocker der Freeway Riders festgenommen wurde mit dringendem Tatverdacht auf versuchtem Mord an einem Bandidos.
    Wahnsinn. Das bekommt man selber, wenn man so behütet ist, gar nicht mit. Aber scheinbar gibt es das echt überall. Für meinen Roman und meine Idee kommt mir das nur entgegen. ^^

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  • Nicola_Ha

    @bluebirdisdead sagte in Die Problematik mit den jungen Helden ...:

    Aber ich denke die Filmwelt ist im Characterbuilding einfach weiter als die Literatur?

    Das liegt aber auch daran, dass man mit einem Shot der nur wenige Sekunden dauert über den Schnitt, das Licht, den Raum, die Musik und letztlich Gesichtsausdruck und Körperhaltung so schnell so massig viel transportieren kann.

    Geschriebenes Wort funktioniert da anders und man muss mehr “Zeit” darauf verwenden, das zu beschreiben damit es genau so ankommt, wie das, was der Film innerhalb ein paar weniger Sekunden erreichen kann.

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  • Nicola_Ha

    @meersalz Ich habe da grade mal reingeschaut, das ist schon interessant!

    Aktuell geht es mir wie @Zefiiel in ihrem Thread beschrieben hat. Ich hab so ein unbestimmtes Grundgefühl zu der Story im Bauch und will das unbedingt machen, weiß aber grade gar nicht wie ich das anpacken soll.

    Ich tue mich scheinbar mit realen Orten wahnsinnig schwer, auch wenn ich das nie gedacht hätte.
    Aber vielleicht muss ich das gar nicht so direkt benennen, wo es spielt. Vielleicht braucht die Stadt nicht mal einen Namen, sondern ich kann das alles mit Gang-internen Bezeichnungen machen oder so. Da muss ich noch wahnsinnig viel grübeln scheinbar.

    Kennt ihr das? Ich hab wie so Gedankenblitze zu verschiedenen Szenen der Geschichte im Kopf, aber das alles ist noch nicht perfekt ausgearbeitet und bei all meinen Überlegungen fühlt sich irgendwas falsch an. Egal, ob es jetzt ne Biker-Gang ist, in Amerika oder Deutschland spielt etc.
    Wahrscheinlich würde es mir mit einer Prise Fantasy leichter fallen. Ich sollte einfach doch die Elfen-Biker-Gang nehmen und Urban Fantasy schreiben. Gangs gibt’s sicher auch in fantastischen Welten mit ähnlichen Konflikten.
    Schuster bleib bei deinen Leisten und so… ^^

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  • Nicola_Ha

    @meersalz Weißt du zufällig noch wie die hießen? Ich finde in der Mediathek gerade nur schwer etwas, das kein Spielfilm ist. Vielleicht habe ich die falschen Suchbegriffe.

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  • Nicola_Ha

    Das mit dem Realismus in Büchern und Serien ist ein wichtiger Punkt. Der Leser will ja gar keinen Realismus, keine genaue Abbildung der Realität - er will ja aus seiner eigenen fliehen und dann nicht lesen, wie andere scheitern ( genauso wie er selbst).

    Mit 16 Jahren ist in einem selbst das Träumen davon, Besonderes zu erleben einfach sehr intensiv. Auch deshalb sind Fantasygeschichten häufig mit jungen Helden gestrickt - weil es das ist, wovon Jugendliche in dem Alter träumen. Dass dieses Gefühl nicht reinzupassen, davon kommt, dass sie ein/e Hexe/r sind. Dass sie etwas positiv Besonderes sind. Und eben nicht einfach nur der/die Blöde sind, den/die keiner haben will einfach weil es so ist.

    Es gibt Jugendlichen die Chance sich selbst darin zu sehen und eine Flucht aus ihrer eigenen Realität zu erleben.

    Andererseits würde ich mir solche Geschichten auch mit Erwachsenen wünschen. Ich bin jetzt 30 Jahre alt - was nicht alt ist. Aber manchmal wird einem das in Serien und Büchern (vor Allem bei Fantasy) so vermittelt, dass ich in meinem Alter nichts tolles mehr erleben werde, dass ich nicht mehr Besonders sein werde, dass meine Rolle jetzt die der unverständigen nervigen Erwachsenen ist. Dass ich nicht mehr cool, mutig, außergewöhnlich sein kann. Dass diese besonderen Geschichten mich nicht mehr betreffen werden, sondern nur der Jugend vorbehalten sind.

    Und das ist eigentlich schade. Denn der Wunsch nach Mehr oder einer Flucht aus dem Alltag ist für mein Empfinden altersunabhängig.

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  • Nicola_Ha

    @cassia Nein, es muss keine Biker-Gang sein. Ich grübele da noch hin und her, was spannend sein könnte und zu meiner Geschichte passt.

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Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.