• RiaWinter

    Danke dir, es war echt toll mit euch! Ich hoffe, ich konnte eure Fragen halbwegs gut beantworten :)

    Für heute bin ich zu platt zum Schreiben, aber ich schau mich definitiv noch mehr hier um, eine tolle Community habt ihr hier! <3

    Ich wünsche euch ganz viel Erfolg und eine erfolgreiche Schreibnacht! Tschakka!!!

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  • RiaWinter

    Oha, das ist mal ne schwierige Frage :laughing:

    Der deutsche Buchmarkt ist einfach auch träge, wir übernehmen hierzulande gern Trends aus dem englischsprachigen Raum, statt eigene Themen zu setzen. Und es werden nicht mal alle (diversen) Bestseller aus dem Englischen übersetzt.

    Wie gesagt, es wird aber besser! Zwar wird queer und divers oft als Trend abgestempelt und nicht als Selbstverständlichkeit, aber damit kann ich ehrlich gesagt auch leben, solange dann nur mehr kommt :roll_eyes: Und die ganzen Stimmen über Social Media, die nach mehr Diversität verlangen, helfen.

    Ich wünsche mir, dass mehr deutschsprachige queere Autor:innen und Bücher so gehypt werden wie englischsprachige, um den Verlagen und Agenturen zu zeigen, dass auch das gelesen wird. Wusstet ihr schon, dass Ueberreuter diesen Monat einen Gay-Romance-/Fantasy-Titel eines deutschen Own-Voice-Autors herausbringt? Bitte hier lang ;) Ich hoffe sehr, dass das Buch einschlägt und Ueberreuter dann noch mehr solcher Titel raushaut!

    Und natürlich sollte “Die Jahresprinzessin” von Leni Wambach mehr gehypt werden, aber das wisst ihr vermutlich schon ;)

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  • RiaWinter

    Worldbuilding macht auch Spaß, da geht mir nur schneller die Geduld aus XD

    Bei meinen Fantasy-Büchern, die nicht in unserer Welt spielen, nehm ich mir gern ein realweltliches Vorbild. In “Tal der Toten” ist es zum Beispiel Karelien, im “Feuervogel” das mittelalterliche Russland. Das hilft mir bei der Gestaltung der Details meiner Welt, auch wenn ich natürlich frei nach Schnauze davon abweiche, wenn es besser zu meiner Story passt. Aber ich recherchiere dann ganz viel zu diesem Vorbild in unserer Welt und übernehme/wandle ab, was ich brauche – Essen, Gewohnheiten, Details zur Sprache …

    Und ich zeichne sehr schlechte Landkarten, wie schon erwähnt XD

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  • RiaWinter

    Sehr gern XD Ich hätte vorher echt nicht gedacht, dass ihr so viele Fragen haben würdet, super! Ich komm mir richtig wichtig vor :sunglasses:

    Ich bin ein großer Fan von Maggie Stiefvater, weil ihre Bücher mich emotional immer genau da treffen, wo es am besten ist. Ich bewundere ihren Stil und ihr Storytelling und ihre Charaktergestaltung, da will ich auch mal hinkommen. Und Nina Blazon ist definitiv mein Vorbild, was den Stil angeht, ich könnte mich in ihre Bücher legen und in ihren märchenhaften Sätzen herumrollen …

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  • RiaWinter

    Überarbeiten ist anstrengend, ja … Irgendwann hab ich auch den Punkt erreicht, an dem ich das Projekt einfach nicht mehr sehen will XD

    Aber ich glaub, am schwersten fällt mir der Umgang mit dem ersten Feedback, von Testleser:innen zum Beispiel. Das kommt ja noch nach dem Überarbeiten, also nachdem ich schon sooo viel an dem Text rumgefeilt hab, und dann zeigen diese verdammt guten Leute neue Plotlöcher auf und stellen Fragen, auf die ich keine Antwort weiß, und arghhhhh :laughing:

    Oh und Marketing, falls das zur “Buchherstellung” zählt XD Ich hasse Marketing und PR so sehr …

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  • RiaWinter

    Eine etwas ernüchternde Erkenntnis: Im Verlagsgeschäft stehen Autor:innen leider ganz unten in der Nahrungskette, obwohl es die Branche ohne uns nicht gäbe. Ich empfehle allen, sich genau zu überlegen, warum sie veröffentlichen wollen und was ihnen wichtig ist und auch wirklich zu verhandeln, um genau das zu bekommen. Es ist sehr schwer, vom Schreiben zu leben, aber es ist auch voll okay, das als Hobby zu machen oder es sich mit einem Brotjob zu finanzieren. Informiert euch gut über Verlage, Agenturen etc., lasst euch nichts aufschwatzen und tauscht euch unbedingt mit Kolleg:innen aus der Branche aus!

    Ich würde am liebsten alle angehenden Autor:innen in den Arm nehmen und ihnen Mut zusprechen XD Ja, auch eure Geschichten werden ein Publikum finden. Auch wenn das Buchgeschäft manchmal echt frustrierend und herausfordernd sein kann, sollten wir uns immer darauf besinnen, wie toll wir unsere eigenen Storys finden. Und die kann niemand sonst erzählen!

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  • RiaWinter

    Ich bin stolze Plantserin :laughing:

    Also ich mach schon ne grobe Outline, aber da steht hauptsächlich der Anfang drin (die ersten paar Kapitel im Detail), das grobe Ende und dann die Szenen auf dem Weg, die ich cool finde XD Und über die Welt und die Charas mach ich mir auch vorher Gedanken, vor allem wenn es ne komplexere Fantasy-Welt wie beim “Feuervogel” sein soll. Aber ansonsten schreib ich dann einfach los und lasse mich überraschen!

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  • RiaWinter

    Das ist nicht so leicht zu beantworten, weil ich immer längere Pausen einplane. Also es kann schon sein, dass ich den ersten Textentwurf in zwei, drei Monaten fertig hab, aber dann lass ich ihn halt nen Monat oder so ruhen, bis ich mich ans Überarbeiten mache. Und das kann bei mir sehr umfangreich sein und noch mal genauso lang dauern. Und dann schick ich das Manuskript an meine Testleser:innen. Und dann überarbeite ich es noch mal XD

    An einem aktuellen Beispiel: Ich hab letztes Jahr im November ein Kinderbuch angefangen (10–12 Jahre), daran hab ich mit Unterbrechungen bis März gearbeitet. Dann ging es an die Testleser:innen und deren Feedback hab ich eingearbeitet bis, öhm, Mai? Irgendwie so. Das Manuskript soll an eine Literaturagentur gehen, deswegen hab ich die Leseprobe noch mal ins Lektorat gegeben und arbeite gerade am Exposé. Ende des Monats geht’s dann hoffentlich an die Agentur.

    Aber das hängt wirklich vom Projekt ab. Ich bin keine sehr schnelle Schreiberin, fürchte ich, und brauche zwischendurch Zeit zum Durchatmen.

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  • RiaWinter

    Oh, ich bin leider sehr anfällig für Selbstzweifel :sweat: Ich würde den inneren Kritiker am liebsten zum Mond schießen …

    Wenn es mich mal wieder erwischt, versuch ich herauszufinden, was der Grund für die akuten Zweifel sind. Es ist meistens: 1) Ich komm grad mit einer Szene nicht weiter und finde deshalb alles furchtbar, 2) ich komm mit der Geschichte nicht dorthin, wo ich eigentlich hinwill, oder 3) ich denke schon an die Veröffentlichung und die Erfolgschancen und verzweifle, weil das Buch keine Leser:innen finden wird. Oder ne Mischung aus allem XD

    Meine Lösungen bisher:

    1. Die Szene löschen/neu plotten/überdenken und dann einfach auf Teufel komm raus schreiben, bis es wieder flutscht.
    2. Vom Schreiben zurücktreten und zurück zu meinen Mindmaps und Outlines gehen und alles so lange durcheinanderschütteln, bis es wieder Sinn ergibt.
    3. Weniger Social Media (sich mit anderen Autor:innen vergleichen ist Gift!!), mich wieder an die Kernidee erinnern, die mich so für dieses Projekt begeistert hat, und wenn nötig ne (längere) Schreibpause einlegen.

    Das funktioniert zumindest bei mir meistens. Ich hatte grad wieder ne längere Schreibpause wegen 2) und 3) und es hat mich maßlos frustriert, aber es hilft, sich vor Augen zu halten, dass das in der Vergangenheit auch eingetreten ist und ich es ja doch irgendwie immer überwunden hab. Nicht schreiben ist halt auf Dauer für mich auch keine Option XD

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  • RiaWinter

    Ich hab hier sooo viele Schreibratgeber stehen, aber ganz ehrlich: Die haben mir nie was gebracht :sweat_smile: Ich war auch schon über die Jahre bei ein paar Schreib- und Autor:innen-Workshops, aber da hab ich mehr übers Veröffentlichen als übers Schreiben gelernt. Ich muss da einfach selbst rumprobieren und meine Storys erzählen und schauen, was funktioniert.

    Ich hab sehr viel bei der Zusammenarbeit mit meinen Lektorinnen bei der Veröffentlichung meiner beiden Romane gelernt. Also so intensive Textarbeit mit jemandem, dem man wirklich vertraut, kann gut funktionieren, zumindest für mich. Aber Workshops etc. sind mir oft einfach zu abstrakt.

    Oh, was ich aber gerade richtig gut finde, ist das Online-Seminar von Maggie Stiefvater! Sie ist eine meiner liebsten Autorinnen und hat ein achtstündiges Online-Seminar darüber zusammengestellt, wie sie Geschichten erzählt. Das schau ich mir grad an und finde überraschend viel, was mich weiterbringt – auch weil sie ähnlich an Geschichten herangeht wie ich.

    Falls das jemanden interessiert, hier der Link (auf Englisch): Seminar auf Etsy

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