• B
    Benzinar

    und falls euch das mit Otto zu platt war :-D Beeindruckend fand ich z.B. auch Umberto Ecos Aussagen über das offene Kunstwerk, wonach er z.B. seinen Roman ‘Der Name der Rose’ geschrieben hat. Er hat den Roman so geschrieben, dass er auf verschiedenen Ebenen lesbar ist und eine ganze Reihe an Anspielungen auf andere Werke (Romane, Philosophen etc.) gemacht, die man überhaupt nicht verstehen musste, um seinen Roman lesen und mögen zu können, aber WENN man sie sieht und versteht, dann kann man gleich doppelt so viel Spaß haben, Stichwort: William von Baskerville - Außerdem fand ich es interessant, dass Eco darauf geachtet hat, dass das Gespräch zweier Personen wirklich nur so lange dauert, wie sie wirklich für einen Weg von A nach B im Kloster brauchen würden. Er hat das Sekundengenau durchgerechnet und dann den Dialog so konstruiert, dass es passt. Das ist schon eine Akribie, die mich beeindruckt hat.

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  • B
    Benzinar

    Mir geht es immer wieder so, dass ich einen Roman lese (oder auch eine Biographie lese, Lied höre, einen Film schaue etc.) und mir dann plötzlich bewusst wird, was ich selber beim Schreiben anders und besser machen möchte. Oder zumindest, worauf ich in Zukunft stärker achten möchte.
    Das kann zum Beispiel Fragen betreffen wie: Wie baue ich eigentlich Spannung auf? Wie können Leser gut eine Beziehung zu meinen Figuren aufbauen? Wie mache ich die Geschichte (für dich ich mich begeistere) auch für Leser interessant (und vermeide Abschweifungen und Ausschmückungen, wo sie eher zum Gähnen führen, setze sie aber dort ein, wo sie Figuren eine spannende Tiefgründigkeit geben)?

    In der Autobiographie von Otto habe ich vor kurzem gelesen, wie er (oder vielleicht auch generell alle Puppenspieler) seine Puppenspiele aufgebaut hat: Kasper = der Lustige, Gretel = die Gute, Krokodil = Das Böse; Der Plot stets eingeteilt in drei Akte: 1.Abschied von der Liebsten (Idylle), 2. Reiseabenteuer Helden (Probleme), 3.Glückliche Heimkehr (Triumph) oder anders ausgedrückt, typisch Otto: 1.Reden, 2.Prügeln, 3.Küssen :-D - Dieser Aufbau ist vom Grundprinzip natürlich auch mir schon klar gewesen, aber das noch einmal so deutlich und vereinfacht präsentiert zu sehen, hat mich dazu gebracht, meine eigene Plot-Struktur noch einmal zu hinterfragen. Außerdem fand ich Ottos Bemerkung richtig stark, dass man dem Publikum/ dem Leser erst einmal präsentieren muss WAS bedroht wird, um den Wert oder auch den Charakter des Bedrohten zu unterstreichen. Dadurch kann der Leser viel stärker mitfiebern, weil er eben weiß und fühlt, um was es eigentlich geht und wie wertvoll etwas eigentlich ist - Ich persönlich glaube tatsächlich, dass das in vielen Romanen heutzutage wirklich fehlt und die mich deshalb auch teilweise gar nicht ansprechen oder in die Handlung ziehen. - Vielleicht sind das für euch totale Banalitäten, aber ich fand es super hilfreich, solche “Binsenweisheiten” noch einmal so simpel vor mir zu sehen.

    Jetzt meine Frage :-) : Habt ihr selbst schon in Romanen, Autobiographien, Lieder, Filme, Interviews oder Gemälden selbst schon einmal solche Erfahrungen gemacht?
    Was waren das für Bücher und "Werke?"
    Und vor allem: WAS waren eure Erkenntnisse? :-)
    Das würde mich richtig interessieren…

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  • B
    Benzinar

    @jessica-tabery sagte in Suche Betaleser für ein etwas anderes Buch:

    Aus kürzlich gemachten Erfahrungen heraus empfehle ich dir schreib erst ein mal fertig, dann überarbeite und dann such dir testleser. Ich habe im schreibfluss selbst immer wieder etwas geändert und bei der überarbeitung noch mal sehr viel. Sonst kommst du nicht weiter weil du ständig nur korrigierst.

    Ich glaube auch, dass sich noch vieles ändern kann. Wenn man eine eigene Vision vom Roman hat, sollte man sie ggf. erstmal verfolgen. - Andererseits ist gerade der Einstieg ja ein spannendes und oft auch schwieriges Thema (Es soll neugierig machen, es soll eine Vorstellung von den Figuren geben und vom Problem des Romans…), von daher kann es durchaus auch mal Sinn machen jemanden drauf schauen zu lassen, um sich ein wenig konstruktives Feedback zu holen. - Die einzige Gefahr sehe ich darin, wenn man dann nach so wenigen Zeilen ggf. am ganzen Projekt zu zweifeln beginnt…Das könnte dann in der Tat etwas hinderlich für die Freude am Weiterschreiben sein…

    Wenn dich das nicht abhält und du glaubst, dass dir ein Betaleser zu diesem Zeitpunkt helfen würde, kannst du mich gerne anschreiben.

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  • B
    Benzinar

    Serien sind ja seit einigen Jahren der Renner, nicht nur auf dem Büchermarkt. “Wir” schauen ja auch sehr gerne Sachen auf Netflix/ im TV, die mehrere Teile haben bzw. sogar aus mehreren Staffeln bestehen. Es scheint, dass “wir” gerne möglichst lang und tief in eine Handlung eintauchen wollen… - Dagegen finde ich es immer wieder bemerkenswert, dass es vor allem früher Bücher gab, die teilweise nur 100-200 Seiten hatten, aber absolute Verkaufsschlager!

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • B
    Benzinar

    Wäre in jedem Fall einmal was neues, wenn du eine Biker-Story mit einem Abiturienten oder sogar Studenten hättest :-D Oder war das nur altersmäßig gemeint?
    Ich persönlich denke, dass man so eine Geschichte definitiv in Deutschland spielen lassen kann. Es gibt hier und da ja auch Autobiographien von Aussteigern, die schon ziemlich harte Sachen über die Szene erzählen, die es eben auch in Deutschland gibt. Das in Amerika spielen zu lassen, würde ich glaube ich nicht unbedingt machen, weil man dann ggf. zu sehr in Klischees abdriftet und es gerade spannend wäre, mal mit Klischees zu spielen oder sie zu brechen.

    Verfasst in Schreibhandwerk weiterlesen
  • B
    Benzinar

    Also, ich versuche den “Flow” mitzunehmen. Ich bin jetzt voll drin und versuche wenigstens meine 1k pro Tag zu schaffen :-) Wenn ich das durchhalte, bin ich um Silvester fertig und hab dann wieder Raum für ganz neue Vorsätze für 2019 :-D :-D :-D

    Verfasst in NaNoWriMo 2018 weiterlesen
  • B
    Benzinar

    Hallo Ayleen. Vielen Dank! Ja, ich hoffe doch! :-) Es ist ja auch nicht so, dass es nicht viele ganz tolle Bücher außerhalb von SciFi gibt :-)

    Verfasst in Vorstellungsrunde weiterlesen
  • B
    Benzinar

    WOW Ihr seid der Wahnsinn! Herzlichen Glückwunsch an alle, die es geschafft haben, aber auch an alle, die das Ganze motiviert hat! Ich selbst habe erst am 11.11. nach einer längeren “Kreativ-Pause” wieder angefangen, dann aber wenigstens 15k geschafft. Das ist natürlich deutlich unter euren Zahlen, aber es hat mich sehr gepusht und mittlerweile bin ich wieder voll im Flow :-) Danke dafür!!!

    Verfasst in NaNoWriMo 2018 weiterlesen
  • B
    Benzinar

    Hallo liebe Schreiberlinge!
    Ich bin neu hier, nachdem ich von der tollen und motivierenden Idee der Schreibnacht erfahren habe und einfach nicht länger widerstehen konnte mich hier auch anzumelden!
    Zur Zeit schreibe ich an einem SciFi-Roman und freue mich, wenn ich hier vielleicht auch jemanden finde, der auch in diesem Genre schreibt und an einem Austausch interessiert ist. Ob es um Buchempfehlungen, Leseproben oder einfach neue Ideen geht, ich bin gespannt. Was kann ich noch über mich sagen? Ich liebe es über Bücher zu reden, Bücher zu lesen, Bücher vorgelesen zu bekommen oder Bücher vorzulesen und -natürlich- auch selbst zu schreiben (woraus hoffentlich auch irgendwann einmal ein Buch wird).

    Übrigens bevorzuge ich zwar SciFi, bin aber nicht so fixiert darauf, dass ich alles andere verschmähen würde!

    So, ich freue mich auf den Austausch mit euch :-)

    Verfasst in Vorstellungsrunde weiterlesen

Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.