• Ginge_schon_aber

    Eigentlich finde ich jede Form der Auseinandersetzung mit Politik sehr lobenswert. Und ich bin auch ein großer Freund von Demonstrationen.
    Ich bin im Grunde zudem kein Freund dieses politischen Vorstoßes.
    Aber bei so einem - sorry - reißerischem Titel muss ich mal ein paar Klarstellungen vornehmen.

    Bei dem Vorhaben geht es darum, die Rechteinhaber zu schützen.
    Ich als (hoffentlich) angehender Autor finde das super! Warum? Unter anderem deswegen: Vor ein paar Jahren begann das ach so gelobte und freiheitlich denkende Google damit, Bücher einzuscannen und zu veröffentlichen. Die Autoren sahan dafür keinen Cent. Ich wäre sehr froh, wenn dies in Zukunft verhindert werden könnte. (https://de.wikipedia.org/wiki/Google_Books <-- besonders interessant ist der Abschnitt Kritik ganz am Ende)

    Das Forum hier würde bestehen bleiben!
    “Die neue gemeinsame Position zur Urheberrechtsreform der EU-Mitgliedstaaten sieht nun vor, dass Artikel 13 für alle profitorientierten Plattformen gilt” Und das sollte definitiv nicht auf die Schreibnacht sowie viele andere zutreffen.

    Es geht auch nicht um den oft so falsch dargestellten Filter
    "Weiterhin müssen alle (profitorientierten) Plattformen beweisen, dass sie sich “bemüht” haben, von Rechteinhabern nötige Lizenzen einzuholen." Das “bemüht” ist wirklich zu schwammig, da gebe ich der Kritik recht! Im Kern finde ich es aber zu 100% richtig, dass Youtube und andere Webseiten, die Profit generieren, auch dafür verantwortlich sind, was sie anbieten.

    Mal ein Vergleich
    Bei z.b. Pornografie, Hass-Reden, verfassungswidrigen Äußerungen gilt der Inhalt des umstrittenen Artikels schon seit Jahren. Würden hier im Forum Nazi-Sprüche getauscht werden, wäre der Seitenbetreiber der Schreibnacht haftbar.

    Ich möchte das noch einmal kurz zusammenfassen:

    • Ich stehe dem Vorhaben um den Artikel 13 nicht unkritisch gegenüber
    • Er spricht aber ein bestehendes Problem an, welches auch uns Autoren betrifft und sollte ohne Fehlinformationen ruhig besprochen werden, damit eine gute Lösung gefunden werden kann
    • Man sollte bei der (oft leider viel zu hitzigen) Diskussion genau aufpassen, woher die Informationen stammen auf die man sich bezieht
    • Youtube / Youtuber und co. haben ein gezielt finanzielles Interesse und sind alles andere als gut darin, Sachverhalte zu objektivieren
    • Ich möchte hiermit keine Diskussion lostreten. Für mich hat so etwas in einem Forum keinen Sinn. Ich reiße mich daher zusammen und schaue nicht mehr in diesen Thread
    • Ich möchte aber, dass sich diejenigen, die sich mit der Thematik beschäftigen wollen, ein bisschen umfassender Informiert sind. Damit will ich nicht sagen, dass ich “Recht” habe oder dergleichen, aber der Artikel 13 ist umfangreicher als es auf den ersten Blick (und hier in dem Thread bisher vermittelt) scheint bzw. von Seiten wie Youtube gerne dargestellt wird
    • Ich gratuliere jedem, der sich dazu entschließt auf eine der Demos zu fahren. Politische Meinungsäußerung auf Grundlage der Versammlungsfreiheit ist ein bitter erkämpftes, sehr gutes Recht. Mich würde eine vorhergehende Recherche ebenfalls freuen, damit sich die Falschdarstellungen nicht immer wiederholen und eventuell an der Sache “gearbeitet” werden könnte.

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  • Ginge_schon_aber

    Mit dieser Frage schlage ich mich relativ häufig herum.

    Bei meinem Romanprojekt treten teilweise Figuren auf, die zuletzt vor 200 - 300 Seiten in Erscheinung getreten waren.
    Mir fällt es dabei immer schwer, den jeweiligen Wissensstand der Figur zu treffen.
    Es liegt vieleicht auch daran, dass ich praktisch zwei Ebenen habe (eine Handlung, die im Hintergrund passiert, von der die meisten Figuren nichts wissen und die vordergründige Handlung für den Leser - im Grunde gibt es so etwas ja aber bei fast jedem Buch).
    Beide Handlungen sind nicht starr, sondern entwickeln sich weiter und reagieren teils auch aufeinander. Komplexer wird es zudem dadurch, dass die Figuren untereinander Fehlinformationen streuen, um ihr Gegenüber zu beeinflussen. So fällt es mir teils sehr schwer ad hoc zu beschreiben, welche Figur zu welchem Zeitpunkt über welches Wissen verfügt.

    Bis auf eine relativ unübersichtliche Tabelle ist mir bisher keine Möglichkeit eingefallen, das Problem zu begrenzen.

    Aber vielleicht hat jemand von Euch eine Lösung oder ein paar nützliche Tipps parat.

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  • Ginge_schon_aber

    Ich warte noch bis Du bei der Der dunke Turm Reihe bist.
    Das ist das letzte, was ich von King gelesen habe.
    Bin gespannt, was Du dazu schreibst :)

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  • Ginge_schon_aber

    Ich habe Filmwissenschaften im Nebenfach studiert.
    Daher kann ich Dir versichern, dass es nicht einfacher ist.

    Vielleicht fällt es Dir leichter, was dann ja super ist.
    Das Problem beim Drehbuch ist, neben sehr vielen anderen Dingen, dass es kurz sein muss. Du hast also sehr wenig Zeit, Personen, Ereignisse und Handlungen vorzustellen. Besonders in diesem Bereich wirst Du Dich sehr mit dem Thema Klischee auseinandersetzen müssen. Denn eine Figur kann noch so einzigartig in Deinem Kopf existieren, wenn Du diese aber auf die Drehminuten komprimieren musst, die ihr angedacht sind, ist es nicht gerade einfach alles zum Ausdruck zu bringen, was notwendig ist.

    Dafür hat Film natürlich ganz andere (sehr sehr spannende und weitreichende) Möglichkeiten.
    Aber als Drehbuchautor hast Du weder mit der Regiearbeit, der Kamera, dem Schnitt, der Musik noch mit der Cadrage etwas zu tun. Du gibst nur den Handlungsrahmen ab.
    Wenn Du mehr willst (nach Tarantino / Ethan und Joel Coen / Nolan Art (bezeichnen sich übrigens alle eher als Regisseure, denn als Autoren, da Regiearbeit deutlich über dem Texterstellen steht bei einem Film)) musst Du entweder auch die Regie als Arbeitsfeld anstreben oder Dirch durch Projekte so beweisen, dass Dir ein Studio (auch die kleinen gehen so vor), mehr anvertraut als Dir “bloß” das Drehbuch abzukaufen.

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  • Ginge_schon_aber

    @art3mis sagte in Klischeespiel: Horror:

    Eigentlich kann man dieses Klischees-der-Genre-XY-Spiel zu jedem Genre machen. Und dieses Mal ist Horror dran. Ich hoffe es hilft euch:

    Kannst Du mir vielleicht noch mal erklären, in wie fern das “hilfreich” sein soll und was diese Auflistung bringt?
    Meinst Du mit “klischeehaft” vielleicht eher “Ich sag Euch jetzt mal, was ich nicht mag!”?
    :)

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  • Ginge_schon_aber

    Sch*** auf die Motivation.
    Zwinge Dich dazu, wenn du generell Lust hast.
    Dann wirst du merken, ob du es aufgeben oder weitermachen willst.

    Jack White:
    Inspiration, work ethic, they ride right next to each other. When I was an upholsterer, sometimes you’re not inspired to reupholster an old chair, sometimes it’s just work and you just do it because you’re supposed to. Maybe by the end when you’re finished you look at it and say “That looks good, that’s pretty good” and that’s it and you move on and that’s it. Not every day of your life are you going to wake up and the clouds are going to part and the rays from heaven are going to come down and you’re going to write a song from it. Sometimes you just get in there and force yourself to work and maybe something good will come out of it.

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  • Ginge_schon_aber

    Glückwunsch!

    Soweit war ich mit einem größeren Projekt bisher noch nicht.
    Würde es wohl aber erst einmal eine Woche ruhen lassen.

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  • Ginge_schon_aber

    Super Idee. Mir kommen Ideen meisten beim Spaziergang mit meinem Vierbeiner, das lässt sich virtuell nicht sonderlich teilen. Aber der Ansatz gefällt mir sehr.

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  • Ginge_schon_aber

    @nelanequin sagte in Schreiben mit Kondom - Das Literaturcafé wieder gewohnt provokant und kontrovers:

    Ich möchte einmal darauf aufmerksam machen, dass es sich bei “political correctness” um einen rechten Kampfbegriff handelt, der explizit erfunden wurde, um Kritiker an rechten Verhaltens- und Ausdrucksweisen mundtot zu machen. Ich wäre also sehr vorsichtig damit, diesen Begriff einfach unbedacht zu verwenden, da ihr eben dabei genau in die Fäustchen von Rechten und letzten Endes sogar Nazis spielt, die sich hinter dem Begriff verstecken können. Ihr macht Leute mundtot und lächerlich, die oftmals berechtigte Kritik an althergebrachten Denkmustern liefern, die sich eventuell in euren Geschichten widerspiegeln.

    Kein Fußbreit den Faschisten!
    Volk, 88, Grund und Boden.
    Es gibt so viele Begriffe und “Symbole”, die das Nazi-Pack gerne für sich in Anspruch nimmt.
    Hier gilt es nicht davor zurückzuschreken, sondern sich die Begrifflichkeiten wieder zurückzuholen, um diese neu und positiv aufzuladen.
    88 kann für hh und damit auch “Hip Hop” stehen und muss nicht in einem rechten Kontext verstanden werden.
    Es gibt eine politisch sehr linke Collabo, die ein entsprechendes Album herausgegeben hat.
    So etwas halte ich für den richtigen Ansatz.

    Zu der ganzen Diskussion um “sensitives Schreiben” kann ich nur immer wieder sagen:
    Es würde sehr helfen, wenn sich alle Seiten ein wenig lockerer machen würden
    (Um es klarzustellen: Auch ich gehe durch meinen Alltag nicht immer ohne Spott oder Aufsehen auf Grund meines Äußeren zu erregen)

    Ich habe das Gefühl, dass sich vor 20-30 Jahren die Menschen einfach noch nicht wegen jeder Kleinigkeit persönlich angegriffen gefühlt haben.
    Das scheint ein allgemeiner Wandel in der Gesellschaft zu sein.
    Als kleiner Vergleich:
    Spielplätze waren vor 20-30 Jahren regelrechte “Todesfallen” mit teils meterhohen Klettergerüsten über hartem Boden.
    Kam das Kind mit einer Verletzung nach Hause, war es unvorsichtig.
    Kommt heute das Kind mit einer Verletzung nach Hause, wird überlegt, wer oder was verklagt werden kann und welcher Social-Media-taugliche Name für die zu gründende Elterinitiative wohl der beste sei.

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  • Ginge_schon_aber

    Denke auch, dass Schlüsselwörter nur einzelne Dateien betreffen, die du bei Scrivener anlegst.

    Du kannst aber Textpassagen kommentieren. Das kannst du im Grunde bei jedem Wort separat machen.
    Wenn Du in den Kommentaren dann immer ein für Dich passendes Schlüsselwort setzt, z.B. “Prota xyz” kannst du später nach “Prota xyz” in den Kommentaren suchen und so die entsprechenden Textstellen finden.

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  • Ginge_schon_aber

    Glückwunsch zur Zusage! :)

    Denke nicht, dass es komisch wirkt. Wenn Du es annehmen willst, würde ich direkt offen schreiben. Du kannst ja sagen, dass Du Dich daszu entschlossen hast, die Geschichte doch nicht nur einem Pseudonym zu veröffentlichen.

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