• Jen

    Liebe Menschen!
    Hoi.
    Ich mag auch mal etwas beitragen – nicht, weil ich gerne davon erzähle. Tatsächlich rede ich nicht so gerne von meinem Drei-Tages-Roman, aber andererseits hat es mir eine Menge beigebracht, was euch auch helfen könnte.

    In der Schreibnacht bin ich seit Ende 2013, in der Zeit sind verdammt wenige Kurzgeschichten entstanden (von denen hab ich früher massenweise verfasst), dafür aber einige Romane. Einer davon größtenteils in drei Tagen.
    Das hat im Internet für Furore gesorgt. Waaas, die will 60.000 Wörter in drei Tagen schreiben? Sie zerstört die Literatur!
    Klar. Mein größtes Hobby ist es, die Literatur zu zerstören. Weil ich meine Geschichten nicht liebe und auch keinen Respekt vor anderen Werken habe.
    Wtf.
    Tatsächlich habe ich vor dem Experiment monatelang geplottet, gelesen und getan und saß im Februar 2016 vor einem perfekten Plot. Es gab keinen Punkt, über dem ein Fragezeichen hing, ich musste “nur noch” schreiben. Und das tat ich. Heraus kamen 50.000 Wörter in drei Tagen, die in einer … nicht überragenden Qualität waren, aber sehr viel schlechter hätten sein können. Damit konnte ich arbeiten, und das tat ich auch. Mit sechs wunderbaren Betalesern aus diesem Forum, einer grandiosen Lektorin und insgesamt acht Fassungen, bis der Roman (mit 70k Wörtern übrigens) im August 2016 erschien.
    Schon seltsam, dass man manchmal einfach nur am Ball bleiben muss muss, um ein Ziel zu erreichen. Klingt so simpel, ist mir aber sonst nie gelungen. Meine anderen Romane sind noch nicht erschienen, aber bei dem hat es geklappt … weil ich die Zähne zusammengebissen habe, und wie. Und weil wirklich viele Leute hinter mir standen, besonders aus der Schreibnacht.
    Umso schöner war, dass ich im Jahr darauf für den Deutschen Phantastikpreis in der Kategorie “Bester Debütroman” nominiert wurde. Bei der Preisverleihung wurde zwar nicht mein Name vorgelesen, aber das wäre auch echt krass gewesen. (Hab da keine Sekunde mit gerechnet tbh, und war ja dann auch so). Für mich war es schon großartig zu sehen, wie viel innerhalb eines kleinen Rahmens erreicht werden kann. <3
    (Auch wenn besagte Drei Tage garantiert nie wiederholt werden, da normales Schreiben und Überarbeiten stressfreier ist und letztlich sogar schneller geht).

    Wenn ihr Fragen zu den Drei Tagen habt, dürft ihr mich gerne privat anschreiben oder schaut mal hier. :)

    Verfasst in Erfolgsgeschichten weiterlesen
  • Jen

    #01 Ich habe eine Schreibblockade
    #02 Ich habe Hunger
    #03 Ich habe Durst
    #04 Ich bin müde
    #05 Ich habe Kopf-/Bauch-/Rückenschmerzen/alles zusammen
    #06 Die Nachbarn feiern zu laut
    #07 Ich feiere zu laut
    #08 Mein Hund muss Gassi gehen/mein Mietzer muss gekrault werden/die Fische ertrinken
    #09 Ich möchte auch mal Zeit für meine Familie/Freunde haben
    #10 Ich schreibe in einem Monat sehr wichtige Klausuren
    #11 Ich habe eine ganz wichtige Klausur geschrieben und bin davon erschöpft
    #12 Der Eurovision Song Contest läuft/Costa Rica spielt gegen die Elfenbeinküste
    #13 Ich habe heute einfach kein Glück und schütze besser mein Buch davor
    #14 Ich muss morgen früh raus
    #15 Das Internet spinnt, das muss erst repariert werden
    #16 Mein Chara wurde gerade von mir umgebracht, ich bin viel zu traurig
    #17 Mir fällt nichts ein
    #18 Ich werde von einem Forum/einer Facebookseite/o.ä. abgelenkt
    #19 Ich habe keine Lust
    #20 Ich habe von einem ockerfarbenen Opossum halluziniert
    #21 Mich dünkt, dass ich des heutigen Tages zu verbaler Überheblichkeit neig’, oho wohlan
    #22 I am totally not able to write something german
    #23 Mein Akku ist gleich leer
    #24 Mich nervt diese blöde Büroklammer, die denkt, dass ich einen Brief schreiben will
    #25 Ich muss mal
    #26 Es ist viel zu gutes Wetter
    #27 Es ist viel zu schlechtes Wetter
    #28 Ihc vretppie mcih hutee anaduerd
    #29 Auf einmal gefällt mir mein ganzer Plot nicht mehr
    #30 Mein/e Betaleser/in muss erstmal ihren Senf zum vorigen Teil des Buches dazugeben
    #31 Es ist gerade keine Schreibnacht
    #32 Es ist auch kein Schreibabend
    #33 Überhaupt mag ich nicht mehr alleine schreiben
    #34 Ich gehe heute Abend auf Partnersuche
    #35 Ich habe zu wenige Likes auf Facebook, das demotiviert mich
    #36 Ich bin heute mit nichts zufrieden und lösche ständig alles
    #37 Ich habe gerade nur mein Handy, mir ist [Getränkname] über die Tastatur gekippt
    #38 Ich habe eine Kippe auf der Tastatur ausgedrückt
    #39 Ich habe mit Rauchen aufgehört
    #40 Ich spiele lieber Minecraft
    #41 Die neue Folge meiner Lieblingsserie ist draußen
    #42 Darum.
    #43 Meine alte Autorenplattform hat ihre Forenstruktur aufgegeben und verwandelt sich in einen Treffpunkt für 12-jährige Vampirautorinnen, die ihre Werbung ÜBERALL posten
    #44 Ich bin traurig. Fragt nicht warum, ich poste das hier nur
    #45 Ich habe heute noch gar nicht ans Schreiben gedacht, warum also jetzt?
    #46 Ich bekomme zu wenig Feedback für meine Geschichte
    #47 Die anderen Autoren sind viel disziplinierter als ich, da kann ich es ja gleich lassen
    #48 Ich wurde durch eine Ausredenliste inspiriert, ganz viele andere Dinge tun zu wollen
    #49 Das Buch ist schon längst fertig
    #50 Alles zusammen

    Fallen euch noch mehr ein?

    Verfasst in Plauderecke weiterlesen
  • Jen

    Es gibt sieben Kommaregeln, die ihr kennen müsst. Das schaffen wir!

    Kommas sind wichtig bei:

    • Aufzählungen, Aufzählungen und Aufzählungen
    • Zusätzen, zum Beispiel bei Nachträgen
    • Bindewörtern, obwohl man die auch Konjunktionen nennen kann
    • Datums-, Wohnungs- und Literaturangaben am Freitag, 30. September
    • Partizip- und, relevant und knackig, Infinitivgruppen
    • Satzreihen, vielmehr Satzgefüge
    • Oho, Hervorhebungen, Ausrufe und dergleichen!

    1. Aufzählungen

    Aufzählungen werden innerhalb eines Satzes durch Kommata getrennt. Das gilt für Aufzählungen, die nicht durch und oder oder verbunden sind, obwohl es da auch Ausnahmen gibt.

    1. Beispiel: Ich habe heute CDs, Vinyl, Kassetten und Disketten gekauft.

    Es ergibt wenig Sinn, die Kommas wegzulassen, da dort sonst “CDs Vinyl Kassetten” stünde. Leuchtet ein.
    Allerdings: Sind die Elemente eines Satzes gleichrangig, wird kein Komma gesetzt.

    2. Beispiel: Die heiße erste Nacht zusammen hatte sich Kyle anders vorgestellt.
    (Hier hätte man “heiße, erste” Nacht durch ein Komma trennen können, um die Worte einzeln zu betonen. Sinniger ist es aber ohne).

    Aufzählungen sind auch dann noch Aufzählungen, wenn ihre Elemente nicht direkt aufeinanderfolgen. Das nennt man “detaillierte Aufzählung”.

    3. Beispiel: Ich habe heute alte CDs, neues Vinyl, etwas ramponierte Kassetten und einige Disketten gekauft.

    Warum macht man denn nun Kommas bei Aufzählungen? Ganz einfach: So muss nicht jedes Mal ein neuer Satz angefangen werden.

    Negativbeispiel: Ich habe heute alte CDs gekauft. Ich habe außerdem neues Vinyl gekauft. Auch etwas ramponierte Kassetten habe ich gekauft. Einige Disketten sind ebenfalls im Einkaufswagen gelandet.


    2. Zusätze und Nachträge

    1. Beispiel: Käthe Müller, eine junge Autorin, hat gerade ihr erstes Buch veröffentlicht.

    Das “eine junge Autorin” ist ein sogenannter Einschub (Apposition), also eine zusätzliche Information zu Käthe. So ein Einschub kann auch am Ende eines Satzes stehen und alle möglichen Informationen enthalten.

    2. Beispiel: Das ist Käthe Müller, eine junge Autorin.
    3. Beispiel: Käthe Müller, 22 Jahre alt, hat gerade ist erstes Buch veröffentlicht.

    Allerdings: Das normale menschliche Kurzzeitgedächtnis (Beweis für das 2. Beispiel der Aufzählungen!) kann sich um die sechs Worte merken. Ist ein Einschub länger als sechs Worte, zum Beispiel indem man eine irrsinnige Fülle an Informationen unterbringt und zusätzlich eine Wettervorhersage - sonnig - trifft, vergessen Leser teils den Anfang des Satzes, wodurch er mistig wird.

    Negativbeispiel: Die Forscher haben dem Experiment, das neben einer Kernspaltung auch die Beschäftigung mit empirischen Erhebungen und dem Tagesangebot der Kantine beinhaltet, zugesagt.
    Schlechter Stil!

    Auch bei den Einschüben gibt es natüüürlich Ausnahmen:

    4. Beispiel: Unsere Administratorin(,) Jennifer Jäger(,) ist sehr hübsch.

    Sobald Namen im Spiel sind, sind die Kommas nicht zwingend erforderlich.

    Meine Quellseite (kommaregeln.net) sagt außerdem:
    Jedoch ist Vorsicht geboten, denn Appositionen werden häufig mit Attributivsätzen, auch Gliedsätze genannt, verwechselt. Sie erläutern das vorangegangene Wort ebenfalls, jedoch werden diese Sätze durch Relativpronomen oder Ähnliches eingeleitet.

    Beispiel dafür: Der Mann, der dort steht, ist mein Onkel.
    Beispiel dafür: Die Gefahr, dass man bei Pferderennen Geld verliert, ist groß.


    3. Bindewörter und Konjunktionen

    Eine Konjunktion ist ein Bindewort, das den Nebensatz einleitet. Ausnahmen sind:

    • und
    • oder
    • beziehungsweise
    • entweder … oder
    • nicht … noch
    • sowie
    • sowohl … als auch
    • weder … noch

    Vor diese Worte gehört also kein Komma!

    1. Beispiel: Unsere Administratorin ist nicht nur hübsch, sondern auch schlau.
    2. Beispiel: Waschbären sind süß, aber gefährlich.
    3. Beispiel: Ich mag sowohl Waschbären als auch Katzen.
    4. Beispiel: Das Wetter wird entweder sonnig oder regnerisch.

    Mehr zum Thema Konjunktionen gibt es unter diesem Link.


    4. Kommasetzung bei Datums- und Zeitangaben, Adressen und Literaturangaben

    1. Beispiel: Am kommenden Samstag, den 01. Oktober wird es ein Konzert geben.
    2. Beispiel: Die Buchmesse geht von Mittwoch, dem 19. Oktober, bis Sonntag, dem 23. Oktober.

    ACHTUNG! Das habe ich selbst erst nicht verstanden, ich finde es immer noch weird.
    Das Komma kommt nur nach der Zeitangabe, wenn es Teil einer Aufzählung ist. Hier gibt es komisches Geschwurbel mit Dativ und Akkusativ, darum würde ich euch direkt diese Seite ans Herz legen: Link.
    Ich denke, dieser Bereich ist Special Interest, ich brauche das z.B. nur sehr selten (und das auch nur in Zeitungsartikeln).


    5. Partizip- und Infinitivgruppen

    Bei einer Reihung von Adjektiven ist Kommasetzung besonders wichtig, v.a. für uns Autoren. Wir orientieren uns ab sofort daran, ob Adjektive “gleichrangig” sind. Sind sie es nicht, darf kein Komma gesetzt werden.

    1. Beispiel: Die derzeitige politische Lage ist kompliziert.

    Die Begriffe sind nicht gleichrangig, da zwischen ihnen kein “und” gesetzt werden kann. “derzeitig und politisch” ist schwachsinnig, darum: Kein Komma.


    6. Satzreihen und Satzgefüge

    Eine der wichtigsten Aufgaben eines Kommas ist es, Haupt- und Nebensatz zu trennen.

    • Bei einer Aneinanderreihung von Sätzen muss durch ein Komma getrennt werden.
    • Sind die Sätze durch entgegenstehende Konjunktionen (doch, jedoch, aber, allein, vielmehr) verbunden, muss ein Komma gesetzt werden.
    • Sind die Sätze durch “einerseits … andererseits” verbunden, kann ein Komma gesetzt werden

    1. Beispiel: Ich esse gerne Fisch, jedoch kein Fleisch.
    2. Beispiel: Er hatte starken Mundgeruch, deshalb bin ich ausgezogen.

    Ist ein Nebensatz in den Hauptsatz eingeschoben, steht vor und nach dem eingeschobenen Part ein Komma.

    3. Beispiel: Mia kann, obwohl sie im Rollstuhl sitzt, gut Basketball spielen.
    4. Beispiel: Jennifer Jäger leitet die Schreibnacht, ein wirklich aktives Forum, und schreibt selbst Romane.

    Hier kann man Kommas auch benutzen, um Dinge zu betonen:

    5. Beispiel: Früher, da war alles besser.

    Allerdings: Zu viele Nebensätze verzögern den Lesefluss. Übertreibt es nicht! Auch hier gilt: Das menschliche Kurzzeitgedächtnis schafft nur sechs Worte, dann herrscht Verwirrung!


    7. Hervorhebungen, Ausrufe, Anreden und Stellungnahmen

    Jeder kennt Briefe, die mit “Lieber XY,” beginnen, das Komma setzt so ziemlich jeder. Fun fact: Hinter “Mit freundlichen Grüßen” gehört kein Komma.
    Empfindungswörter (Interjektionen) wie “Oho”, “Aua!”, “Aha!” und “PFUI DEIBEL!” werden ebenfalls mit einem Komma versehen.

    1. Beispiel: Pfui, schämst du dich nicht!?
    2. Beispiel: Oho, das Schaf kehrt zum Schäfer zurück!
    3. Beispiel: Verdammt, damit hätte ich rechnen müssen!

    Allerdings kann das Komma auch weggelassen werden, wenn sich die Interjektion eng an den übrigen Teil des Satzes angliedert.

    4. Beispiel: Ja wie denn auch?
    (Ich finde das stilistisch nicht so schön, aber grammatikalisch ist es ebenso richtig wie mit Komma).


    Fertig! War doch gar nicht so schwer, oder?
    (Uff).

    Quelle: http://kommaregeln.net/, für euch zusammengefasst und grammatikalisch richtig umgewandelt. Auf der Seite selbst sind viele Dinge zu umschweifend erklärt, teilweise sind sogar Fehler dabei.

    Verfasst in Die Schreibnacht-Deutsch-Nachhilfe™ weiterlesen
  • Jen

    #1 Turnier: Vaiana - Das Paradies hat einen Haken

    Ihr habt alle toll gekämpft, die meisten von euch haben sogar richtig gerechnet! :yellow_heart: :blue_heart: :green_heart: <3

    1.Platz @Schreibmaschine (15 von 22 Teilnehmer / 60.314 Wörter / Durchschnitt: 2.741) - 9 Punkte
    2.Platz @Bücherheld (13 von 22 Teilnehmer / 51.668 Wörter / Durchschnitt: 2.348) - 6 Punkte
    3.Platz @Weltenweber (10 von 22 Teilnehmer / 36.973 Wörter / Durchschnitt: 1.680) - 3 Punkte
    4.Platz @Wortkrieger (10 von 21 Teilnehmer / 30.301 Wörter / Durchschnitt: 1.442) - 0 Punkte

    Insg. haben 48 von 87 mitgemacht!

    Verfasst in Duelle und Turniere weiterlesen
  • Jen

    Nein, wir befinden uns nicht in einem lauschigen Restaurant, sondern in der deutschen Sprache.
    Heute geht es um Wortverbindungen. Wann schreibt man Wörter eigentlich zusammen? Heißt es Spazieren gehen oder spazierengehen?


    Dazu habe ich zunächst diese fünf knackigen Regeln gefunden:

    Worte werden zusammengeschrieben, wenn …

    … sie dadurch eine neue Gesamtbedeutung erhalten.
    Beispiel: krankschreiben, sichergehen, schwerfallen

    … die Wortart/-form oder die Bedeutung der einzelnen Bestandteile sonst nicht mehr deutlich ist.
    Beispiel: stromabwärts, tagsüber

    … der erste oder zweite Bestandteil nicht selbstständig ist.
    Beispiel: großspurig, engstirnig

    … der erste den Bestandteil den zweiten stärkt/schwächt
    Beispiel: angsterfüllt, butterweich, todlangweilig, Holztür, Hochhaus

    … man die Bestandteile nicht steigern oder erweitern kann.
    Beispiel: Man kann sich totlachen aber nicht töterlachen

    Schönes Beispiel von meiner Quellwebseite:

    Wenn du dir unsicher bist, ob eine Wortverbindung getrennt oder zusammengeschrieben wird, sprich sie einfach einmal laut vor. Wenn hierbei beide Wörter gleich stark betont werden, schreibt man sie meist getrennt. Liegt die Betonung aber eindeutig auf dem ersten Wort, so schreibt man sie meist zusammen.
    Beispiel: Er hat sein Referat frei (ohne abzulesen) gesprochen. Das Gericht hat den Angeklagten freigesprochen (für unschuldig erklärt).


    Kommen wir zu den Bedingungen bei den einzelnen Wortarten.

    VERBEN

    Zunächst: Sind die Verben gleichrangig, werden sie getrennt.
    Beispiel: laufen lernen, schwimmen gehen, spazieren gehen

    Das gilt auch für Verbindungen aus Partizip und Verb.
    Beispiel: Die Polizei wollte die Bande gefangen nehmen.

    Allerdings sind Verbindungen mit lassen oder bleiben teils in Zusammenschreibungen enthalten.
    Beispiel: liegen lassen, aber liegenlassen (etwas nicht weiter beachten); sitzen bleiben, aber sitzenbleiben (nicht versetzt werden).

    Verbindungen mit zusammen schreibt man nur getrennt, wenn zusammen in der Bedeutung gemeinsam, miteinander, gleichzeitig gebraucht wird.
    Beispiel: Bei der Schreibnacht wird viel zusammen geschrieben. Da die User Ahnung von Sprache haben, wird zudem viel zusammengeschrieben.

    Ähnlich verhält es sich mit wieder. Wird es mit der Bedeutung erneut, nochmals gebraucht, schreibt man es getrennt. Bei zurück, nach wird zusammengeschrieben.
    Beispiel: Ich möchte das Manuskript wiederhaben. So eine Chance wirst du nie wieder bekommen.

    Zusammengeschrieben werden auch:
    heraufkommen, hineingehen, durchhalten

    Getrennt werden aber:
    Angst haben, Auto fahren, Walzer tanzen
    Ausnahme: Sie wird das Geheimnis niemals preisgeben. Das Flugzeug musste notlanden. Jennie schlafwandelt.

    Auch getrennt wird: Verbindung + "-wärts"
    aufwärts gehen, rückwärts fallen

    Alle Verbindungen mit “sein” werden ebenfalls getrennt.
    Beispiel: zurück sein, hungrig sein, traurig sein

    Die Verbindung Adjektiv + Verb wird getrennt, wenn das Adjektiv steigerbar oder durch sehr, ganz erweiterbar ist.
    Beispiel: Jen kann gut schreiben, aber Jennie kann besser schreiben. Wir werden ihnen den Betrag gutschreiben.

    ACHTUNG: Wenn man auftretende Bedeutungsunterschiede nicht berücksichtigt, kann es schnell zu Verwechslungen führen. „Großschreiben“ wird zusammengeschrieben, wenn du „mit großen Anfangsbuchstaben“ meinst. Willst du aber ausdrücken, dass etwas „in großer Schrift“ geschrieben wird, schreibst du auseinander. Warum? Weil in diesem Fall der Begriff steigerbar ist: Man kann auch in größerer, in sehr großer, in ganz großer Schrift schreiben.


    ADJEKTIVE/PARTIZIPE

    Zusammen:

    Verbindungen gleichrangiger Adjektive: blaugrau, feuchtwarm, nasskalt

    Verbindung Adjektiv/Partizip, bei welcher der erste Bestandteil für eine Wortgruppe steht: angsterfüllt (= von Angst erfüllt), jahrelang (= mehrere Jahre lang), kniehoch (= hoch bis zum Knie)

    Verbindung Adjektiv/Partizip, bei der erster Bestandteil stärkt/schwächt: todlangweilig, bitterböse, dunkelblau

    Verbindung Adjektiv/Partizip, bei der ein Bestandteil nicht selbstständig ist: blauäugig, vieldeutig, kleinmütig

    Verbindung Adjektiv/Partizip, bei der ein Fugenbuchstabe (z.B. s) eingefügt ist: altersschwach, lebensmüde

    Getrennt:

    Verbindung Adjektiv/Partizip mit Endung des ersten Bestanteils -ig, -isch, -lich: Mikroskopisch klein, gelblich grün, riesig groß

    Verbindung Adjektiv/Partizip mit ersten Bestandteil adj. Partizip: blendend weiß, strahlend hell, kochend heiß

    Verbindung Adjektiv/Partizip mit steigerbarem oder erweiterbarem ersten Bestandteil: Er hat sich nass geschwitzt. Er hat sich ganz nass geschwitzt.


    SUBSTANTIVE

    Zusammen:

    Verbindungen mehrerer Substantive, bei denen der letzte Bestandteil ein Substantiv ist: Lebenswerk, Nichtraucher, Rastplatz

    Verbindungen bei substantivischer Zusammensetzung, bei welcher der letzte Bestandteil kein Substantiv ist: das Abhandenkommen, das Fallenlassen

    Verbindung Substantiv + Eigenname/Einwohnerbezeichnung als ersten Bestandteil: Schillergedicht, Römerbrief, Karpatenhund


    ZUSAMMENSETZUNGEN MIT ZU

    Das Wort zu wird in Verbindung mit einem Infinitiv getrennt geschrieben. Ist zu jedoch Bestandteil einer Zusammensetzung mit eigener Bedeutung, schreibt man zusammen.
    Beispiel: Du brauchst die Tür nicht zu schließen (= zumachen). Du brauchst die Tür nicht zuschließen (= absperren).

    Verbindungen von zu + Adjektiv/Adverb/Pronomen/adverbiale Verwendung werden hingegen getrennt.
    Beispiel: zu hoch, zu weit, zu oft, zu Hause bleiben, zu Fuß gehen, zu Schaden kommen

    ACHTUNG: "zurzeit“ schreibt man nur in der Bedeutung "derzeit, augenblicklich“ zusammen, ansonsten getrennt!
    Beispiel: Er ist leider zurzeit nicht erreichbar. Er lebte zur Zeit Goethes.


    ZUSAMMENSETZUNGEN MIT “WIE”

    Wie viele? / Wie viel? wird in Einzahl und Mehrzahl getrennt geschrieben.
    Der Wievielete ist heute? In die wievielte Klasse geht sie? zusammen.
    Wie viele Male? Wievielmal? Obwohl ähnlich, unterschiedlich!


    QUELLEN

    http://orthografietrainer.net/service/faustregeln_GZ.php
    http://www.br.de/grips/faecher/grips-deutsch/11-getrennt-zusammenschreibung-nachlesen100.html
    http://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/getrennt-und-zusammenschreibung
    http://www.udoklinger.de/Deutsch/Grammatik/ZusGetr.htm (sehr schöne Übersicht)

    Verfasst in Die Schreibnacht-Deutsch-Nachhilfe™ weiterlesen
  • Jen

    An dieser Stelle möchte ich mich erst einmal bei den Leuten bedanken, die Aktionen geplant und durchgeführt haben. Ohne euch wäre das absolut nichts geworden! :grin:
    @Team, @Admins @Weltenweber, @Chatters-Anonymous, @Sternenhimmel, @Kaeyzie, @Thomas, @NinaMarin, @Juliana_Fabulax3, @Lily_Magdalena - euch gebührt mein Dank! Es war mir ein Fest mit euch! <3

    Verfasst in Projektwoche: Aus der Asche | 10. - 17.02.2016 weiterlesen
  • Jen

    Mi, 10. Februar - Schreibabend von Nina | 18 Uhr

    Der bewährte Klassiker ist zurück: Statt einer ganzen Nacht schreiben wir einen Abend zusammen! Los geht es um 18 Uhr.

    Do, 11. Februar - Schreib-Abenteuer mit Kathreen | 19:15 Uhr

    Die WriYoBo-Gilde der Bücherhelden kennt die Schreib-Abenteuer schon, die anderen dürfen sich auf eine Tour zum Thema “Im Labyrinth” freuen. @Kaeyzie lässt alle zusammenarbeiten: Nicht die eigene Leistung steht im Vordergrund, sondern die Gesamtzahl aller Teilnehmenden. Los geht’s um 19:15 Uhr.

    Fr, 12. Februar - Aktionstag von WB-Gruppe Chatters Anonymous | Ab 10 Uhr

    Sie sind bekannt als Meister der Prokrastination - und genau darauf dürft ihr euch freuen. ;)
    Die Uhrzeiten legen die @Chatters-Anonymous fest.

    Sa, 13. Februar - Aktionstag von WB-Gruppe Sternenhimmel

    Die Autoren des @Sternenhimmel s werden euch mit einer Schreibaufgabe verzaubern. Uhrzeit wird noch festgelegt.

    So, 14. Februar - Hardcore-Schreibtag von Jen | 09 - 00 Uhr

    Von 09:00 bis 00:00 Uhr HARDCORE-WordWar. Ja, wirklich! Plot-und-Pipi-Pausen sind selbstverständlich eingerechnet. Wer den ganzen Tag am Ball bleibt, schafft mindestens 12.000 Wörter. Jedes Wort steht dabei für einen Beitrag, den wir am 12. Januar verloren haben.
    Den Ablauf des Tages erfahrt ihr spätestens am 13. Februar. Plottet schon mal!

    Mo, 15. Februar - Horror-Tour von Thomas

    Wir alle kennen und lieben ihn: @Thomas wird euch einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagen. Uhrzeit wird noch festgelegt.

    Di, 16. Februar - Aktionstag der Weltenweber

    @Valarauco und die @Weltenweber organisieren einen Tag für euch! ;)

    Mi, 17. Februar - Schreibabend von Nina/Lily/Juliana | 18 Uhr

    Wer am Mittwoch nicht kann, hat eine zweite Gelegenheit für einen Schreibabend! Los geht es um 18 Uhr.

    Verfasst in Projektwoche: Aus der Asche | 10. - 17.02.2016 weiterlesen
  • Jen

    @PlusEins Ein vor einem Jahr erstellter Account schreibt seinen ersten Beitrag, der sich hinter Hina stellt und gegen das Forum richtet?
    Seems legit.

    Verfasst in 39. Schreibnacht - 18.02.2017 weiterlesen

Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.