• Marie

    Woho! Ich freue mich schon drauf, mich euren Fragen zu stellen :D
    Es ist eine echte Ehre für mich, dabei zu sein <3 Special Guest bei der Schreibnacht zu sein war früher schon mein Traum ♥

    posted in 31. Schreibnacht - 11.06.2016 read more
  • Marie

    Bei mir sieht es ähnlich aus wie bei @Bernhard.
    Ich beneide die Menschen, die schon so früh entdeckt und gefördert wurden schon sehr um ihr Umfeld, denn bei mir war es das komplette Gegenteil. Leider. Ich konnte schon vor der ersten Klasse lesen und im Alter von 8 Jahren habe ich angefangen, meine ersten Geschichten zu schreiben. (Vorher habe ich öfter Comics gezeichnet - warum auch immer :D) Als ich zwischen 12 und 13 mein erstes großes Romanprojekt begonnen habe, habe ich mich richtig reinvertieft. Meine Eltern fanden das glaube ich aber sehr befremdlich und wollten nicht, dass ich schreibe. Bzw. haben sie mir auch sehr oft mitgeteilt, dass ich meine Zeit ja auch viel sinnvoller verbringen könnte und waren dann sehr genervt, wenn ich mal wieder über meinen Dokumenten brütete.
    Da man als so junger Mensch noch sehr beeinflussbar ist, hatte das Schreiben für mich deswegen meist einen negativen Beigeschmack. Ich wusste, dass ich es über alles liebe, aber mir wurde stets das Gefühl vermittelt, dass es etwas sehr eigenartiges ist. Folglich habe ich es zwar trotzdem täglich getan, mich aber sehr dafür geschämt und deswegen mit niemandem sonst darüber gesprochen bis auf meine besten Freunde. Von denen jedoch auch niemand jemals großartiges Interesse daran zeigte. Meine Klassenkameraden haben es erst im Abi-Jahr erfahren, als eine Freundin es verraten hat. (Das war ein furchtbares Gefühl!)

    Im Studium wurde es dann besser. Ich war natürlich schon immer fleißig dabei gewesen, mich im Internet mit Gleichgesinnten auszutauschen, aber im realen Leben war es mir noch immer unangenehm und undenkbar. Wenn man mich zu dieser Zeit offline auf meine Texte ansprach, war es zwar noch immer sehr unangenehm, aber schon etwas erträglicher.
    Als ich 20 war (also vor 4 Jahren) habe ich das erste Mal auf Facebook darüber gepostet. Auf meinem öffentlichen Profil, wo alle es sehen konnten. Das war schon eine echte Überwindung, ich weiß noch genau, wie sich das angefühlt hat. Aber: Die Reaktion darauf war echt überraschend. Es kamen von meinen Bekannten, die großteils gar nicht wussten, dass ich schreibe, positive Rückmeldungen! Das war ein sehr unbekanntes Gefühl, weil bis dahin glaube ich noch niemand, den ich offline kannte, jemals meine Texte gelesen hat. Schon komisch :)

    Inzwischen ist alles etwas entspannter. Gerade hier auf Arbeit habe ich durch den Support und liebe Kollegen noch etwas an Selbstbewusstsein gewonnen. Letztes Jahr habe ich all meine Überwindungskraft zusammengenommen und eine Facebook-Seite zu meinem Buch eröffnet (das zu dem Zeitpunkt noch kostenlos über Dropbox verfügbar war.) Inzwischen ist es für mich zwar noch immer ein furchtbares und peinliches Gefühl, über meine Texte zu sprechen, aber es wird nach und nach besser. (Nur, wenn jemand meine Texte in meiner Anwesenheit liest - das werde ich nie ertragen können.)

    Insgesamt kann ich sagen: Wenn mich jemand zum Schreiben gebracht hat, dann war ich es selbst (: Es bedeutet mir einfach so viel, dass ich es einfach durchgezogen habe, auch wenn zumindest anfangs mein ganzes Umfeld total eigenartig und abstoßend darauf reagiert hat. Und hier bin ich und schreibe noch immer :D Auch wenn es an einigen Tagen schon noch ein Kampf ist und ich oft darüber nachdenke, es vielleicht in Zukunft wieder häufiger nur für mich zu machen - wie früher eben. Wenn ich schreibe und es niemandem zeige, fühle ich mich irgendwie - auch wenn’s komisch klingt - noch immer am sichersten.

    posted in Schreibhandwerk read more
  • Marie

    Interessant, wie viele unterschiedliche Meinungen hier bisher schon zusammengekommen sind!

    Ich kann beiden Formen des Austausches etwas abgewinnen. Soziale Medien sind modern, superschnell, praktisch und man hat sie immer in der Tasche. Sie sind, wenn man es so sagen kann, im Gegensatz zu Foren, “flach”. Also nicht inhaltlich, sondern einfach vom Aufbau her. Während man in Foren - wie jemand schon so schön sagte - stundenlang wühlen kann und sich durch Jahre alte Themen liest, sind Social Networks eher schnell durchzuscannen. Die Beiträge sind meist kurz und knapp und man kommt schnell an die Informationen, die man braucht. Soweit, so gut.

    Foren hingegen haben einen ganz anderen Schwerpunkt, in meinen Augen. Den Schwerpunkt des wirklich dauerhaften und tiefgehenden Austausches. Da gibt es Tausende von Themen, durch die man sich wühlen kann, auch noch Jahre später. Ordentlich archiviert. Und es gibt lange und breite Austauschmöglichkeiten. Eben nicht zu “Ich brauch mal eben Hilfe”-Sachen, sondern auch wirklich fundierte, ausführliche und seitenlange Textarbeit. Das ist das, was ich an Foren wiederum so liebe. Die Ruhe, die sie ausstrahlen. Klar, sie sind nicht so schnell wie soziale Medien, aber ich finde - ich weiß, ich bin ein hoffnungsloser Romantiker - dass von Foren eine ganz eigene Harmonie ausgeht. So ein “Ich nehme mir jetzt Zeit, mache mir einen Kaffee und lese mich mal in Ruhe durch ein paar alte Themen”. Fast ein wenig wie eine Flucht vor dem sozialen Alltag.

    Ich kann es nicht leugnen. Ich bin ein alter Forenmensch. Ich bin praktisch in Foren großgeworden und liebe sie noch immer. Vom Aufbau her würde ich die Schreibnacht aber fast schon eher als soziales Netzwerk einstufen als ein Forum. Bzw. als Hybrid, eine Mischform aus beidem. Allein schon vom Aufbau, aber auch von der Art der Konversationen her. Das finde ich auch spannend und ich denke, das ist der Grund dafür, dass sich hier auch viele “Anti-Forum-Menschen” (mir fällt gerade keine bessere Beschreibung ein) wohlfühlen.
    Also … nach meinem persönlichem Empfinden :)

    Für mich haben beide Arten ihre Vor- und Nachteile. Ich möchte beides nicht - weder Social Media noch Foren - missen ♥

    EDIT: Ah ja. Man merkt wohl allein schon an der Länge meines Beitrages, dass ich ein Foren-Mensch bin! So kommt’s raus. Haha :D <3

    posted in Plauderecke read more

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