• Talismea

    Ich finde es interessant, dass hier verschiedene Sichten aufeinanderstoßen. Und ich glaube, Langeweile liegt immer im Auge des betrachtenden Individuums.
    Dennoch möchte ich einmal auf strukturelle Diskriminierung in Deutschland hinweisen, die sich nun ausdrücklich nicht gegen Weiße richtet. Klar verstehe ich, dass jemand den Eindruck haben kann, dass vieles verteufelt wird - ausdrücklich in diesem Thread aber nicht.
    Es geht gerade um die Vielfalt und die Frage war ja: Was schätzt du an dem, was es schon gibt, und wovon wünschst du dir mehr?

    Ich glaube, ich werde mit meiner fünften Klasse mal eine Umfrage starten, ob die Kids dort besondere Wünsche haben. Vielleicht lässt sich ja aus dieser winzigen Stichprobe schon eine Parallele ziehen zu dem, was die Illustratorin in der Doku erfahren hat. Denn ich glaube schon, dass sie alle Vorstellungen davon haben, wie eine Hauptfigur in einem Buch für sie sein sollte.

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  • Talismea

    @hollarius sagte in Alte und neue Rollenbilder in Kinderbüchern:

    Zu kritisieren ist auf jeden Fall, wie in der Doku exakt null auf Hautfarben und Rassismus eingegangen wurde, dem man gerade in Kinderbüchern sehr gut entgegenarbeiten könnte. Immerhin gab es ein bisschen Queerness.

    So ging es mir auch! Und klar, ich achte bei meinen Geschichten auch vermehrt darauf, dass ich viel diverse Repräsentation reinbringe. Allerdings hab ich mich anlässlich der Doku dabei erwischt, neulich für Kinder meiner Klasse vermehrt nach dem zu geschaut zu haben, was in der Doku als Jungenliteratur bezeichnet wurde. :thinking: Da reflektiere ich auf jeden Fall gerade viel und schaue, dass ich mehr starke Mädchen reinbringe.
    Mit dem Hexeneinmalkeins hab ich jedenfalls eine Schülerin sehr glücklich gemacht. Jetzt muss ich es nur noch den Jungs ebenso schmackhaft machen. ;)


    @naturpfad sagte in Alte und neue Rollenbilder in Kinderbüchern:

    Lieber Originale wie Ideale schaffen…

    Da stimme ich dir zu. Und gleichzeitig glaube ich, dass vieles erstmal marketingtechnisch in Verlagen abgeklopft wird und dort entschieden wird, was funktioniert. :woman_shrugging_tone3:


    @lmtl sagte in Alte und neue Rollenbilder in Kinderbüchern:

    Ich möchte aus einem Selbstverständnis heraus schreiben, setze mich also nicht bewusst hin und mache mir eine Tabelle, wo ich welche Art von Diversität oder anderem Rollenverständnis einbringe

    Da bin ich sehr bei dir. Und doch stelle ich fest, dass es manchmal gut tut, wenn ich schaue, ob sich bestimmte Menschen wohl in meinem Buch repräsentiert fühlen. Und dann entscheide ich eben wieder aus dem Bauch heraus, ob ich nachsteuern möchte. Ich finde allerdings die Repräsentation vieler in Kinderbüchern nochmal wichtiger als in Literatur für Erwachsene, weil die Kinder ja durchaus ihr Weltbild an dem ausrichten, was sie aufnehmen. (Sagst du dann ja später auch ähnlich.)

    @lmtl sagte in Alte und neue Rollenbilder in Kinderbüchern:

    Es gibt Tropes, die ich super gerne lese

    Das geht mir auch so.

    Auf Kinderbücher bezogen finde ich Schatzsuchen toll. Oder wenn Kinder die Sachen richten, die die unaufmerksamen Erwachsenen nicht mitbekommen. Detektivarbeit ist ja auch eine Art Schatzsuche.
    Außerdem finde ich wichtig, dass sich Figuren in Kinderbüchern entwickeln dürfen. In den Ratgebern zur Kinderliteratur steht oft, dass sie sich möglichst nicht groß verändern sollen, wenn man Reihen plant. Das ist aber nicht das, was ich schreiben werde. (Ob es sich dann verkaufen lässt, werden wir irgendwann sehen.) Mir ist einfach der Fakt zu wichtig, dass Entwicklung möglich ist, wenn man selbst das will.

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  • Talismea

    Weiter geht’s!

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