• Bettina Belitz

    … ich freue mich auf eure Fragen und hoffe, sie alle zu eurer Zufriedenheit (darf auch Glückseligkeit sein ;-) ) beantworten zu können. Was ich heute nicht schaffen sollte, würde ich mir noch im Laufe des Sonntags vornehmen. Fragen dürft ihr alles; ich weiß nur nicht, ob ich auch auf alles antworte. :-) Spaß beiseite, bisher gab es keine Frage, der ich mich nicht gewidmet habe.
    Viel Freude euch beim kreativ-nächtlichen Werkeln, bis gleich, Bettina P.S. Selbstverständlich dürft ihr mich duzen!

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  • Bettina Belitz

    Liebe Schreibratte (süßer Nick ;-) ), ich lese das Skript erst mehrmals am PC, bevor ich es ausdrucke und noch einmal ganz klassisch mit dem Bleistift drüber gehe. Auch bestehe ich immer darauf, die Druckfahnen noch einmal zu bekommen. Ich bin da etwas pingelig. :-) Manchmal schraube ich an Sätzen rum, obwohl wahrscheinlich niemand großartig etwas daran stören würde. Für mich muss die Sprachmelodie stimmen und da kann ich echte Ausdauer an den Tag legen. Testleser habe ich inzwischen keine mehr. Ich habe gemerkt, dass es wichtig für mich und meine Entwicklung ist, meinem Skript so lange wie möglich einen “geschützten Raum” zu geben, in der nur wir beide zusammen sind. Meine Lektorin ist also zusammen mit meiner Lektorin die erste, die den Text zu sehen bekommt.
    Mein Tipp: Freut euch daran, einen Diamanten schleifen zu dürfen - auf dass er blitzt und funkelt! Und macht regelmäßig Pausen, denn das Überabeiten fordert sehr die Konzentration. Es ist eine ganz andere Energie als das kreative Schreiben. Kopf durchlüften ist wichtig! :-)

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  • Bettina Belitz

    Puh. Spontan fällt mir da keiner ein, wenn ich ehrlich bin. :-) Euphorisch war ich nicht, als ich entdeckt wurde, eher ungläubig. ;-) Habe das lange nicht fassen können, es war so abstrakt und wie ein Wunder für mich. Vielleicht bin ich auch nicht so der euphorische Typ. Es gibt jeden Tag so viele Dinge, über die ich mich im Stillen freue - und nur ein Bruchteil davon hat mit dem Schreiben zu tun. Das sind dann eher die kleinen Wunder des Alltags. Wie heute morgen dieser wunderbare Raureif auf den Bäumen und darüber der blaue Himmel - einfach traumhaft!

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  • Bettina Belitz

    Also, eines ist klar - ich muss der Boss sein. :-) Allerdings lausche ich ganz genau in meine Figuren rein, wenn ich merke, dass sie mit meinen Planungen nicht einverstanden bin und höre mir ihre Argumente gut an. Denn der Boss kann sich ja auch mal irren. Dennoch ist es mir wichtig, dass ich den roten Faden in der Hand behalte und das Ziel nicht aus den Augen verliere. Rebellierende Helden spiegeln gerne mal die eigenen Widerstände. Ich kann dabei also auch etwas über mich selbst lernen. Grundsätzlich sollten Figuren also auch ein Eigenleben haben dürfen und den Autor auch mal überraschen können. Das finde ich sehr erfrischend.

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  • Bettina Belitz

    Eine schöne Frage - und ich bereue tatsächlich nichts, obwohl es Entscheidungen gab, bei denen ich genau wusste, dass sie meine Arbeit erst einmal schwieriger machen werden und meiner Karriere einen Dämpfer verpassen. Als ich mich damals mit meinem Burnout für ein paar Monate zurückgezogen hatte, befand ich mich auf dem Zenit meines Erfolges - und habe tolle Auftritte sausen lassen. Es hat lange gedauert, bis sich meine Karriere davon erholt hat und es wurde auch nie wieder wie früher - aber hey, mir geht es so viel besser als damals, dass es für mich eine der besten Entscheidungen meines Lebens war, vielleicht sogar die beste. Fehler gehören außerdem dazu; ohne sie kann man sich ja nicht weiterentwickeln. :-) Ich betrachte das als einen Prozess, der mich werden lassen hat, wie ich heute bin. Und ich fühle mich wohl in meiner Haut. :-)

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  • Bettina Belitz

    Ja, kenne ich - wie wahrscheinlich jeder kreativ arbeitende Mensch. Ich versuche dann, nach innen zu gehen und meinen inneren Frieden zu finden. Je mehr man sich bei Selbstzweifeln im Außen orientiert und im Außen versucht, Argumente zu finden, warum man diese Zweifel nicht haben sollte, desto mächtiger blähen sie sich auf. Denn man wird immer jemanden finden, der die eigenen Texte nicht gut findet … oder eine miese Rezension … und wups, ist man wieder im Keller. Im eigenen Herzen aber finden sich Vertrauen und Mut - daran versuche ich mich zu orientieren. Es gibt nur einen Menschen, der mit meinen Büchern leben können muss - und das bin ich. ;-)

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  • Bettina Belitz

    Direkt während des Schreibens höre ich keine Musik - aber Drumherum ständig. :-) Welche Richtung, ist von Buch zu Buch unterschiedlich. Bei der Diamantkrieger-Saga zum Beispiel sind viele Szenen zu der Musik von Hans Zimmer entstanden. Die wird auch immer mit dieser Trilogie verknüpft bleiben …

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  • Bettina Belitz

    Oh, das ist ein Prozess, der immer noch anhält - ich genieße das. :-) Ich glaube, man entwickelt sich bei jedem Buch weiter. Anders wäre es ja auch langweilig. Ob man Bücher schreibt oder nicht - zu sich selbst zu finden und sich selbst zu erkennen, dauert das ganze Leben lang.

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  • Bettina Belitz

    Hmmmm … feste Vorbilder habe ich nicht und nie gehabt, aber es gibt Menschen, an denen ich mich orientiere. Unter anderem gehören mein Meditationslehrer und meine spirituelle Lehrerin dazu. Das bedeutet nicht, dass ich ihnen etwas nachmache oder versuche, so zu sein wie sie - oder sie gar anbete. Es ist eher interessant für mich zu sehen, wie sie in ihrer innere Wahrheit gehen und ihr Licht ausleben - was ja bei jedem Menschen ganz unterschiedlich ausfällt. Manchmal sind aber auch ganz normale Menschen von der Straße Orientierung für mich. Wenn ich zum Beispiel sehe, wie ein altes Ehepaar liebevoll Händchen hält oder Geschwister sich gegenseitig helfen, dann kann da mehr “Lehrstoff” drinstecken als in manchem klugen Buch.

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  • Bettina Belitz

    Liebe Myna, am liebsten würde ich jedes Mal das Exposé überspringen - da sterbe ich tausend Tode, das mag ich gar nicht. Ich finde, dass abgesehen davon jede Phase ihren besonderen Reiz hat. Im Moment feile ich gerade am dritten Band der Diamantkrieger-Saga und das bereitet mir große Freude. Ich spüre, dass er etwas ganz Spezielles ist und es macht mir Spaß, das noch stärker herauszuheben, indem ich kürze und stellenweise am Tempo schraube. Aber ich freue mich auch schon wieder darauf, im Januar ein neues Buch anzufangen … ;-)

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  • Bettina Belitz

    Liebe Myna, Selfpublishing hatte damals noch nicht den Stellenwert wie heute - es gab nicht viele, die das gewagt haben, und die Möglichkeiten waren auch wesentlich begrenzter. Da ich immer eine Lektorin haben wollte, war für mich damals klar, dass ich gerne bei einem Verlag unter Vertrag genommen werden möchte. Heute hat sich das SP ganz schön gemausert; alle Achtung. Generell ausschließen würde ich es für mich nie, würde aber in jedem Falle eine Lektorin engagieren. Vier Augen sehen einfach mehr als zwei und Lektoren haben eine gesunde Distanz zum Text. Das empfinde ich als hilfreich und wertvoll. :-)

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  • Bettina Belitz

    Immer die Figuren - ausnahmslos. Allerdings tragen diese Figuren die zu erzählende Geschichte ja in sich. Ich muss mich also auf die Figuren einlassen, um ihre Geschichte zu erfahren - und die schreibe ich dann auf.

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  • Bettina Belitz

    Das kann ich pauschal gar nicht beantworten, weil es ja immer auch maßgeblich von den Verlagen und deren Planungen abhängt. Manchmal passt eine Idee nicht sofort ins Programm und kann erst später verwirklicht werden. Die reinen Schreibzeiten fallen bei mir aber immer recht kurz aus - im Schnitt sechs bis acht Wochen.

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  • Bettina Belitz

    So richtig lerne ich sie erst beim Schreiben kennen - aber ich habe vorher schon starke Empfindungen für sie. Im Herzen kenne ich sie also schon, nur mein Kopf muss sie sich erst noch entschlüsseln, um sie in Worte fassen zu können. Sara aus der Diamantkrieger-Saga schwirrte übrigens anderthalb Jahre in meinem Kopf herum, bevor ich sie endlich “niederschreiben” durfte … da braucht es mitunter etwas Geduld. :-)

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  • Bettina Belitz

    Ach, als Einzelkämpferin würde ich mich nicht bezeichnen, weil ich das Arbeiten und Schreiben nicht als einen Kampf empfinde. Aber ich bin mit meinen Lesern weitaus stärker vernetzt als mit Autoren. Beides kriege ich zeitlich nicht unter einen Hut und im Zweifelsfall sind mir meine Leser wichtiger. Für sie möchte ich da sein. Doch ich freue mich immer riesig, wenn ich auf Veranstaltungen andere Autoren treffe und Adriana Popescu und Anne Freytag habe ich richtig in mein Herz geschlossen. :-) Schön finde ich auch, dass einige meiner Leser der ersten Stunde inzwischen selbst Autorinnen sind - das ist echt klasse! :-)

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