• B
    Bianca Iosivoni

    Hallo, ihr Lieben! :)

    Ich freue mich schon auf die Schreibnacht mit euch und werde versuchen, all eure Fragen so ausführlich wie möglich zu beantworten, und danach auch noch eine Weile mit euch zu schreiben. Eigentlich bin ich eine Morgen-/Vormittagsschreiberin (nicht hauen! :D ), außer wenn mir gerade eine Deadline im Nacken sitzt (+hust+ so wie jetzt +hust+), da arbeite ich auch gerne mal die Nächte durch.

    Also: Auf eine tolle Schreibnacht und mögen die Wörter für uns alle nur so fließen!

    Liebe Grüße
    Bianca

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  • B
    Bianca Iosivoni

    Hallo liebe Irenen,

    in dem Punkt kann ich nur sagen: Nicht nachmachen! Ich bin ziemlich blauäugig in die Selbstständigkeit gestartet und habe neben dem Schreiben auch immer andere Dinge wie Redaktion, Texte schreiben oder Übersetzen gemacht. Das mache ich bis heute, weil allein von den Buchverkäufen leben zu wollen extrem viel Druck bedeutet. Zeitlich gesehen arbeite ich aber inzwischen zu ca. 80% an meinen eigenen Projekten und die restliche Zeit freiberuflich.

    Die richtigen Voraussetzungen, um vom Schreiben leben zu können, muss jeder für sich festlegen. Man sollte wissen, wie viel Geld man pro Jahr verdienen muss, um gut davon leben zu können, und man sollte sich vorher ein Polster anschaffen, um die Anfangszeit zu überbrücken. Und sich absolut sicher sein, dass man wirklich, wirklich vom Schreiben leben will. Denn so sehr man das Schreiben auch liebt, wenn man diesen Schritt geht, ist es kein Hobby mehr, sondern dein Beruf. Das sollte man sich vorher bewusst machen. :)

    Liebe Grüße
    Bianca

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  • B
    Bianca Iosivoni

    Hallo Matty,

    die schlechte Nachricht zuerst: Keine Idee ist einzigartig. Es gab so ziemlich alles schon einmal in der ein oder anderen Form. Aber, und das ist die gute Nachricht, keine Geschichte ist wie die andere und niemand kann deine Buchidee so erzählen, wie du es kannst. :)

    Für Buchideen und zum Plotten finde ich das “Was wäre wenn”-Spiel ganz gut. Gehe einfach alles durch, was dir einfällt, ganz egal, wie verrückt es ist und schreib es dir am besten auch auf. Die ersten Ideen werden eher klassischere sein, aber irgendwann kommt der “Ja! Genau das ist es!”-Moment. Das kann man endlos fortführen und das habe ich zB erst gestern für eine bestimmte Szene in meinem aktuellen Manuskript gemacht, um herauszufinden, welcher Weg der bessere ist. :)

    Ich hoffe, das hilft dir weiter.

    Liebe Grüße
    Bianca

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  • B
    Bianca Iosivoni

    Hallo littleblackcat,

    ich freue mich auch, hier zu sein. :)

    Vorteile Verlag: Du kannst dich rein aufs Schreiben und Überarbeiten konzentrieren, Lektorat, Korrektorat, Buchsatz etc. übernimmt der Verlag, ebenso wie die Kosten. Im besten Fall auch das Marketing, aber da muss der Autor so oder so ebenfalls ran.
    Nachteile Verlag: Du arbeitest nicht allein an deinem “Baby” und musst Kompromisse eingehen. Aber im besten Fall machen die dein Buch nur besser. Im schlechtesten musst du damit leben.

    Vorteile SP: Absolute Freiheit und Entscheidungsgewalt
    Nachteile SP: Kosten und Zeitaufwand für alles, was sonst der Verlag übernimmt

    Ich würde zunächst mit allem einen Verlag suchen, dafür habe ich auch eine Agentur. Aber bei spezielleren Projekten oder Geschichten, die sich keinem Genre zuordnen lassen oder wo du dich als Autor einfach austoben willst, bietet sich SP natürlich eher an. Auch bei Reihen, die der Verlag vielleicht einstellt, die du aber weiterschreiben willst.

    Liebe Grüße
    Bianca

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  • B
    Bianca Iosivoni

    Mit ganz viel Charme … :D Nein, natürlich nicht. Ich erzähle immer, wie froh ich bin, dass meine Agentin meiner jetzigen Lektorin mein Manuskript gepitcht hat, weil besagte Lektorin es wenige Monate später eingekauft hat. Hätte ich das selbst gemacht, wäre es nie dazu gekommen. (Ich bin furchtbar darin, mich kurz zu fassen) :D

    Meine Verlagssuche war eine ziemlich lange, ziemlich zähe Reise. Mit meinem zweiten Manuskript bin ich bei einer Agentur untergekommen und habe innerhalb eines Jahres weitere Projekte ausgearbeitet, die aber leider keinen Verlag gefunden haben. Zumindest keinen, den ich mir für diese Projekte auch vorstellen konnte, also haben sich unsere Wege getrennt. Danach war ich eine Weile ohne Agentur, habe 3 Kurzromane selbst veröffentlicht und den Kontakt zu einem Kleinverlag selbst hergestellt.

    Dass ich bei meiner jetzigen Agentur gelandet bin, war eher Zufall und einer Spontanentscheidung zu verdanken. Ich hatte meine Agentinnen auf einer Veranstaltung in Hamburg kennengelernt und mir den Namen gemerkt. Über Silvester war ich total krank und habe dann am 01.01. spontan eine Bewerbung hingeschickt. Es hat ein bisschen gedauert, aber dann bin ich bei der Agentur untergekommen. Das erste Projekt, was zu vermitteln war, hat zunächst leider nur Absagen bekommen, bis wir uns entschlossen haben, es erstmal auf Eis zu legen. Und DANN kam das Interesse eines großen Verlags daran. Dafür wurde eine Geschichte, die ich meiner Agentur später gegeben habe, früher an einen Verlag vermittelt.

    Alles in allem ist die Verlagssuche chaotisch und man braucht wirklich Geduld, aber eine gute Agentur ist Gold wert. Ich habe mit und ohne Agentur gearbeitet und könnte aktuell, mit meiner jetzigen Agentur, nicht zufriedener sein. :)

    Liebe Grüße
    Bianca

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  • B
    Bianca Iosivoni

    Hallo Chris,

    danke, ich freue mich auch, hier zu sein! :)

    Hui, das sind eine Menge Fragen, über die man wirklich viel erzählen kann, aber ich versuche mal, mich kurz zu fassen:

    Ja, es hat eine Weile gedauert, bis ich Verlage für meine Bücher gefunden habe und auch bei jedem Buch unterschiedlich lang. Inzwischen bin ich bei einer Agentur, die die Verlagssuche zum Glück für mich in die Hand nimmt und das wirklich toll macht. Das garantiert zwar nicht automatisch, dass es schnell geht, aber du hast einen erfahrenen Partner an deiner Seite und kannst dich aufs Schreiben konzentrieren.

    Je nach Projekt hat es durchaus 1-4 Jahre gedauert, bis ich den passenden Verlag dafür gefunden habe. Das Witzige ist: Es passiert nie so, wie du dir das vorstellst oder erhoffst. Ein Fantasyprojekt, das ich 2012 geschrieben habe (und 2016/2017 noch mal neu) hat erst 2016 einen Verlag gefunden. Mein erster New-Adult-Roman, den ich 2013/2014 begonnen habe, erscheint jetzt als 2. Band einer ganzen Reihe. Und mein allererstes Fantasyprojekt wird in neuer Form als mein zweites Jugendbuch erscheinen.

    Die Verlagssuche ist chaotisch, du brauchst einen langen Atem und Geduld, aber wenn man dran bleibt, lohnt es sich auch irgendwann. Und das kann ich nicht nur für mich sagen, sondern auch für Autoren, mit denen ich seit Jahren befreundet bin und bei denen ich das ebenso miterlebt habe.

    Oh, und auf was man achten muss bei Verträgen … Puh, da kann auch ein Agent am besten helfen und dir die besten Konditionen heraushandeln.

    Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen weiter. :)

    Liebe Grüße
    Bianca

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  • B
    Bianca Iosivoni

    Liebe Noctua,

    sehr gerne! Es hat mir großen Spaß gemacht und ich freue mich total, wenn ich weiterhelfen und euch motivieren konnte. <3

    Liebe Grüße
    Bianca

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  • B
    Bianca Iosivoni

    Hallo Liam Rain,

    so verzweifelt war ich zum Glück noch nie. Aber ich muss auch sagen, dass ein Buch für mich erledigt ist, sobald es veröffentlicht ist. Dann ist es draußen und die Geschichte ist, wie sie ist.
    Sollte es jedoch viele schlechte Rezis geben, weil die Leser Plotlöcher und Logigfehler bemängeln, würde ich zumindest drüber nachdenken, die Geschichte zu überarbeiten. Allerdings muss man sich fragen, was einem das wert ist. Denn die Zeit, die man dafür verwendet, könnte man auch in eine neue Geschichte stecken.

    Liebe Grüße
    Bianca

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  • B
    Bianca Iosivoni

    Hallo Yamato,

    danke, ich freue mich auch total, hier zu sein. :D

    Ich bin eine Mischung aus beidem. Einfach drauflos schreiben funktioniert bei mir nicht, genauso wenig wie ein Plot, der bis zur letzten Szene vorher ausgearbeitet ist, weil ich mich dann beim Schreiben langweilen würde.

    Was ich auf jeden Fall brauche, sind die Charaktere, ihre Ziele, Wünsche und Ängste, und ich muss wissen, wie eine Story endet. Daran plotte ich, bis ich die wichtigsten Wendepunkte habe. Erst dann kann ich mit dem Schreiben loslegen. Und dann ändert sich beim Schreiben selbst oft auch noch einiges, weil die Charaktere ein Eigenleben entwickeln. Aber das ist immer ein gutes Zeichen.

    Am besten einfach alles ausprobieren. Gerade am Anfang habe ich unzählige Plotmethoden ausprobiert, vom drauflos schreiben bis hin zur fertig ausgearbeiteten Schneeflockenmethode. Mit der Zeit kristallisiert sich dann die eigene Plotmethode heraus.

    Liebe Grüße
    Bianca

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  • B
    Bianca Iosivoni

    Hallo liebe writing_is_life (toller Name!),

    du kannst mich gerne duzen. :) Zu deinen Fragen:

    1. Ich habe Unmengen an Notizbüchern, weil ich, wie viele Autoren, eine Schwäche für schöne Notizbücher habe. Die meisten benutze ich nicht mal, ich will sie nur besitzen und im Regal stehen haben. Muss eine Autorenkrankheit sein. :D Ob du ein Notizbuch benutzen willst oder nicht, liegt ganz allein bei dir. Ich benutze manchmal eins, manchmal auch nur Zettel, manchmal das Handy und meistens den PC für alle möglichen Notizen.

    2. Ich glaube nicht an Schreibblockaden. Wenn ich in einer Geschichte nicht weiterkomme, dann liegt es entweder daran, dass ich mich in eine Sackgasse geschrieben habe und wieder den Weg hinausfinden muss (was auch mal ein paar Tage dauern kann) oder an mir selbst, zB weil ich zu müde zum Schreiben bin, mit den Gedanken woanders, mir selbst zu viel Druck mache oder einfach krank werde. In so einem Fall versuche ich es weiter und wenns nicht will, lasse ich es für den Tag gut sein und setze mich am nächsten Tag wieder ran. In Gedanken läuft die Geschichte aber immer weiter und ich versuche mit vielen “Was wäre, wenn”-Fragen aus der Sackgasse rauszukommen. Bisher hat das immer gut geklappt.

    3. Je nach Genre ist die Recherche für ein Buch umfassender. Willst du zum Beispiel einen historischen Roman schreiben, ist Recherche das A und O. Bei zeitgenössischen Romanen sollte man sich zumindest über den Schauplatz informieren, die Wetterverhältnisse, Natur, Architektur, Esskultur und Dinge, die typisch in der Gegend sind. Da nimmt die Recherche natürlich einen deutlich geringeren Raum (und Zeitaufwand) ein als bei einem historischen Roman. So oder so ist Recherche aber immer wichtig.

    Liebe Grüße
    Bianca

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  • B
    Bianca Iosivoni

    Hallo KaylienBulldog,

    ja, ich habe ohne Agentur angefangen zu schreiben und mich dann mit meinem 2. Roman beworben. Ich habe den Kontakt hergestellt und mich per E-Mail mit Anschreiben, Exposé und einer Leseprobe von ca. 30-50 Seiten beworben.

    Liebe Grüße
    Bianca

    Verfasst in Fragestunde mit Bianca Iosivoni weiterlesen
  • B
    Bianca Iosivoni

    Hallo Matty,

    ich nutze Scrivener zum Schreiben, Überarbeiten und zur Kapitel-/Szenenplanung, Excel für meine Charaktere und Word, um Leseproben, Exposés und fertige Manuskripte abzugeben. Aber das wars auch schon :)

    Liebe Grüße
    Bianca

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  • B
    Bianca Iosivoni

    Oha, ich versuche mal, deine Fragen der Reihe nach durchzugehen:

    Pseudonyme kann jeder verwenden, wie er will. Es gibt gute Gründe dafür, zB wenn das Schreiben nicht zum Brotjob passt und man das eine nicht mit dem anderen vermischen will, oder wenn man als Mutter von 3 Kindern Erotikromane verfasst und nicht will, dass die Teenagerkids die in die Hände bekommen. Um jetzt nur mal zwei Beispiele zu nennen.
    Vorteile haben Pseudonyme also auf jeden Fall, auch, um als Autor verschiedene Genres voneinander zu trennen. Nachteile kann es natürlich auch haben, wenn man plötzlich 10 Pseudonyme hat oder aus ganz egoistischen Gründen seinen eigenen Namen auch mal auf einem Buchcover sehen will.
    Kein Pseudonym hat sich in meinem Fall durch den LYX-Wettbewerb damals quasi so ergeben, weil es zum Voting kam, mein Name dabei stand und ich dann allen erzählt habe, dass ich schreibe.
    Es gibt durchaus Verlage, die ein Pseudonym für Autoren vorziehen, aber genauso welche, die keins für nötig halten. Letzten Endes liegt die Entscheidung beim Autor selbst.
    Bei mir stand das bisher nicht zur Diskussion, obwohl ich durchaus nachgefragt habe, da ich ja auch in mehreren Genres schreibe. Aber wenn es nicht sein muss, dann eben nicht. :D

    Liebe Grüße
    Bianca

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  • B
    Bianca Iosivoni

    Hallo Finley,

    sehr gerne! :)

    Hui, das ist mal eine spannende Frage. Diese Idee kam mir tatsächlich noch nie, weil ich ja beim Schreiben schon in der Welt “drin” bin und in der Haut meiner Protagonisten stecke. Mich selbst würde ich also nicht in eine Geschichte reinschreiben wollen. Das Höchste der Gefühle ist, wenn mir meine Protagonisten doch mal zu ähnlich werden, allerdings habe ich mit diesen Damen dann auch die meisten Schwierigkeiten beim Schreiben und vermeide so etwas lieber. :D

    Liebe Grüße
    Bianca

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  • B
    Bianca Iosivoni

    Hallo kira-may,

    danke erstmal <3

    Ich plane meine Romane, allein schon deshalb, weil ich meiner Agentur ein Exposé vorlegen muss. Und so sehr ich Exposés auch verabscheue, so hilfreich sind sie doch, weil man gerade dort oft noch Plotlöcher erkennt, die einem sonst erst beim Schreiben aufgefallen wären.

    Ich beginne grundsätzlich mit einer Idee und den Charakteren, die ich schon im Kopf habe. Nach und nach kommen bestimmte Szenen dazu, die ich unbedingt drin haben will. Die versuche ich nach dem 7-Punkte-System anzuordnen, damit ich alle wichtigen Wendepunkte und den Schluss kenne. Anhand dessen schreibe ich das Exposé, in dem sich auch noch weitere Ideen zu Geschichte ergeben können.
    Ausführlicher plotte ich nicht, da sich bei mir vieles noch beim Schreiben selbst ergibt und ich die Dinge auch gerne zusammen mit meinen Charakteren entdecke.

    Bei meinem ersten Buch habe ich gar nicht geplottet und es war eine Katastrophe. :D Danach habe ich alle möglichen Plotsysteme ausprobiert, 3-Akt-Struktur, 5-Akt-Struktur, Zeitstrahl, Schneeflockenmethode, Plotten per Hand, auf Karteikarten, am Laptop, mit Software, ohne Software usw. bis ich mit der 7-Punkte-Methode das Richtige für mich gefunden habe. :)

    Liebe Grüße
    Bianca

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Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.