• Dreammaker

    Zu Beginn versuch ich tatsächlich das erste Kapitel aus dem Nix zu kreieren.
    Ich such mir einen exotischen Namen für mein Helden und ein mysteriöses Setting wo er erstmal blind und ohne Plan durchstolpern kann. Ich schau dann was ihm dabei so alles passiert. Das dauert so 12 Wochen bis ca. 3 oder 4 Monate. Einfach ausm Bauch heraus losschreiben und alles zulassen, dran rumschnitzen und immer wieder sich treiben und überraschen lassen.

    Am Ende des ersten Kapitel, weiß ich dann was die Story ungefähr von mir will.
    Dann hab ich eine Ausrichtung und kann gucken wie und wo ich ansetze.
    1000 Wege führen nach Rom, wie ich inzwischen feststellen musste,
    ich folge meiner Intuition. Von 0 zu starten ist immer hart und zäh zu Beginn.

    Die Vision / Szene mit der ich starte muss aber nicht zwangsläufig das erste Kapitel bleiben im weiteren Verlauf. Ab einem bestimmten Punkt, lass ich einen Plot als Raster dann mit laufen. (Es lohnt sich für das erste Kapitel/ das letzte Kapitel oder Schlüsselszenen sich intensiver Zeit zu nehmen. Qualitätsgewinn)

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  • Dreammaker

    Mein Name ist Benjamin(38). Ich hab da so ein Zeitreiseabenteur bei mir auf dem Herd, bei leichter Flamme, seit Winter 2018, leise vor sich hinköcheln, das mich einfach nicht mehr loslässt. Das Genre bietet einem eine unglaubliche Freiheit. Durch die Nutzung der vierten Dimension ist ja so ziemlich alles vorstellbare und unvorstellbare an Zutaten vorhanden. Gelegentlich herrscht aber auch ein absolutes Chaos im Topf, wenn sich die Figuren mal wieder selbständig gemacht haben und meine Kreation keine richtige Bindung zum bisherigen oder zukünftigen Geschehen einnehmen will. Manchmal hab ich das auch schon verflucht mir eine solch komplizierte Rezeptur selbst auferlegt zu haben.
    Ich bin schließlich kein Wissenschaftler, weiß der Teufel wie das in Wahrheit mit diesem Zeitkontinum-Dingens da läuft. Aber fürs entertainen wirds wohl reichen, ich muss die Maschine ja zum Glück nicht in echt bauen.

    Wie ihr bei der Gelegenheit auch merkt, hab ich eine wahre Freude mit unserer Sprache zu spielen und steh auf Doppeldeutigkeiten, schrägen Humor und vor allem Selbstironie. Meine Figuren nehmen sich auch ständig gegenseitig
    auf die Schippe. Ich schreibe dabei grob, annähernd so ein klein bisschen im Stile wie David Safier und so durchgeknallt wie Blake Edwards zu seinen besten Zeiten charmante Komödien drehte. So ungefähr muss man sich die bunte,
    wilde Party vorstellen auf der ich tanze.

    Damit das abstruse Gericht, das aus 3 Gängen bestehen wird, eines Tages aber auch servierfähig ist, kann ein Austausch mit Gleichgesinnten unter Umständen nicht schaden. Mal sehen was sich hier so ergibt.

    Ich heiße die Rechtschreibreform von 1997 im übrigen nicht Willkommen, denn damit berauben wir uns des Schönsten, dass unsere Sprache zu bieten hat.
    Denn ohne ß ist der Kuß nicht magisch und der Fluß nicht mystisch und ohne Phantasie gibts auch keine Poesie.

    Ihr könnt mir das als gedruckte Version nehmen, wenn ihr unbedingt wollt, aber beim Schreiben leuchtet mir diese alte Schreibweise immer noch vor Augen. Sie war der Grund warum ich mich in unsere Sprache verliebte und schon die ersten Schulaufsätze seit der ersten Klasse, zu einem ganzen Abenteuer ausarten ließ. (Das eine Paar, dass ich zum flittern in einem Heißluftballon über einen Urwald schickte, werde ich nie vergessen)
    Eigentlich sollten wir nur 5 Wörter von der Tafel in eine kleine eigene Erzählung einbauen, das hat vielleicht was mit mir gemacht. Meine Fantasie ist komplett mit mir durchgebrannt. An dieser Kunstform feil ich, daher schon seit 1990 und seit drei Jahren verfolg ich das ehrgeizige Ziel endlich einen ganzen Roman draus zu machen, äh…oh Gott ich mein natürlich 3. Schrecklich, ich muss ja ne ganze Triologie draus machen, seitdem mir die Story letztens komplett aus den Fugen geraten ist. Mir schwahnt echt böses bei dieser Textmenge, aber irgendwie scheint diese unendliche, mysteriöse Reise mein Schicksal zu sein.

    Und was treibt ihr so?

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  • Dreammaker

    Macron hat gewonnen! Ich kann euch gar nicht sagen wie erleichtert ich bin. Wenigstens eine positive Sache da draußen funktioniert noch, es gibt Hoffnung.
    Danke Frankreich, danke allen Franzosen die uns vor dieser LePenn bewahrt haben, die nun zum Glück ihre Sektglaspyramide wieder abbauen kann. Meine unendlichen Besos sind bei euch. :kissing_heart: :flag_cp:

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  • Dreammaker

    Ach die Zeitumstellung? Mal wieder nix von mitbekommen. :rolling_eyes: Zum Glück passiert das immer am Weekend, wo´s bei mir auf ne Stunde nicht ankommt.

    Zur Wiedereinführung 1980 gab´s wohl lt. meinen Eltern folgenden Ausspruch, der damals in aller Munde war:

    “Na, das Jahrzehnt fängt ja gut an, das erste was se machen, ist uns eine Stunde wegnehmen.”

    Irgendwie süß, die Anekdote. Ich hab daher nie Probleme mir zu merken in welche Richtung die Uhr verstellt wird, ich bekomm das bloß nie mit wann das gemacht wird. Auf die Frage wie´s vor der Umstellung eigentlich so war, meinten die, das wär das eigentlich komische gewesen, dass es noch länger hell war im Sommer als heutzutage. Aber ich hab den Vergleich nicht mehr, hab nicht mehr beides erlebt. Ich bin ja mal gespannt ob se das noch mal wieder abschaffen. Gleich erstmal nachgucken, welche Uhren sich automatisch umgestellt haben und welche nicht.

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  • Dreammaker

    Welche Frage ist Ihnen als Schriftsteller noch niemals gestellt worden?
    Ihre. Auf die ist irgendwie noch niemand vor Ihnen gekommen.

    Edit: Schlimm ist ja, wenn Du merkst, der Interviewer hat Dein Buch gar nicht gelesen und hat nur den Auftrag das Interview zu führen und ist persönlich auch gar nicht so wirklich interessiert. Ich glaub dann würde ich den Saal verlassen.

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  • Dreammaker

    Ja, die Wolken haben sich schon wieder mit der halben Ostsee aufgeladen und meinten wohl wir hätten hier in Lübeck nichts zu trinken. Sehr fürsorglich unsere Wolken hier jedesmal, ich muss schon sagen. Dieses mal war auch noch dieses unsägliche Sturmtief mit dabei, dessen Winde sich ins Gemäuer fraßen und einen dabei immer wieder aus dem Schlaf rissen beim vorbei wehen.

    @Betty Blue Du warst wohl per Astralreise auf einem fernen Planeten über Nacht, dass Du nichts gemerkt hast, wie? Unglaublich. :astonished:

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  • Dreammaker

    Ja, ich glaub das macht jeder anders und hängt wohl auch vom zeichnerischen Können ab, das bei mir eh nicht so stark ausgeprägt ist. Wie ich inzwischen ja rausgefunden habe, hat Tolkien sich z. B. die Karte von Mittelerde ganz zu Beginn gezeichnet, um mithilfe dessen dann die einzelnen Reiseetappen schreiben zu können. (In einer ersten Fassung des Simarillons hat er ja zusätzlich dann noch eine Art Weltenbau betrieben und der Hobbit war ja dann noch die Vorgeschichte, wo er den Ring dann als Element genommen hat, für die Entwicklung dieser, quasi dreiteiligen Fortsetzung) Kann also eine Taktik sein sich eine Karte zu zeichnen, die aber sicher nicht für jeden aufgehen muss. Ich bin jetzt 18 Kapitel lang einfach drauflosgestolpert, brauch für meine Triologie jetzt aber auch eine größere Wand, die ich künstlerisch gestalten kann, um eine Art Storyboard für die Umsetzung des Gesamtplots zu gestalten, wie auch immer das im einzelnen aussehen mag. Bin da noch am tüfteln wie ich meine Romanwerkstatt einrichte. Der Bildschirm alleine reicht bei mir jedenfalls nicht mehr aus. Eine ganze Karte meiner Welt müsste ich aber jemand haben für, der sie mir zeichnet und das ist sicherlich dann eher fürs Endprodukt interessant und eine Fragestellung ob überhaupt leistbar.

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  • Dreammaker

    Na ihr sleepyheads, seid ihr noch am schlummern?

    ich hab mir hier gerade ein paar deliscious Buletten aufgesetzt (Frau Poppes Würzmischung aus Höhle der Löwen ist echt der Knaller.),
    und bin hier gerade am überlegen wie ich meine Romanwerkstatt einrichte.
    Ich bin wirklich am sinnieren, ob ich mir einfach ein paar mdf-Platten bei mir an die Wand nagel.
    (Stellwände zählen scheinbar zum Messe-Equipment und werden irgendwie als exorbitanter Luxusartikel ab 600 aufwärts
    gehandelt, puh, mein lieber Scholli!)

    Darüber hinaus frag ich mich gerade wo die Franzosen eigentlich mit ihren phantasievollen Werken bleiben.
    Wieso erreicht uns da nicht mehr, das macht mich irgendwie gerade stutzig.
    Daher die Tagesfrage heute an euch. Gab es nach Jules Verne denn keinen nennenswerten französischen Beitrag mehr zur Phantastik?
    (den kleinen Prinzen mal außen vorgenommen) Habt ihr evtl. doch noch einen Geheimtipp aus der französischen Literatur
    für mich die die Fantasy bedient? (Wie heißt das Genre bei den Franzosen überhaupt?)

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