• Dreammaker

    @dragoness Ich denke, dass wir als Menschen darüber einfach noch zu wenig drüber wissen, aber ich denke schon, dass Tiere sich untereinander unterhalten. Anders, unverständlich und je nach Tierart umfänglicher oder weniger. Elefanten z.B. kommunizieren auch per Infraschall, dass sind Töne unterhalb der menschlichen Hörschwelle, hat man aber auch erst 1984 rausgefunden. Danke an dieser Stelle dem Zoo-Hannover für diese faszinierende Erkenntnis. (Ja, ich les mir wirklich jedes Schild am Gehege durch :joy:)
    David Safier hat tierische Unterhaltung auch in seinen Werken verwendet. Z.B. in Muh! oder Mieses Karma, glaub ich) Es wird in der Literatur halt bloß nicht oft gemacht.
    Das mit der weltweiten Widergeburt ist nicht so schlimm. Katzen haben ja erstaunliche Fähigkeiten. Hape Kerkeling und ich glaub auch Konsalik im genannten Werk beschreiben das, dass eine Katze egal wo sie sich befindet spüren kann, sobald Frauchen/Herrchen sich auf den Weg zu ihr machen. Kerkeling in einem Fernsehinterview, die hatten eine Katze in Italien: “Die wusste schon 48h vorher, dass ich komm.” Und das ohne dass er es angekündigt hätte, und hat ihm am Gartenzaun empfangen. Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=DB2diYwGl8Y (Timestamp: 01:10:11) Vielleicht ist Hapes Katzenbuch ja auch eine gute Recherchelektüre, hab ich auch noch gar nicht reingeschaut. Also das seh ich nicht als Problem an, dass eine Katze die am anderen Ende der Welt wiedergeboren wird, ihr Herrchen/Frauchen nicht wiederfinden würde. Musst nur gucken wie sie zu ihm/ihr reist.

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  • Dreammaker

    @dragoness sagte in Meine Katzengeschichte braucht Unterstützung:

    Erst einmal eine kleine Umfrage vorweg: ist es eher so, dass die Redewendung „Eine Katze hat sieben Leben“ bekannt ist, oder scheint „Eine Katze hat neun Leben“ gängiger zu sein?

    Da hat wohl auch jemand am Sonntag den Fernsehgarten geguckt. :joy:
    Da wurde es ja eigentlich schon gesagt, das mit den 9 Leben kommt wohl eher aus Richtung Ägypten und das mit dem 7 stammt aus anderer Überlieferung. Da konnten sich die verschiedenen Völker wohl nicht ganz einigen was die magischere Zahl ist? Evtl. auch ein Übersetzungsfehler zwischen den Sprachen?

    Ist es interessanter, wenn sie Beobachter einer größeren Geschichte hinter den Menschen ist, oder sind ihre eigenen Schritte die Dinge, die man lesen will?

    Beides würde ich sagen. Es ist interessanter ihre Welt zu sehen, aber auch wie sie die Welt der Menschen wahrnimmt, wobei man sich da überlegen muss, was sie davon versteht. Insbesondere die Möglichkeit, dass sie sich ja mit ihren Artgenossen unterhalten kann (Wenn man davon ausgeht, dass Katzen so etwas tun.) und was diese in Abwesenheit der Menschen heimlich so alles machen.

    Als Zielgruppe möchte ich in erster Linie junge Erwachsene und alles darüber ansprechen. Also wenn euch da was einfällt, wie man das ganze interessanter gestalten kann,

    Ja, also da fallen mir gleich mehrere Dinge ein.

    1. Ich fand immer den alten Film, 1978 - Die Katze aus dem Weltraum (Originaltitel: The Cat from Outer Space) so mystisch, weil die Katze diese geheimnisvolle grüne Perle am Halsband trug. War das Disney? Aber das war zum Verücktwerden, der ist in meiner Kindheit noch hin und wieder gelaufen im Fernsehen, aber schon seit Ewigkeiten verschollen. Habe dementsprechend bis in die späten Nullerjahre gebraucht um ihn vom Titel her wiederzufinden. Den Film selbst bekommt man schon lange nirgends mehr.
    2. Akif Pirincci - Felidae. (Auch sehr verschollen für einen 1983er Jahrgang wie mich, obwohl er 1989 mit diesem ersten Katzenkrimi überhaupt, den Vogel abgeschossen hat und damit sehr erfolgreich war. Wurde gehandelt als der wohl exquisiteste Krimi des Jahres -stern. Sehr authentische Verwendung von Katzenverhalten, gibt am Ende auch seine Recherchequellen preis. Hier war es sehr prickelnd die Welt aus Francis Augen zu sehen und wie er sich mit seinen Artgenossen unterhält und was sie so umtreibt. Man erfährt auch sehr viel über Katzen, dass z.B. ihre Schnurhaare wie ein Radar sind und sie sich dadurch nachts so gut zurechtfinden. Katzen verfügen wie z. B. Hirsche und Pferde einen chemischen Sinn, der zwischen Geruchs- und Geschmackssinn angesiedelt ist. Dieser nimmt mittels eines eigenen Fühlers riechbare Moleküle war. Bezeichnet als J-Organ, benannt nach seinem Entdecker Jacobson. Dient unter anderem dazu, um betörende Gerüche im Urin von rolligen Weibchen wahrzunehmen. Seine Rechercheliteratur:
      Dennis Turner/Patrick Bateson: Die domestizierende Katze, Rüschlikon 1988.
      Michael Wright/Sally Walters: Die Katze. Handbuch für Haltung, Zucht und Pflege 1985.
      Desmond Morris: Catwatching. Die Körpersprache der Katzen 1987
      (Inzwischen gibt es ja bestimmt auch aktuellere Literatur, aber ich glaube das brauchst Du auf jeden Fall: Katzenliteratur, um dich in sie hinein versetzen zu können).
    3. Konsalik (etwas umstrittener Autor zugegebenermaßen, manchmal etwas schlüpfrig und auch viel Schund dabei, einiges ist aber sehr lesbar und irgendwie ist seine verspielte Wortgewandtheit doch herausragend und so selten zu finden heute. Man muss wissen welche Titel sich von ihm lohnen) z. B. Der Mann der sein Leben vergaß: Hier hast Du ein Beispiel wie jemand eine Seelenwanderung erlebt. Eines Tages auf einer Parkbank einschläft und am nächsten morgen in einem anderen Land im fremden Körper wieder aufwacht. Dafür ist der Besitzer dieses Körpers jetzt in seinem. Sehr spannend was daraus alles resultiert.
    4. In Sachen Katzenroman gibt es dann von mir zum Abschluss noch mein absolutes Highlight, da geht es dann um Katzen mit magischen Fähigkeiten die fliegen können. Auch super verschollen, ist mir in meiner Jugend mal zufällig in die Hände gefallen, ist aber nach wie vor ein Juwel in meiner Sammlung: Joan Aiken - Der Zauberschatz von Astalon

    Hoffe, da ist der ein oder andere Impuls für dich dabei.

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  • Dreammaker

    @MarinaZ. Das hatte ich auch. Da hilft nur Struktur reinbringen. Für mich, und das muss nicht die Lösung für alle sein, war aber entscheidend meiner Geschichte auch den nötigen physikalischen Platz zu geben, weil irgendwo muss man ja seine Ideen ausbreiten/aufhängen können. Eindruck von meiner Romanwerkstatt: https://schreibnacht.de/topic/21110/schreibtag-05-04-2022/5 (Lange Rolle Tischfolie mit Tesapowerstrips an der Wand befestigt)
    Darüber hinaus hab ich mir auch eine gewisse digitale Ordnerstruktur angelegt. Ich plane ein ca. 500 Seiten Roman, da ich erfahrungsgemäß 5 Seiten pro Kapitel benötige, kalkulier ich mit ca. 100 Kapiteln. Für jedes hab ich mir zu Beginn 1 leere Worddatei angelegt und disese durchnummeriert. Durch nachfolgenden Ausschnitt meines Nummerierungssystem, bekommst Du einen Eindruck der Sortierung, bzw. wie ich die Dateien in der richtigen Reihenfolge im Ordner hinbekomme. Bei mir sind die Ideen auch bunt durcheinander geshakt, aber lerne sie einem bestimmten Abschnitt zuzuordnen. Nur so kann es klappen. Für mich ist der Roman auch ein mehr als 10.000 Teile Puzzle. Einfach rein ins kalte Wasser, machen, ausprobieren, basteln, korrigieren, umschnitzen, zuordnen, schreiben, sortieren und das Ganze immer wieder. Denn wenn man nicht weiß wohin mit seinen Ideen, kann es nur blockieren. Bei Dir klingt es auch danach, dass Du wie ich nicht chronologisch schreiben wirst, hat Diana Gabaldon auch nicht, alles eine Frage der Übung und der Orga. Teil 2 und 3 sind bei mir auch schon in der Planung/Hinterkopf. Hierfür hab ich je einen separaten Ordner auch mit den vorangelegten Dateien. Daneben führ ich noch etwaige Texdateien mit Ideen. That´s my system, hope it helps.
    0_1653325079910_Ordnerstruktur.PNG

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  • Dreammaker

    Oh! :astonished: ich hab ja ein ESC Sonderbadge gewonnen. Vielen Dank für die Überraschung. :heart_eyes: Das schnall ich mir doch gleich mal um. War in der Tat ein schöner Thread unser Plauderabend zum ESC, so sehr, dass ich auch glatt vergessen habe im Gute Nacht Thread abschliessend vorbeizuschneien und good bye zu sagen. Der Contest war so vielfältig und so schön wie 2011 nicht mehr, welch ein bunter Abend.

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  • Dreammaker

    @Seth kenn ich. Mein Trick ist dann immer mir 3 leere weiße Blätter hinzulegen. Warum? Weil ich meine Kapitel immer in 3 Abschnitte teile: Anfang, Mitte, Ende. Ja, überwinde dich deine Idee auf jeden Fall einmal so roh aufzuschreiben, auch wenn es noch schrecklich klingt. Meist ist diese ja aus dem Zusammenhang heraus gegriffen, so dass diese recht lose irgendwo mittig erstmal steht (mittleres Blatt also befüllen) und dann kannst Du versuchen drumherum zu ergänzen und auch jeder Zeit den Anfang oder das Ende des Kapitels zu bedienen und füllst nach und nach die Lücken. Das hat dann den Character einer Bastelarbeit und muss beim ersten mal ja auch noch nicht perfekt sein. Ein Maler geht meist auch mehrmals mit Farbe übers Gemälde drüber und schnitzt sich das Quasi zurecht. Ich fand auch den Hinweis von Judith Holofernes aus der 96. Schreibnacht hilfreich. Lerne was neues und reg damit Dein Gehirn an und sei es über Dokus bei Youtube. Vulkane/Erdgeschichte/Weltraum/Altes Ägypten was auch immer dich interessiert, gibt ja ohne Ende. (Natürlich reichen für ein Kapitel meist nicht 3 Seiten, das baut sich dann automatisch auf die gefühlt richtige Größe auf.)

    Edit: Das hat bei mir Anfangs am meisten blockiert, weil man den Anfang des neuen Kapitels meist eine Weile nicht finden tut. So kann ich flexibel auch von der Mitte aus nach hinten oder vorn entwickeln, sonst auch mit Stichpunkten die Lücken auffüllen/vorskizzieren und mich so langsam herantasten. Ist die etwas experimentale Herangehensweise.

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  • Dreammaker

    To make a long story short. Ich würde es durchaus mögen, das genauer zu beschreiben für die Story, Beispiel bei Avatar: Wenn die Figuren blau sind, warum sollte man das verschweigen? Wäre doch super schön eine Story zu haben mit Figuren aller Couleur, wo die Hautfarbe echt kein Thema ist, so wie es in unserer Welt auch sein sollte. Nur hierzu muss man natürlich das Erscheinungsbild zumindest einmal aufzeichnen, um es dann zur Nebensächlichkeit/Belanglosigkeit verkommen zu lassen. Ich denke für Deine Testleser war es einfach ungewöhnlich, weil sowas natürlich bislang eher unüblich ist / selten vorkommt in der Literatur. (Diese ganzen gelben Simpsons-Figuren waren anfangs auch ein Schock, aber erfolgreich) Your choice, think about it. Schau halt nur, dass es nicht wie überflüssiges Infodumping wirkt und web es in die Story mit hinein.

    Meine gelungenste Form des Hineinwebens übrigens (immer noch):
    Dschungelbuch: Probier´s mal mit Gemütlichkeit
    Der Song wirkt nicht aufgesetzt auf den Film, sondern er hat einen Hauptpart, setzt mit der Erzählung Balus ein, setzt dann kurz aus, es folgt ein wenig Handlung und dann setzt er aus dem Nix wieder ein, an passender Stelle. Der ist wunderschön in den Film hineingewoben)

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  • Dreammaker

    Och nö, nicht schon wieder irgendwelche Maigewitter hier im Anmarsch, oder? Weichet von mir, ich mag euch nicht, schwebt bloß woanders hin. :wind_blowing_face:

    Edit: Da kommt ja gleich tatsächlich eine Regenwand aus Bad Oldesloe rüber. Dann reise ich auch nochmal eben schnell zum Supermarkt, bevor´s hier rund geht und verbring unverhofft doch noch Zeit in meiner Geschichte heute.

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  • Dreammaker

    Ich bin da auch eher zurückhaltend mit. Zuviele Komponenten die stimmen müssten. Die Wellenlänge/Schreibstil, Arbeitstempo und vieles andere muss matchen. Viele Detailfragen gehören geklärt bis hin dazu wer welche Rechte hat, und alle Fragen zur Veröffentlichung etc. Ich hab mal bei der VHS Hamburg einen Online Kurs zum Thema Schreiben im Tandem vor ein paar Monaten mitgemacht. Das war ganz interessant. Die Teilnehmer bekommen viele Infos von den 2 Kursleitenden die schon lange im Tandem schreiben und dann wird man unter den Teilnehmern zugelost und kann in separaten digitalen Räumen ausprobieren mit jemanden dort ein paar kleine Szenen zusammen zu schreiben, um auszuprobieren, ob einem sowas liegt und im Anschluss der Gruppe präsentieren. Und wenn´s ganz super läuft findet man dort ja vielleicht zufällig auch eine längerfristige Partnerschaft. Der aktuelle Kurs für Juni ist zwar ausgebucht, aber der kommt immer mal wieder: https://www.vhs-hamburg.de/kurs/kreatives-schreiben-im-tandem/336556
    Augen offen halten danach lohnt sich also. Man erhält im Anschluss auch eine Checkliste was bei einer Schreibpartnerschaft alles zu beachten ist. Dadurch, dass es ein Onlinekurs ist kann man auch von überall aus teilnehmen. Vor allem das wichtigste ist, wenn man tatsächlich eine Schreibpartnerschaft eingeht, dass man sich auch persönlich trifft, um sein Gegenüber genauer kennenzulernen. Das ist ja dann schon eine längerfristige Sache, die man nicht nur online begehen sollte und großes Vertrauen voraussetzt. Kann bestimmt Spaß machen, wenn man den perfekten Match gefunden hat.

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  • Dreammaker

    Mein Wohnzimmer ist schon zum halben Atelier verkommen, mangels separaten Arbeitszimmer.

    Ich bin so´n bisschen wie dieser eine Schriftsteller aus der ersten serienmäßigen Columbofolge von Steven Spielberg: Murder by the Book (Tödliche Trennung)

    Bei mir fliegen auch unzählige Notizzettel in der ganzen Wohnung verteilt rum und jeder hat seinen exakten Platz bis er an der Reihe zur Verarbeitung ist. Hier wandert nicht ein Papierschnipsel ohne meine Endkontrolle in den Papierkorb. Eine Katze die sich in meine Aufzeichnungen legt, würde mich allerdings in den Wahnsinn treiben. Kann ich mir auch gar nicht erlauben. Meine Angst, dass sie eines Tages versehentlich die Leitung vom Gasherd aufschlitzt ist viel zu groß.

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  • Dreammaker

    Ein wilder Ritt durch so manchen Albtraum hier beim mir. Der Geschichte hat´s aber merkwürdigerweise geholfen. In den Wachphasen haben sich ein paar charmante Fragmente ergeben mithilfe meines Nachtpapiernotstapels. @Dragoness Hach, diese Katzen. Woher wissen die bloß immer, wann wir keine Zeit haben? (Kenn ich von Verwandten, die welche haben)

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