• J
    Jenny-Mai Nuyen

    Ach, ich sehe jetzt erst, dass ich schon vor Ewigkeiten hätte Schluss machen können!
    Das hätte ich natürlich nicht >.<

    Ich stöber ja immer noch im Forum rum. Also … man sieht sich!


    *man schreibt sich.

    Verfasst in 10. Gemeinsame Schreibnacht - 12.04.14 weiterlesen
  • J
    Jenny-Mai Nuyen

    @'Anja said:

    Ich trau mich fast nicht… Ich trinke Alpro-Mandel ;)

    Haha! Und das war jetzt gar kein Auslachen. Niedlich find ich das >.<

    Alkohol beim Schreiben funktioniert bei mir gar nicht. Ich bin auch ganz froh drum, seit ein arabischer Wahrsager mir mal prophezeihte, ich würde Alkoholikerin werden. (Das Schockierende war, dass mein Vater mich dann angeblich pflegen würde. Aus dem Grund will ich es tunlichst vermeiden, Alkoholikerin zu werden.)

    Allerdings hab ich mal eine Adderall-Tablette genommen und geschrieben (darf ich das sagen?), was kein besonders gutes Resultat erzielte. Da lobe ich mir doch die Mandelmilch!

    (Heute trink ich aber Kokosmilch.) ;)

    Verfasst in 10. Gemeinsame Schreibnacht - 12.04.14 weiterlesen
  • J
    Jenny-Mai Nuyen

    Hallo Meersalz! (mmh, lecker)

    Vom Schreiben leben zu können war ein Luxus, an den ich mich erst gewöhnen musste. Mit der Freiheit verantwortungsvoll umzugehen und weder in Selbstzweifeln zu versinken noch abzuheben, ist für mich ein ständiger Kampf, wenn er auch immer leichter zu gewinnen wird.

    Da ich eher ein neurotischer Mensch bin, passiert es schon mal, dass ich meinen Arbeitstag um drei Uhr morgens beginne oder mehrere Tage am Stück gar nichts zu Papier bringe. Letztlich muss man seine Leidenschaft vor dem Pragmatismus schützen wie eine zarte Pflanze und am Besten nie darüber nachdenken, dass man mit dem Schreiben, mit seinem Intimsten, auch das Geld verdient, das Vulgärste und Gewöhnlichste anstellt.

    Verlagen und Lektoren gegenüber hat man die Verpflichtung, den Text rechtzeitig abzugeben, den man ihnen versprochen hat. Und im Idealfall finden sie ihn auch noch toll.

    Außerdem sollte man als vollberuflicher Schriftsteller genug Schlafanzüge besitzen, denn das ist die Arbeitskleidung.

    Wenn du die ganze Wahrheit über meinen Alltag als Schriftstellerin wissen willst, kannst du dir die Fotostrecken auf meinem blog ansehen (es gibt zwei Tage):
    http://www.jennymainuyen.de/?p=295

    Liebe Grüße,
    Jenny

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  • J
    Jenny-Mai Nuyen

    Jesus, seid ihr fleißig!

    Ich bin viel erschöpfter vom Beantworten der Fragen als ich dachte. Erstmal einen Ginseng-Tee kippen. Und dann mal schauen, ob ich noch was zu Papier bringe…

    Aber euer Fleiß motiviert mich :)

    Verfasst in 10. Gemeinsame Schreibnacht - 12.04.14 weiterlesen
  • J
    Jenny-Mai Nuyen

    Liebe Anna,

    danke für das Lob (bin ganz rot geworden - aber das soll ja gesund sein) :D

    Wenn ich schreibe, dann versuche ich einfach so exakt wie möglich den Tagtraum zu protokollieren, der mir durchs Hirn flimmert. Dabei ist die Sprache aber nicht einfach ein Werkzeug, sondern etwas sehr Sinnliches, mit dem in Berührung zu kommen ein Genuss innewohnt: Worte sind mit Gegenständen vergleichbar, haben nicht nur Aussehen und Klang, sondern auch Geschmack, Konsistenz und Atem. So wie Gefühle und Gedanken, Gemütszustände allgemein. Um diese Komplexität halbwegs darzustellen, muss ich Bilder benutzen, in denen sich die Sinneseindrücke kreuzen.

    Es freut mich sehr, wenn das Resultat dann nicht nur für mich, sondern auch andere verständlich ist ^^

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  • J
    Jenny-Mai Nuyen

    Hallo Jenny!

    Das ist eine kniffelige Frage. Um mir jetzt nicht denselben “Haufen Arbeit” zu machen, den du dir machen musstest (weil ich faul bin), gehe ich mal zu Stichpunkten und Vermutungen über:

    Man schreibt, weil

    • man interessiert ist an der Welt
    • überfordert ist von der Welt
    • Aufmerksamkeit und Lob will
    • Verschwinden und untertauchen will
    • sich selbst für ungemein wichtig hält
    • an schrecklichen Selbstzweifeln leidet
    • mehr zu wissen glaubt als alle anderen
    • nichts versteht und durch das Schreiben zu verstehen hofft.

    Das alles scheinen mir Gründe gewesen zu sein, die mich zum Schreiben trieben. Dann gibt es aber noch die schönen Motivationen, die man leicht zugibt:

    • Der Genuss, mit Sprache umzugehen, zu formulieren, ins Ungreifbare zu greifen und der Wahrheit eine Gestalt abzuringen
    • Die Freude an Geschichten, die Sehnsucht nach Abenteuern, Liebe, Gefahr - dem echten Leben, das sich immer nur im Inneren abspielt.

    Und zum Schluss natürlich die Einsamkeit. Durch das Schreiben kontaktiert man alle Wesen, die einen verstehen können, in der Vergangenheit, der Zukunft, der Vorstellung und der Wirklichkeit. Dann fühlt man sich nicht mehr einsam.

    Liebe Grüße,
    Jenny

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  • J
    Jenny-Mai Nuyen

    Hallo Ann-Kristin!

    puh, von meinen “Kindern” das auszuwählen, das ich am meisten liebe, ist wirklich gemein. Aber nichts, was ich nicht versuchen würde! ;)

    Wobei ich ein bisschen schummeln muss. Weil ich bei allen meinen Büchern bestimmte Aspekte mag (oder auch gar nicht), lässt sich eine klare Hierarchie der Beliebtheit kaum erstellen, wohl aber eine Vergabe von Auszeichnungen.

    1. Lieblingsfiguren: Wahrscheinlich "Rabenmond"
    2. Lieblingssprache: "Noir"
    3. Lieblingsatmosphäre: “Drachentor”

    Oder? Keine Ahnung, vielleicht auch ganz anders. Ich hab die Bücher nur geschrieben, ich kann sie nicht auch noch beurteilen!

    Meine Lieblingsbücher von anderen habe ich vor zwei Tagen hier vorgestellt: http://tructrucbooks.blogspot.de/2014/04/autorenvorstellung-jenny-mai-nyuen.html

    Wer selber schreibt, sollte diese versunkenen Schätze unbedingt lesen!

    Liebe Grüße,
    Jenny

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  • J
    Jenny-Mai Nuyen

    Hallo Daniel,

    wow, “Top-Autor aus Deutschland” lass ich doch gern auf mir sitzen ^^

    Und ich erinnere mich auch an dich! Wie schön, dass wir uns hier mal wieder begegnen.

    Also, zum neuen Buch darf ich eigentlich noch nichts Genaues sagen. EIGENTLICH. Weil ich bisher versucht habe, den Erscheinungstermin nach vorne zu zerren, was der Verlag mit seinem Programm aber nicht vereinbaren konnte.
    Deshalb wird es noch so lange dauern, dass mir ein bisschen zum Heulen zumute ist. Nämlich mehr als neun Monate. Aber weniger als fünfzehn Monate. Irgendwo dazwischen. Seufz.

    Allerdings hab ich mir was überlegt, um die lange Zeit zu überbrücken, und seit gestern weiß ich auch, dass der Verlag damit einverstanden ist! Ich möchte nämlich den Großteil des Buches vorab kostenlos auf meinem Blog veröffentlichen, mit Hintergrundinfos und Illustrationen und allem drum und dran. Natürlich wäre es richtig toll, wenn viele Testleser mitmachen.
    Das könnte dann schon dieses Jahr starten. Ich tue alles in meiner Macht Stehende, damit es so bald wie möglich passiert! Denn ich bin ja auch schrecklich neugierig, wie die Geschichte ankommt…

    Wenn es losgeht, werde ich das natürlich brühwarm auf Facebook und auf meinem Blog ankündigen :)

    Alles Liebe,
    Jenny

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  • J
    Jenny-Mai Nuyen

    Hallo Caterina!

    “In 3D Programmen selber formen” - was heißt denn das?? Ich kenne das bisher nur aus Beziehungen. Da formt sich ja angeblich der eine oder die andere aus dem gegebenen Material erst den Traumpartner… ;)

    Meine Figuren sind unterschiedlich ausgearbeitet. Manchmal weiß ich nichts über sie außer den Dingen, die ihnen widerfahren, und ich lasse sie als reines Produkt der Umstände agieren. Dadurch erfahre ich dann erst, wer sie sind, und das ist spannend.
    Öfter schwebt mir ein gewisser Typ vor - ein psychologischer Unterbau aus Ängsten, Hoffnungen, Sehnsüchten, Verhaltensweisen, etc. Wichtig sind dabei wohl gewisse Ankerpunkte wie Selbstwertgefühl und Temperament. Und meine Hauptfiguren zeichne ich auch gerne. Vor allem, wenn sie hübsch sind und männlich ^^

    Liebe Grüße,
    Jenny

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  • J
    Jenny-Mai Nuyen

    Hallo Sabrina!

    Och, ich bin doch gern hier >.<

    Meine Geschichten verselbstständigen sich regelmäßig! Wenn es nicht so wäre, würde es mich ja furchtbar langweilen, sie zu schreiben.

    Allerdings muss ich trotzdem planen. Ich muss wissen, dass die Geschichte funktionieren kann - wie sie dann genau funktioniert, überlass ich aber den Figuren und meinem Gefühl.

    Dass dabei alles logisch bleibt, ist meine Verantwortung. Etwa dreißig Seiten vor Ende habe ich meistens ein Problem, muss für ein paar Tage mit dem Schreiben aufhören und herumknobeln. Die Lösung kommt aber immer. Die Geschichte hat bis dahin ja auch eine gewisse innere Logik entwickelt, die alles übersteigt, was ich mir noch ausdenken könnte.

    Liebe Grüße,
    Jenny

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  • J
    Jenny-Mai Nuyen

    Liebe Sarah,

    die Zusammenarbeit mit einer Agentur sieht im besten Fall so aus:
    1. Autor bewirbt sich
    2. Agent ist begeistert und nimmt das Manuskript unter Vertrag, wobei er bei erfolgreicher Vermittlung 15 Prozent des Autorenhonorars bekommt.
    3. Agent steckt Verleger und Lektoren, die er gut kennt und die ein Programm führen, in welches das Manuskript ideal passt, mit seiner Begeisterung an. Außerdem verhandelt er über das Autorenhonorar, die Platzierung etc. und holt das Beste für das Manuskript heraus.
    4. Alle freuen sich!

    Wenn ein Agent an ein Manuskript glaubt und es trotzdem nirgends unterbringen kann, wird der Vertrag meistens aufgelöst. Sofern der Agent also seine Aufgabe nicht erfüllt hat, kann der Autor das Buch auch selbst versuchen zu verkaufen.

    Und ganz bestimmt werden Manuskripte von Agenturen eher, lieber und schneller im Verlag gelesen. Einfach weil man sich kennt, mehr Vertrauen besteht und Agenturen Verlage nicht wahllos anschreiben, sondern wissen, wer was sucht.

    Ich hoffe, das hilft dir weiter!

    Liebe Grüße,
    Jenny

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  • J
    Jenny-Mai Nuyen

    (nochmal) Hallo, Jenny!

    Dadurch, dass ich auf eine Ganztagsschule ging, als ich mit dem Schreiben anfing, war ich schon ziemlich gestählt, was die optimale Nutzung meiner Zeit anging. Aber das erste Studium in Florenz und New York war trotzdem hart. Ich konnte mir die teure Uni nur leisten, indem ich mindestens ein Buch pro Jahr schrieb. Gleichzeitig verlangte das Studium neben der Zeit noch etwas, das die Schule nicht verlangte: uneingeschränkte Leidenschaft fürs Fach. Und das hat mich nach zwei Jahren sehr ausgelaugt.

    Ich brach das Studium ab und zog nach Berlin, wo ich für drei Jahre “nur” schrieb, aber ich war so erschöpft, dass ich weniger aufs Papier bekam denn je. Als ich vorletztes Jahr wieder mit einem Studium begann, wurde ich auch wieder produktiver.

    Allerdings studiere ich jetzt gaaanz langsam, mit nur drei Seminaren pro Semester ;)
    Dadurch hab ich auch mehr Zeit zum Malen.

    Liebe Grüße,
    Jenny

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  • J
    Jenny-Mai Nuyen

    Hallo Jenny!

    Eigentlich habe ich immer gemalt, lange bevor das Interesse für Bücher aufkam. Als ich dann mit dem Schreiben anfing, habe ich das Zeichnen eher dafür eingespannt, um die Figuren und Orte für mich noch erlebbarer zu machen. Gelernt habe ich beides durchs reine Üben :) Wobei ich natürlich in der Schule Kunst als Leistungsfach belegte, als ich endlich konnte.

    Alles Liebe,
    Jenny

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  • J
    Jenny-Mai Nuyen

    Liebe Lisa,

    erstmal danke für das Lob :)

    Ich schreibe wahrscheinlich deshalb lieber Einteiler, weil ich immer schon eine andere Geschichte in Aussicht habe, die ich unbedingt umsetzen will. Immerhin, einmal hab ich die Geduld für eine Fortsetzung aufgebracht: “Feenlicht” und “Magierlicht” erzählen eine Geschichte.
    Und bei dem Roman, den ich gerade fertig geschrieben habe, könnte ich mir ebenfalls vorstellen, eine Fortsetzung dranzuhängen… mal sehen.

    Alles Liebe,
    Jenny

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  • J
    Jenny-Mai Nuyen

    Hi Ilora!

    Die Namen meiner Figuren denke ich mir aus, wenn es sich um phantastische Romane handelt. Ansonsten suche ich recht ausgiebig nach passenden existierenden Namen (oder erfinde Spitznamen). Wichtig dabei ist nicht nur der Klang, sondern auch, wie der Name geschrieben aussieht, weil man ihn ja immer liest. Er sollte auf jeden Fall den Charakter der Figur erfassen oder zumindest einen Teil von ihr beleuchten.

    Ich habe mir nach meinen ersten beiden Romanen (für die Schublade) angewöhnt, den Plot in Stichpunkten aufzuschreiben, bevor ich loslege. Am Ende halte ich mich nie an den Plan. Aber ich muss wissen, dass die Geschichte zumindest auf einem Weg vom Anfang bis zum Ende führen kann. Dann sind auch dutzende andere Wege möglich, und für einen entscheide ich mich dann nach Gefühl während des Schreibprozesses.

    Eine inspirierende Nacht wünsch ich dir ebenfalls!

    Verfasst in Fragestunde mit Jenny-Mai Nuyen weiterlesen

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