• Stefanie Hasse

    @JennyE sagte in Veröffentlichung über einen Verlag:

    Guten Abend Steffi und danke, dass du dir die Zeit nimmst, uns Fragen zu beantworten! :-)
    Mich interessiert dein Weg der Veröffentlichung deines ersten Werkes. Wie lief das genau ab, bis du letztendlich bei deinem Verlag gelandet bist? Was war wichtig für dich in der Zusammenarbeit mit dem Verlag?
    Viele Grüße und glückwunsch zur baldigen Veröffentlichung! :-)

    Huhu :-)
    Bei mir lief es wohl nicht ganz “traditionell”.
    Ich habe damals (aus Mangel an Geduld, zu dem stehe ich heute) meine erste Trilogie im Selfpublishing veröffentlicht. Als sie dann komplett war, kam der Kontakt zu Carlsen/Impress und die Trilogie wurde übernommen. Danach liefen alle Projekte über Impress (eine der Trilogien - BookElements - ist ja mittlerweile ins “richtige” Taschenbuchprogramm von Carlsen gerutscht), bis Loewe mich gefragt hat, ob ich nicht auch eine Idee und Lust auf eine Zusammenarbeit mit ihnen hätte.
    Mittlerweile werde ich durch die Agentur Meller Literary Agency vertreten, die vermitteln nun die weiteren Projekte.

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  • Stefanie Hasse

    @Kyavin sagte in Routine:

    Hallo Steffi, schön, dass du da bist. Mich würde interessieren, wie deine (tägliche) Schreibroutine aussieht. Hast du überhaupt eine?
    LG Verena

    Ich versuche, wirklich täglich (unter der Woche) alles gleich zu machen (Gewohnheitstier).
    Sobald die Kinder aus dem Haus sind, klappe ich den Laptop auf und lese über den Teil, den ich am Vortag geschrieben habe (lösche Rechtschreibfehler oder formuliere auch mal um, wenn mir am Vortag später noch etwas Besseres eingefallen ist), dann bin ich wieder voll im Text, spüre die Atmosphäre der Szene wieder und kann mich dann voll auf den nächsten Teil konzentrieren :-)
    Und dann hoffe ich, dass ich 5-10 Normseiten schaffe, ehe es Zeit ist, Essen zu kochen. Kurz bevor ich aufhöre, notiere ich mir in Stichpunkten, wie ich jetzt aktuell weiterschreiben würde, dann ist für den Tag Feierabend.
    Je nach Stimmung lege ich zum Schreiben dann noch passende Musik ein - aber das ist wirklich von Buch zu Buch unterschiedlich.

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  • Stefanie Hasse

    @Juliana_Fabulax3 sagte in Ideen für neue Bücher:

    Hast du bereits viele Ideen für neue Bücher und ebenfalls mit Plotbunnys zu kämpfen oder kommt da eins nach dem anderen. Idee niedergeschrieben und dann erst die nächste :D?

    Ich muss die bösen Plotbunnys in ein eigens dafür erschaffenes Gefängnis stecken: Ein Notizbuch, in dem ich Ideen notiere, die es IRGENDWANN weiterzudenken lohnt. Das heißt, sie haben eine Ausgangssituation, einen Midpoint, einen All-is-Lost-Moment und ein Ende. Was diese Punkte auf die Schnelle nicht bieten kann, lohnt sich nicht zu notieren. Falls ich irgendwann dann mal kein aktuelles Projekt habe oder auf Rückmeldung vom Verlag warte, ziehe ich einen dieser Gefängnisinsassen heraus und schreibe einfach drauf los und schaue, ob ich es bis zu einer Leseprobe schaffe.
    Ich kann nicht an mehreren gleichzeitig arbeiten, sondern habe immer ein aktuelles Manuskript (egal in welchem Stadium - derzeit stehe ich vor der ersten Überarbeitung), dann ein Projekt über das laufend mit dem Verlag kommuniziert wird (aktuell Schicksalsjäger, Band 2 nach Schicksalsbringer) und eine Idee, die im Hinterkopf gärt (das wäre dann der Ex-Insasse, den ich mir als nächstes zur Brust nehmen werde, wenn die Überarbeitung vom Manuskript abgeschlossen ist)

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  • Stefanie Hasse

    @Juliana_Fabulax3 sagte in Wie plottest du deine Geschichte?:

    Hallo Steffi, schön das du heute Abend hier bist. Ich wollte gerne wissen, wie du deine Buchidee planst. Was ist deine Plotmethode :)?

    LG, Juliana

    Ich habe es ganze ZWEIMAL von mittlerweile 15 beendeten Manuskripten mit Plotten versucht - und es endete jedesmal vollkommen anders als geplant. Deshalb gibt es bei mir nur noch die wichtigsten dramaturgischen Elemente vorab: Ausgangslage, auslösendes Ereignis, usw.
    Die kann ich dann mit dem ganzen Rest des Textes füllen und in der Regel bleiben die sogar bestehen (aber sicher ist das nie, beispielsweise, wenn aus einem Einzelband doch eine Dilogie wird >.<)

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  • Stefanie Hasse

    @Jennie sagte in Willkommen zur Fragestunde!:

    Wir freuen uns sehr, dass @Stefanie-Hasse uns heute eine Stunde lang Fragen beantworten. Seid nicht schüchtern, ihr dürft sie duzen und ihr unendlich viele Löcher in den Bauch fragen.

    Danke, dass du hier bist, Steffi! <3

    Ich freu mich, dabei zu sein <3

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  • Stefanie Hasse

    @Jennie sagte in Vielen Dank!:

    Liebe Steffi, das war eine harte Fragestunde mit vielen Serverausfällen. Danke, dass du trotzdem so tapfer jede Frage beantwortet hast.
    Ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage, dass wir viel von dir lernen konnten & dir für “Schicksalsbringer” alles Gute wünschen! <3

    Es waren wirklich interessante Fragen dabei und es hat richtig viel Spaß gemacht.
    Ich habe also zu danken <3

    Und wenn ansonsten noch Fragen brennen - ich beiße auch auf FB oder per Mail nicht :-)

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  • Stefanie Hasse

    @Juliana_Fabulax3 sagte in Schreibratgeber, welche kannst du empfehlen?:

    In einem anderen Thread hab ich gelesen das du einige hast, welche kannst du denn empfehlen (am besten deutsch, da ich mit englisch nicht wirklich klar komme. Leider :/ )

    Ich habe auch nur deutsche :D

    Was mir als einer der ersten Ratgeber empfohlen wurde (und den ich immer begeistert weiterempfehle) ist der hier: https://www.amazon.de/Plot-Struktur-Dramaturgie-dichteres-Meisterkurs/dp/1532734387/

    Er hat mir selbst sehr viel geholfen und für mich an genau den kritischen Stellen nachgebohrt (das ist ja, was man möchte, wenn man Ratgeber liest).

    Für Fantasy und Weltenentwurf fand ich den hier toll: https://www.amazon.de/Fantasy-schreiben-veröffentlichen-Phantastische-erschaffen/dp/3866711271/
    So viele Fragen, die man beantworten kann, wenn man seine Welt wirklich durchdacht hat :-) Ist aber eher für High-Fantasy(angehauchte) Welten gedacht.

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  • Stefanie Hasse

    @AyKay sagte in Schreiben neben dem Beruf - Autorin auch ohne Elternzeit?:

    Hallo Stefanie, ich habe vorhin mal kurz dein Vita gelesen und da Stand, dass du in Elternzeit angefangen hast zu schreiben.
    Jetzt ist meine Frage, meinst du, du wärst auch Autorin ohne die Elternzeit geworden?!
    Oder war die Elternzeit quasi der Ausschlaggeber…?

    Ich glaube die war tatsächlich der Ausschlaggeber. Es ist eine Zeit der Veränderung und man hat viel Zeit nachzudenken (wenn das Baby auf einem liegt und bekuschelt wird oder bei den täglich vielen Stunden, die man mit dem Kinderwagen in der Gegend herumläuft. So ein Baby ist ja viele Stunden am Tag nicht sehr kommunikativ). Ich weiß nicht, ob ich, wenn ich unseren zweiten Sohn nicht bekommen hätte, irgendwann trotzdem angefangen hätte, meine Ideen aufzuschreiben. Da waren sie ja immer, nur hätte ich mich es vielleicht nicht getraut, meinen Alltag umzubauen (Gewohnheitstier) und es wirklich zu versuchen…

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  • Stefanie Hasse

    @Juliana_Fabulax3 sagte in Schreibprogramm?:

    Welches Schreibprogramm nutzt du und warum :)?

    Ich schreibe mit Papyrus Autor, weil ich erstens die Autokorrektur liebe (und man gewöhnt sich auch sehr schnell daran), auf die Synonyme nicht mehr verzichten wollen würde und die Rechtschreibprüfung absolut gigantisch ist.
    Außerdem kann ich die Szenen benennen, damit ich nachher alles wieder finde, wenn ich es suche, um etwas zu ändern (das passiert ohne plotten ja nicht gerade selten) und die Notizen neben dem Text nutze ich auch wahnsinnig oft (ich habe Reiter mit den Fotos meiner Hauptfiguren, wichtigen Szenerien, dann natürlich wichtige Daten usw.).

    Mit einem Klick hab ich das E-Book fürs Testlesen am Reader (da fallen mir immer ganz andere Sachen auf als am Bildschirm).

    Ich weiß, dass ich nicht einmal einen Bruchteil der Funktionen nutze, aber die reichen mir schon und machen mich glücklich.

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  • Stefanie Hasse

    @Heidelperle sagte in Schreibplattformen:

    Hallo :) winkt

    Ich wollte dich mal fragen, was du von Schreibplattformen wie Wattpad oder Storyhub hälst, auf denen man seine Texte veröffentlichen kann, wo sie auch jeder lesen kann. Bin da selbst unterwegs, aber mir wurde mal gesagt, dass Verlage Geschichten, die auf so Plattformen veröffentlich wurden, eher nicht nehmen.

    Grüße, Perle

    Eine zeitlang haben wir von Impress einige unserer Kapitel auf Wattpad gestreut, weil zu der Zeit oft Manuskripte übernommen wurden und die Community groß gehypt war.
    Ich weiß nicht, wie gezielt Verlage heute noch unter all den Projekten nach Perlen suchen, aber es gibt ja immer wieder Wettbewerbe, bei denen Autorinnen entdeckt wurden, die mittlerweile ganz tolle Kolleginnen sind (Nina MacKay, Nicole Gozdek).
    Also wenn man sehr aktiv dort unterwegs ist, ist es sicher nicht kontraproduktiv :-)

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  • Stefanie Hasse

    @AyKay sagte in Schreibhandwerk: learning by doing? Oder Schulbank drücken?:

    … okay… noch eine Frage… ; )

    Hast du das Schreiben ganz normal, wie viele in Deutschland einfach durch das Schreiben (also durchs tun) erlernt und dir somit selbst beigebracht, oder hast du womöglich ein Studium in der Richtung oder nachträglich noch Kurse besucht oder “nur” Bücher gelesen übers Schreiben oder dergleichen?!

    Learning by Doing - und man lernt NIE AUS. Durch jedes Buch, jedes Lektorat dazu und jede Leserunde bekommt man neue Hinweise, was man wie verbessern könnte.
    Mittlerweile tummeln sich hier auch sehr viele Schreibratgeber, weil ich einfach für mich selbst immer besser - professioneller - werden will.

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  • Stefanie Hasse

    @Juliana_Fabulax3 sagte in Schicksalsbringer:

    Wie kam dir die Idee dazu? Und was gefällt dir besonders an der Idee :D?

    Die Idee kam mit dem so dominanten und überall vorkommenden Wort “SCHICKSAL” und mit dem Grübeln darüber, was Schicksal denn ist und wo es herkommt. Weil das Wort so viele Assoziationen (Schicksalsschlag, Wink des Schicksals usw.) und mythologische Hintergründe hat, formte sich die Idee mit der Münze und der wechselnden Träger wie von selbst.

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  • Stefanie Hasse

    @Blaurot sagte in Charakterentwicklung:

    Hallo und danke, dass du dich heute Abend unseren Fragen stellst!

    Zuerst würde es mich interessieren, wie du deine Hauptfiguren erschaffst und weiterentwickelst. Steckt auch viel von dir selbst in ihnen? Wie gehst du dabei vor?

    Bei mir entwickeln sich Figuren und “Welt” parallel, weil ich ja relativ früh im Manuskript wissen muss, wie die Figur beschaffen sein muss, um die größtmögliche Entwicklung durchzumachen. (klingt das jetzt seltsam?)

    Daher lerne ich meine Figur erst im Laufe der Leseprobe kennen, um sie dann mit meinen anderen Figuren, dem Antagonist und der Welt insgesamt interagieren zu lassen - und korrigiere im Nachhinein dann weiter vorne (wie so vieles ohne detailliertes Plotten)

    Und natürlich hat dieses erste “leere” Grundwesen immer sehr viel von mir - was sich dann im Laufe der Geschichte anpasst. Manchmal bleiben einzelne Charakterzüge oder Hobbys (Kiera aus Schicksalsbringer singt in einer Band wie ich in dem Alter, Lin aus BookElements ist eine - jobbedingte - Leseratte und kennt alle wichtigen Jugendfantasy-Bücher), manchmal entfernt sich die Protagonistin dann von mir, weil ICH nicht in den Plot passe :)

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  • Stefanie Hasse

    @Leah-Prager sagte in Wann hast du mit dem Schreiben begonnen?:

    Hallo Steffi :) (hihi Namensvetterin!!) wann hast du angefangen zu schreiben? Und vor allem: wie kommst du zu den Ideen deiner Geschichten? :)

    Ich habe 2011 mit dem Schreiben begonnen (noch absolut gar nicht mit dem Ziel, es jemals zu beenden geschweige denn zu veröffentlichen). Es war eher aus einer Laune (bzw. dem Mangel an Lesestoff im Urlaub) heraus - da hat sich die erste Idee meiner Kinder des Mondes, Magiebegabten, eingeschlichen.

    Ideen kommen eigentlich immer aus Alltagssituationen heraus (Urban Fantasy halt), wenn irgendetwas vielleicht einen ganz anderen Grund haben könnte, als wir Normalsterblichen ahnen. So spiele ich oft Was-wäre-wenn-Szenarien durch und schwups verselbständigt sich ein kleiner Gedanke und wird zu einer Idee, aus der man vielleicht etwas machen könnte. Diese sammle ich in einem kleinen Notizbuch, damit ich darauf zurückgreifen kann, sollte ich irgendwann mal mit meinen laufenden Projekten durch sein :D

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  • Stefanie Hasse

    @AyKay sagte in Zeit: alles unter einem Hut - Familie, Arbeit, Schreiben:

    …mich würde auch Interessieren, wie bekommt man das alles so organisiert, dass man nicht irgendwann an Bornout erkrankt?! Ich find es schon schwer ohne Familie und richtigem Autorenleben das Hobbyschreiben und die Arbeit mit dem Privatleben unter einen Hut zu bekommen, wie schafst du das?

    Bist du von Natur aus ein Orga-Talent, oder gibt es Tipps und Tricks die du hier verraten kannst / willst?

    Mittlerweile bin ich ja “nur” noch Teilzeit-Autorin (Teilzeit deshalb, weil ich nur vormittags schreibe - zu Bürozeiten wie früher im normalen Job). Da ist es natürlich einfacher zu organisieren. Bevor ich mich zu diesem Schritt entschieden habe, hatte ich meine zwei freien Vormittage zur Verfügung. Natürlich kommt man da nicht ganz so schnell voran.

    Ich denke es ist wichtig, ein festes Startritual zu haben, dass man - wenn mal Zeit ist - nicht ewig dasitzt und überlegt, was man schreiben will. Deshalb beende ich meinen Schreibtag immer mit Stichpunkten, wie es als nächstes weitergeht.

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Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.