• L
    Laura

    Die Antwort ist jetzt unbefriedigend, aber: es gibt keinen besseren Weg.
    Es gibt mehrere Wege und jeder muss für sich den Richtigen finden, und verläuft sich dabei vielleicht.

    Ich kann den Weg über eine Literaturagentur nicht bedenkenlos empfehlen. Ich hatte selbst bis Mai 2013 eine Agentur, und mit dieser konnte ich keine Erfolge feiern. Erst im Nachhinein, im Alleingang, hat es mit Impress geklappt und ich habe bis heute keine Agentur. Dennoch hätte ich gerne wieder eine Agentur, und ich bin mal so frei, und zitiere aus einen Artikel, den ich kürzlich geschrieben habe, und der bald auf www.schreibwahnnsinn.de erscheint!

    Ich träume davon, vom Schreiben leben zu können, vom schönen Hardcovern und der großen Vorschau im nächsten Verlagsprogramm. Und das sind alles Dinge, die man hier in Deutschland eigentlich nur mit einem Agenten erreicht. Natürlich könnte ich meine Titel selbst verlegen, oder zumindest Teile davon, um mehr zu verdienen. Aber so sehr ich Selfpublisher bewundere, und so viele ihrer Bücher ich auch lese, so sehe ich mich selbst langfristig nicht als Selfpublisher. Ich würde mich gerne mal auf ein Experiment einlassen, aber eigentlich will ich den großen Verlag. Ich will Carlsen und Loewe und Heyne, eigentlich alle, oder auch nur einen davon, wenn er mir alles bieten kann, was ich möchte.

    Ich bin keine Kauffrau. Kein Händler. Kein Rechtsanwalt und kein Marketingexperte. Und deshalb will ich eine Agentur. Ich will jemanden, der mich bei diesen Verlagen präsentiert. Jemanden, der für mich verhandelt, der meine Konditionen festlegt und meine Verträge durchschaut. Ich will jemanden, der meine Interessen vertritt, damit ich mich auf das konzentrieren kann, was wirklich wichtig ist: das Erzählen von Geschichten.

    Ich glaube gerade im letzten Absatz kommt raus, wieso sich der Weg über eine Agentur womöglich noch immer lohnt, und weshalb er noch immer empfehlenswert ist, trotz der vielen anderen Möglichkeiten. Hier muss einfach jeder für sich entscheiden …

    Verfasst in Fragestunde mit Laura Kneidl weiterlesen
  • L
    Laura

    Lieber Wolfgang,

    ich glaube nicht, dass du ins Grübeln kommen musst, denn was du auf der Buchmesse gehört hast entspricht ganz der Wahrheit, vor allem wenn das eBook einen viel günstigeren Preis bietet – wie es auch bei „Light & Darkness" der Fall ist.

    Impress ist in erster Linie ein digitaler Verlag, also darauf spezialisiert eBooks zu veröffentlichen, und soweit ich es einsehen kann, hat der Entschluss, „Light & Darkness" im nachhinein als Print zu veröffentlichen, wenig mit dem Erzielen hoher Verkaufszahlen zu tun.

    Meine Lektorin hat mir ganz klar gesagt, dass vermutlich nicht all zu viele Printbücher verkauft werden, daher werden auch nicht viele gedruckt, was zur Folge hat, dass die broschierte Ausgabe mit 15,99 Euro sehr teuer ist. Die Entscheidung im Print zu gehen, obwohl wahrscheinlich kein (großer) Gewinn erzielt wird, sieht der Verlag als eine Investition in meine Zukunft. Er versucht mich aufzubauen, und mich an einer neuen, nicht digitalen Leserschaft heranzuführen. Denn auch wenn eBooks immer beliebter werden, so hat ein gedrucktes Buch noch immer ein gewisses Ansehen, das dafür sorgt als Autor auf den Buchmarkt anders wahrgenommen zu werden.

    Verfasst in Fragestunde mit Laura Kneidl weiterlesen

Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.