• CharlyTrash

    Mein Lieblingstippfehler ist mir letztens auf dem Handy passiert.

    Mein Mitbewohner schrieb mir, er habe eine Jeans von mir in seiner Wäsche gehabt.

    Ich: No Pro. Scheiß einfach auf mein Bett. (*m vergessen ;))

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  • CharlyTrash

    Solche Fragen sollten in dieser dämlichen “Okay, Google”-Werbung mal vorkommen

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  • CharlyTrash

    Wohlstandsland. Schreiben ist ja Luxus. Uns geht es einfach sehr gut.

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  • CharlyTrash

    So… das war ultrasüß… Wie konnte ich das als Kind mögen? Igitt… Meine Mitbewohner waren auch nur so semi begeistert xD Aber ich habe mich trotzdem den ganzen Tag drauf gefreut es ihnen zu geben, dass es mir fast egal ist, dass sie es nicht mochten. Und es ist ein Geschreibsel daraus entstanden, das ähnlich Zahnschmelz vernichtend süß ist:

    Meine Geschichte ist über ein kleines Einrad. Wenn ich als Kind soetwas, wie einen unsichtbaren Freund gehabt habe, dann ist es wohl Däumelina gewesen. Ich kannte Däumelina hauptsächlich aus dem gleichnamigen Trickfilm, wobei sie in meiner Erinnerung immer wie Alice aus dem “American McGee’s Alice”-Computerspiel ähnelt, obwohl ich das Jahre später erst gespielt habe. Seltsam, was die Erinnerung mit deinem Leben macht.
    Damals fand ich es besonders beeindruckend, wie Däumelina ihr Leben mit zweckentfremdeten Alltagsgegenständen bestritt, die sie für sie die optimale Größe hatten. So schlief sie in einer Nussschale, trank aus einem Fingerhut, rutschte in einer Teekanne, aber vor allem sah sie die Illustrationen ihrer Bilderbücher lebensgroß, wie eine Theaterbühne vor sich. Ich besaß sehr viele illustrierte Bücher mit Märchen aus verschiedenen Ländern, da anscheinend Jemand meiner Vorfahren eine Schwäche dafür gehabt haben musste. Mir die Bilder aus den Augen von Däumelina anzusehen, war immer etwas ganz besonderes. So schwer man es bestimmt als so kleiner Mensch hat, so sehr beneidete ich sie auch darum.
    Meine Oma ist ein sehr kreativer Mensch, die vielleicht mit einer Enkelin glücklicher geworden wäre. Aber, obwohl ich keine Puppen besaß, war es einer meiner Lieblingsbeschäftigungen mit meiner Oma zusammen Puppenhäuser zu bauen. Diese Puppenhäuser bestanden aus mehreren Kartons, die wir an- und auf einader legten. Jeder Karton stellte ein Zimmer dar. Bei der Ausstaffierung der Zimmer, waren wir sehr Detiall besessen. Ich erinnere mich daran, wie meine Oma eine winzige Puppe nähte, kaum größer als einen Daumennagel um sie auf das winzige Puppenbett zu legen. Ich schnitt aus meinen “Mickey Maus” - Zeitschriften kleine Bilder aus, um daraus einen ebenfalls klitzekleinen Comic zu basteln. Teilweise arbeiteten wir mit Pinzetten und Stecknadeln, wenn unser Fingerspitzengefühl nicht mehr ausreichte. Wir benutzen auch echte Tapete und echten Teppichboden, wobei ich nicht mehr weiß, woher meine Oma das Material hatte. Einen Großteil der Einrichtung machten aber verschiedene Überraschungsei-Spielzeuge aus. Ich erinnere mich an einen Gartenzwerg vor dem Haus. Ein roter Sportwagen, der neben dem Bett parkte und mit dem man durch die ganze Wohnung cruisen konnte. Ein Kreisel, der am Küchentisch vor einer kleinen Morgenzeitung sitzt.
    Wenn ich mich recht erinnere haben wir drei Häuser zusammenbekommen. Zwei standen in meinem Zimmer und eines in der Küche. Die einzelnen Zimmer ließen sich, da sie in losen Kartons eingearbeitet waren, beliebig vertauschen und kombinieren, was ich häufiger tat. Ansonsten nutzten die Häuser allerdings für Nichts, weil ich nicht damit spielte. Jedoch saß ich oft stundenlang davor, wie vor einem Fernseher und lies Däumelina darin tanzen. Ich stellte mir vor, wie sie sich freute, weil in diesem Haus alles die perfekte Größe für sie hatte. Wie sie in dem Bett schlief und in der kleinen Küche für Herrn Kreisel kochte. Wie sie mit dem Sportwagen durch die Zimmer fuhr und sogar einen Ausflug nach draußen machte. Wie riesig alles für sie war, und wie groß und voller Möglichkeiten ihr die Welt vorkommen musste.
    Ich sehe mich in meinem alten Klassenzimmer stehen, viele Jahre nachdem die Häuser schon längst entsorgt wurden, wie ich etwas über Stromkreise lerne. Für den Bruchteil einer Sekunde erinnere mich an Däumelina und meine Häuser und denke: “Vielleicht kann ich eine kleine Glühbirne anbringen!” und mich im selben Moment schäme, weil ich schon viel zu alt dafür bin. Ich bin dir entwachsen Däumelina - tut mir sehr leid.
    Nachdem ich mich heute durch die schmierige Schokolade gekämpft hatte, öffnete ich die andere Seite des Überraschungseies und hielt dieses winzige Plastik-Einrad in den Hand. Während ich meine Mitbewohnerin etwas über Umweltverschmutzung durch unverwertbaren Plastikmüll und toxische Farbstoffe schimpfen höre, überfluten mich die Erinnerungen an meine Kindheit, als hätte mir Jemand eine Ladung Ahoi-Brause in die Venen gespritzt. Ich erinnere mich an die verrauchte Küche meiner Oma in der ich aufgewachsen bin. An die Stimmen der Hörspiele, die sie mit mir gehört hat, auch wenn sie nicht jugendfrei waren: “Die Kinder vom Bahnhofzoo”, “Träume” von Günter Erich, Irgendetwas von Jules Verne und Sherlock Holmes… Meine kindliche Schüchternheit zum Trotz habe ich im Schuhladen nach einem Karton gefragt und bekommen. Erfolg! Ich kleide ihn mit echter Raufasertapete aus und meine Oma schneidet Gardinen für die Fenster zurecht. Und ich erinnere mich an Däumelina, die mich damals überall begleitet. Wie sie mit der winzigen Hand in mein Glas Milch herum rührt und sich, wie ich fragt, warum sie so weiß ist.
    Noch ehe ich die Erinnerungen richtig zuordnen kann, ist sie da. Als wäre sie nie fort gewesen, tanzt sie von meinem Arm herab auf den Boden und schwingt sich auf das Einrad. Zu einer Musik, die nur für sie allein bestimmt ist, fährt sie an Papiermüll und Bierflaschen vorbei und die Welt ist wieder groß und voller Wunder!

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  • CharlyTrash

    Krasse Aufgabe.

    In meiner Geschichte geht es… um Grenzen, bzw. dem Auflösen derselben (Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Wirklichkeit, Schmerz und Lust, Tod und Leben, Liebe und Hass, Wahrheit und Lüge).
    … Das klingt extrem kitschig, aber ich glaube, abstrakt formuliert ist es das, worum es geht. Das war mir bis gerade selbst nicht wirklich klar.

    Bin schon gespannt eure Sachen zu lesen!

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  • CharlyTrash

    Oh, noch Jemand, der dachte Latein in der Schule zu belegen wäre bestimmt eine gute Idee~ Willkommen im Club ;)

    Ich weiß, dass diese Wortklauberei so ziemlich jeden auf den Sack geht, aber ich finde das schon wichtig. In allen Bereichen des Lebens. Ich gehöre auch immer zu den Leuten, die versuchen so Worte, wie Cisgender durchzusetzen, ständig erwähnen, dass bisexuell und gender-blind nicht dasselbe sind oder darauf bestehen, dass es Unbewusst und nicht Unterbewusst heißt… blablabla. Ich mache das auch nicht, weil ich meine 5 Sekunden Ruhm genießen will, weil ich mal was Schlaues gesagt habe, da man sonst aus meinem Mund nur Sätze hört wie “Haste ma Feuer?” oder “Wie wird 'n dit nochma jeschrieben?”. Ich finde Wortwahl hat auch was mit Einstellung zu tun.

    Gerade jetzt in Zeiten von Self-Publishing und irgendwie jeder schon seinen zweiten Roman schreibt, ist es doch um so wichtiger die Begriffe nochmal zu trennen, damit nicht alles denselben Stellenwert hat. Den hat es einfach nicht. Und es tut ja Niemanden weh, die beiden Begriffe nicht einfach willkürlich durcheinander zu hauen. Ich bezeichne mich ja auch nicht als Schreiner, weil ich mein Ikea-Regal alleine aufgebaut habe… oder als Grafikdesigner, weil ich manchmal ein bisschen mit Gimp rumspiele.

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  • CharlyTrash

    @Thomas Ja, wer kennt das nicht? Dieser Moment von “Wow, das ist genial! … verdammt.”

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  • CharlyTrash

    Dazu kann ich mal was Sinnvolles sagen, auch wenn ich noch keine Schreiberfahrung habe! freu

    Ich habe früher ziemlich viele RPGs gemacht. Und ich hatte immer eine Rolle: Felix. Felix war mein RPG-Charakter für alles. Er war konstruiert nach einem Typen, den ich im Rahmen einer LGBTI-Party kennen gelernt habe, der queergender war, dh. sich sowohl als Mann, als auch als Frau gesehen hat. Er war sehr dünn und hatte die Haare sehr lang und war auch sehr androgyn in seiner ganzen Erscheinung, war aber auch nicht transgender, sondern bestand darauf, sowohl seinen männlichen als auch seinen weiblichen Charakter ausleben zu können. Das hatte mich so fasziniert, dass ich daraufhin Felix nach ihm entwickelt habe. Felix wurde dann ein kleiner arroganter Mistsack, der immer einen zickigen Spruch drauf hat, aber mit seiner Art eigentlich nur seine Minderwertigkeitskomplexe zu verdrängen versucht - um ihn mal ganz leicht angedeutet zu beschreiben. Und Felix habe ich durch alle möglichen RPG-Länder geschickt. Meistens so normale Alltags-RPGs, aber er ist auch Pokemon-Trainer gewesen oder war in irgendwelchen magischen Welten unterwegs. Und jedes Mal veränderte sich natürlich sein Charakter entsprechend der Welt, aber im Kern blieb er immer noch derselbe. Und dieser Kern, der da immer konstant blieb, das war wohl einfach seine Persönlichkeit.

    Ich würde sagen, obwohl Felix in meinem aktuellen Projekt nur als kleines, persönliches Easter-Egg vorkommt, ist er mein am besten ausgearbeiteter Charakter.

    Ich denke ich, als Carl, könnte auch in anderen Welten leben (je nach dem in welcher vielleicht nicht besonders lange, aber es würde gehen). Und jedes Mal würde ich anders sein. Aber irgendwas von mir würde ganz sicher bleiben. Man kommt ja nicht ohne Persönlichkeit auf die Welt, zumindest glaube ich nicht daran. Daran merkt man dann woraus man gemacht ist.

    Wenn du deinen Charakter in andere Welten transportieren kannst, heißt das nicht, dass er oberflächlich oder klischeehaft ist. Das heißt einfach nur, dass du ihn sehr gut kennst und dass du die Grundzüge seines Wesens verstanden hast.

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  • CharlyTrash

    Profan würde ich sagen: einfach sein lassen xD Wie der naive Schreiber, der ich bin. Man kann ja einen Sprung reinmachen oder so… aber das passt wahrscheinlich auch nicht immer.

    Es ehrt dich auf jeden Fall, dass du das nicht schreiben willst. Das geht bestimmt an die Nieren, wenn man sich zu sehr darauf einlässt. Vielleicht könntest du einen anderen Weg finden den Schmerz auszudrücken, ohne genau zu beschreiben, was passiert. Ich weiß nicht, wie viel du selbst schon mit Schmerz in deinem Leben zu tun hattest, aber vielleicht ging es dir auch so, dass man diesen Schmerz und vor allem seinen Ursprung in seiner Phantasie auf etwas Anderes, Greifbareres projiziere. Bei mir ist das zumindest so. Meine Kopfschmerzen beschreibe ich zum Beispiel häufig damit, dass es sich anfühlt, als hätte Jemand mein Hirn in Stacheldraht gewickelt und würde es nun immer weiter zuziehen. Meine Knochenmarkentnahme hat sich angefühlt, als würde ich auf einem heißen Nadelbett liegen, mit einem Alp, der auf meiner Brust sitzt und mich zusätzlich hinunter drückt. Die beste Schmerz-Sprache hat wahrscheinlichen Stephen King in “Wahn” und “Misery” geliefert. Gebrochene Beine beschreibt er mit Fantasien über splittrige Holzpfähle, die auf trockenen Sand liegen. Und bei “Wahn” ist nach einem Autounfall sein ganze Welt in wahnsinniges, rasendes Rot getaucht.

    So würdest du zumindest drum rum kommen, zu beschreiben, was genau passiert. Ob das nun so viel einfacher ist, weiß ich nicht.

    Ich habe noch nie eine solche Szene geschrieben, aber ich glaube ich hätte nicht das Gefühl meinen Figuren etwas anzutun. Ich habe eher immer das Gefühl, dass es diese Figuren in irgendeinem Universum tatsächlich gibt und sie mir ihre Geschichte erzählen. Und wenn eine Szene nicht gut geworden ist, dann liegt es daran, dass ich nicht richtig hingehört habe. -> Keine Sorge, ich bin nicht bekloppt. Ich weiß natürlich, dass es nicht so ist. Aber so fühlt es sich für mich an. Und deswegen ist es nicht schlimm für mich auch brutale oder traurige Szenen zu schreiben. Sie werden mir ja nur diktiert ;)

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  • CharlyTrash

    Das ist tatsächlich ein Problem. Ich denke, dass wir mittlerweile sowohl bei Filmen als auch bei Büchern sehr viel mehr Wert auf den Inhalt legen als auf die Form. Deswegen sind auch alle so krankhaft allergisch auf Spoiler.

    Mein Sprechen ist ziemlich scheiße, obwohl ich schon immer viel gelesen habe. Formvollendetes Berlinerisch mit ein bisschen Machteburja-Platt (so nennt man den Magdeburger Dialekt). Ich benutze end viele Anglizismen und benutze Fluchworte wie Adverben (Ihr wisst schon… Das Bier ist scheiße gut, Der Film war beschissen schlecht, Ich bin fucking spät dran, ect.). Bevor ich auf die Uni kam, wusste ich noch nicht mal, dass man sowas wie “Dem seine” oder so gar nicht sagen sollte. Und bevor ich mich ins akademische Leben mischte, hat das auch keinen interessiert. Aber in den ersten Jahren ist es mir extrem aufgefallen, wie assi ich eigentlich rede. Und da die geisteswissenschaftliche Fakultäten Berlins eine Gebärmutter für Hipster sind (gleich neben Starbucks-Cafés und Self-Made-Flohmärkte), hat man mich das auch ordentlich spüren lassen.

    Aber an einem schlechten Wortschatz kann man arbeiten. (Außer mein Dialekt - auf den bin ich stolz!) Und wer sagt denn, dass anspruchsvolles Schreiben bedeutet, dass der normal gebildete Leser jedes zweite Wort nachschlagen muss? Wir schreiben ja auch keine Fachliteratur. Ich stimme euch da vollkommen zu. Es geht um das Spiel mit den Worten. Da kann man gar nicht eloquent genug sein. Und das sollte auch mindestens genauso viel Bedeutung haben, wie der Inhalt.

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  • CharlyTrash

    Je nachdem, wie weit du mit der Story in deinem Kopf schon bist, könnte ich dir das Verfahren von Elizabeth George empfehlen. Man muss ihre Bücher dafür auch nicht mögen, um ihr Schreibverfahren gut zu finden.

    Zunächst versucht du folgenden Satz zu beenden:
    Ich möchte eine Geschichte schreiben über… . Das ist schwieriger als es klingt, weil man seine tolle Idee auf einen Satz reduzieren muss und sie dann gar nicht mehr so toll klingt.
    Bsp. Ich möchte eine Geschichte schreiben über ein Mädchen, dass entführt wird.

    Dann schreibst du eine Art Klappentext. Oder du schreibst es so auf, wie du es mir erzählen würdest, worum es in deinem Buch gehen soll. (Kannst du übrigens gerne machen ;) Ich verfolge eure Projekte gerne mit und ich schwöre, ich klaue auch nicht xD)
    Bsp. In der Geschichte wird die Tochter von einer Politikerfamilie entführt. Während der Vater zerfressen ist vor Sorge und alles tut, um sein kleines Mädchen wieder zu finden, scheint die Mutter vollkommen uninteressiert, sondern hat weiterhin nur die Politik vor Augen. Im Laufe des Romanes setzt sie sich mit den Erinnerungen an ihre eigene Kindheit auseinander. Das Kind wird am Ende gerettet.

    Aus diesem Klappentext kannst du schon mal die Figuren herauschristalisieren, die du für die Story brauchst und schonmal Stichpunkte machen.
    Kind - Charlotte, 6 Jahre alt… Mutter - Eva, Richterin, Babyblues… ect.

    Und aus diesem Klappentext versuchst du dann chronolgoisch in Stichpunkten aufzuschreiben, was alles passiert.
    1. Charlotte wird entführt… 2. Eva bekommt den Erpresserbrief und hält ihn vor ihren Mann versteckt, damit er die Rede vor dem Parlament nicht absagt… 3… usw.

    Vielleicht hilft dir das ja. Aber da arbeitet ja wirklich jeder anders.

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