• NelaNequin

    In meinen frühen Geschichten gibt es so viele Peinlichkeiten. Ich glaube aus heutiger Sicht finde ich es allerdings am peinlichsten, wie meine Protagonistin in meinem ersten “Roman” (der mit 35k nicht unbedingt ein Roman war) ständig ohnmächtig wurde, damit ich die Kämpfe nicht beschreiben muss.

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  • NelaNequin

    Für mich war es doch etwas anders. Ich hatte als Kind sehr mit Legasthenie zu kämpfen und hatte daher enorme Probleme in der Schule. Meine Mutter hat mich immer zu Diktaten gezwungen, die ich allerdings gehasst habe.

    Zur damaligen Zeit hatte ich allerdings auch über das Internet viel Kontakt mit ein paar älteren Digimon-Fans und die diese haben mich dann motiviert, mit dem Fanfiction-Schreiben anzufangen. Sie haben sich angeboten, dann diese Fanfictions zu korrigieren, so dass ich überarbeite und daher bessere Rechtschreibung lerne.

    Und ja, was soll ich sagen? Es hat funktioniert. Mittlerweile ist meine Rechtschreibung recht gut. :) Ich bin irgendwann halt dann einfach dazu übergegangen auch eigene Geschichten zu schreiben. Wobei ich Fanfics bis heute schreibe.

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  • NelaNequin

    Ich bin vor zehn Tagen aus Schottland wiedergekommen. Aus Schottland, wo ich ein paar der Handlungsorte meines Romans besucht habe, der in Edinburgh spielt.

    Was mich zum Thema hier bringt: Wer von den anderen Schreibnacht-Autoren reist gerne? Findet ihr auf Reisen Inspiration? Beeinflusst euch das Reisen?

    Und natürlich: Habt ihr schon einmal Handlungsorte eures Romans besucht (sofern möglich und sofern der Roman nicht bei euch vor der Haustüre spielt)?

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  • NelaNequin

    Ich möchte einmal darauf aufmerksam machen, dass es sich bei “political correctness” um einen rechten Kampfbegriff handelt, der explizit erfunden wurde, um Kritiker an rechten Verhaltens- und Ausdrucksweisen mundtot zu machen. Ich wäre also sehr vorsichtig damit, diesen Begriff einfach unbedacht zu verwenden, da ihr eben dabei genau in die Fäustchen von Rechten und letzten Endes sogar Nazis spielt, die sich hinter dem Begriff verstecken können. Ihr macht Leute mundtot und lächerlich, die oftmals berechtigte Kritik an althergebrachten Denkmustern liefern, die sich eventuell in euren Geschichten widerspiegeln.

    Zumal ich sagen muss: Was andere als “political correctness” bezeichnen, bezeichne ich als “einfach mal kurze innehalten und sich entscheiden kein Arsch zu sein”. Es geht auch nicht darum, dass sich irgendwer angegriffen fühlt, sondern das bestimmte Formulierungen, Wortwahlen oder Darstellungen mit einer langen Geschichte voller Diskriminierung verbunden sind, in denen diese Formulierungen, Wortwahlen und Darstellungen benutzt wurden, um anzugreifen. Das mag nicht jeder Autorin, die dann am Ende für diese Formulierungen, Wortwahlen und Darstellungen nutzt, ebenfalls als Angriff meinen, doch durch diese Geschichte sind sie doch ein Angriff. Nicht von derm etwaigen Autorin, sondern von der gesellschaftlichen Struktur. Nur weil jemand nicht verletzen will, heißt es nicht, dass niemand verletzt wird. Das hat absolut gar nichts damit zu tun, dass die Personen “verletzt werden wollen”, sondern dass Dinge, die sie in vielen Fällen täglich oder zumindest ständig mit dem Vorsatz zu verletzen zu hören bekommen, sie wirklich verletzen.

    Zu sagen: “ihr fühlt euch angegriffen” oder “ihr wollt euch unbedingt angegriffen fühlen” ist pures Victim Blaming. Anstatt selbst darüber nachzudenken, warum etwaige Worte wahrgenommen werden, wie sie wahrgenommen werden, gebt ihr Betroffenen die Schuld dafür, diskriminiert zu werden und diese Diskriminierung in euren Texten wiederzuerkennen. Empathie mit jenen, die sowieso einen schlechteren Stand in der Gesellschaft haben als ihr, sollte eigentlich nicht zu viel verlangt sein.

    Die wenigsten machen wirklich einen Aufstand wegen etwas, das ernsthaft aus einem “nicht gewusst” hervorging. Ich lerne selbst auch täglich Dinge neu dazu, zum Beispiel dadurch mehr mit der Disabled Community zu reden. Ja, ich wurde auch darauf aufmerksam gemacht, dass das Wort “taubstumm” abwertend ist oder - im Bereich Rassismus - das Wort “farbig” komplett aus der Rassenlehre kommt. Deswegen bat man mich, es nicht länger zu verwenden. Also habe ich mich entschuldigt, mich bemüht es nicht länger zu verwenden, es wurde sich bei mir dafür bedankt und alle waren glücklich. So einfach könnte das sein.

    Übrigens werden weiße ablebodied cishetero (usw.) Männer nicht diskriminiert. Sie können gar nicht diskriminiert werden, weil sie die Macht in unserer Gesellschaft innehaben. Diskriminierung ist immer strukturell - und wenn die gesellschaftliche Struktur dafür sorgt, dass man selbst oben steht, kann man nun einmal nicht diskriminiert werden. Denn ja, ein paar Leute mögen einen dann nicht leiden, machen vielleicht Witze usw., aber es ist dennoch nicht strukturell. Es gibt massenhaft Männer, die es schaffen, sich nicht dadurch angesprochen zu fühlen, wenn über den “weißen Mann” geschimpft wird. Mein Freund wäre einer davon. Christian Vogt ein anderer. Aber ich kenne noch einige mehr. Da gibt es auch meinen Vorgesetzten auf der Arbeit. Und warum schaffen sie es, sich nicht angesprochen zu fühlen? Weil sie sich dessen bewusst sind, dass es keine Kritik an ihnen selbst ist, sondern an einem System, von dem sie allerdings - ob sie es wollen oder nicht - profitieren, während andere darunter leiden.

    Ich kann selbst auch darüber lachen, wenn BIPoC Witze über “Weiße” machen. Warum? Weil ich weiß, dass ich als weiße Person ebenfalls davon profitiere - erneut, ob ich es will oder nicht - dass weiße Menschen durch Jahrhunderte von Kolonialismus und Rassismus andere Völker unterdrückt haben. Ich hätte (obwohl ich relativ arm bin) nicht den Lebensstandard, den ich heute habe, hätte es den Kolonialismus nicht gegeben. Außerdem kann ich sehr wohl auch drüber lachen, dass manche Weiße, die sich dieser Privilegien nicht bewusst sind, manchmal ein Drama um Nichtigkeiten machen. Man denke nur an das Video, das gestern rumging. Eine weiße Frau weint, dass ihr Urlaub ja so schlimm wäre, weil die Leute in Hongkong, die wortwörtlich um ihre Freiheit kämpfen, protestieren und sie deswegen nicht zu einem Brunch konnte, wo sie hinwollte. Goodness me, die Probleme hätten sicher viele der protestierenden Hongkonger auch gern.

    Und was die Sache mit dem “über Nazis schreiben” angeht: Natürlich darf man über Nazis schreiben und die dürfen dann halt auch echte Nazis sein. Wichtig ist halt nur, dass man dann auch zeigt, dass das Verhalten nicht gut ist, und es nicht verglorifiziert. Dahingehend ein weit weniger schlimmes Beispiel: Eine Urban Fantasy Reihe, die ich gelesen habe, hat einen extrem sexistischen Protagonisten, in dessen Kopf man als Leser auch noch festhängt. Dann kommen Leute an und wollen einem erklären, sobald man es kritisiert, dass das ja aber verständlich ist aufgrund seiner Kindheit und eigentlich sei es eine Charakterschwäche. Problem ist nur: Es ist keine Charakterschwäche. Es ist eine Eigenschaft, aber keine Schwäche. Warum? Weil der Charakter dafür halt nie kritisiert wird oder auf die Schnauze fällt. Er muss sich nicht ändern. Keine der vielen Frauen in seinem Umfeld stört sich an seinem Verhalten. Weder an sexistischen Sprüchen, noch daran, dass er ihnen permanent auf die Brüste starrt. Und das ist eben da eigentliche Problem. Dass die Welt in dem Buch das Verhalten gutheißt oder zumindest akzeptiert. Es wäre absolut kein Problem, hätte der Charakter dieses Verhalten, würden andere Figuren im Buch eben entsprechend darauf reagieren und damit zeigen, dass dies nicht okay ist. Dann könnte das sogar interessant sein, da er damit ernsthafte Konsequenzen aus seiner Jugend und der Erziehung hat. (Denn so ist es nur, dass alle unfaire Vorurteile gegen den armen armen Prota haben, weil er halt so aufgewachsen ist und deswegen sicher irgendwann böse werden muss.)

    Ach ja, übrigens: Was in bspw. arabischen Ländern passiert, wenn es um Rechte von bestimmten Personengruppen geht, ist im Rahmen dieser Diskussion “whataboutism”. Denn hier ist ein kleiner Fakt: Wir können daran nichts ändern. Man kann hier viel darüber sagen, dass man das ganz furchtbar findet, dass Mädchen und jungen Frauen die Genitalien verstümmelt und Homosexuelle gesteinigt werden - aber wir können daran nichts machen. Und die Tatsache, dass das so ist, macht es auch keinen Deut besser für den Homosexuellen, der hier gemobbt wird und seinen Job verliert, als der Chef davon erfährt, oder für die Frau, die jeden Tag mit sexueller Belästigung durch einen Arbeitskollegen zu leben hat, die allerdings von allen nur als “Ach, das ist doch ein Witz! Nimm das nicht so ernst! Du stellst dich doch nur an!” abgetan wird. Denn einmal davon abgesehen, dass die Situationen in diesen Ländern sehr, sehr oft durch das manchmal wohlüberlegte, manchmal unüberlegte Zutun von Leuten aus privilegierten Ländern erzeugt wurden (Stichwort: US-Interventionen), die davon erneut profitiert haben: Dort gibt es eben auch Aktivisten, die dafür kämpfen. Es ist gut, wenn man denen spendet, wenn man eventuell auch mal unsere eigene Regierung bedrängt die politischen Daumenschrauben weiter anzuziehen (was sie aber nicht tun werden, weil Öl) - aber das ändert nichts daran, dass wir auch hier Probleme haben und auch hier Leute leiden und - ja - auch Sterben aufgrund von Rassismus, Sexismus, Ableismus und Queermisia. Über andere Länder zu reden ist nichts mehr als ein Ablenkungsmanöver. Wie es das eben auch in Sachen Klimawandel ist. Nur weil China mehr Müll macht als wir, heißt es nicht, dass wir nicht was für das Klima tun müssen. Denn unsere Sachen können wir beeinflussen. Die in China nicht.

    Und zuletzt noch: Kunst- und Meinungsfreiheit bedeuten, dass man viel (nicht alles, es gibt weiterhin gesetzliche Einschränkungen) machen oder sagen darf. Es heißt aber weder, dass man dafür eine Plattform bekommen muss, noch, dass niemand Kritik daran äußern darf. Nicht zuletzt da Kunst nun einmal oftmals die Mentalität einer Gesellschaft widerspiegelt - und diese Mentalität oft viele ernsthaft verletzt.

    @brittaredweik sagte in Schreiben mit Kondom - Das Literaturcafé wieder gewohnt provokant und kontrovers:

    aber da braucht es eben eine Übergangszeit, um die Hirne daran zu gewöhnen, dass ‘they’ nicht mehr nur eine Mehrzahl Personen meint

    Ich finde deinen Beitrag ansonsten richtig gut, Britta. Aber hier möchte ich kurz reingrätschen. Denn tatsächlich ist es schon ewig so, dass “they” im Englischen als neutrale Form im Singular verwendet wurde. Bspw. wenn eine Tathergangsbeschreibung im Krimi gemacht wurde und das Geschlecht des Täters unbekannt war, war es ein “they”. Oder wenn in den Spielregeln von Gesellschaftspielen vom “player” gesprochen wurde, der ja auch männlich oder weiblich sein kann (oder enby, aber daran hat seinerzeit niemand gedacht), sind die Regeln oftmals mit “they” formuliert. (“If a player rolls a six, they can, if they so choose, …”) Sprich: Wer im Englischen sich daran stört, tut es meist mit wirklicher Absicht. Jedenfalls Muttersprachler. Als Fremdsprachler haben wir es natürlich oftmals nicht gelernt und neigen halt dazu dann wie im Deutschen das generische Maskulinum zu nutzen. (Ich habe es nur sehr jung unbewusst aufgenommen eben dadurch, dass ich viele Texte im Englischen gelesen habe, wie Krimis oder Spielanleitungen zu Spielen, die es auf Deutsch nicht gab.)

    Das im Deutschen xier und co. Gewöhnung brauchen, verstehe ich dagegen allerdings vollkommen. Es sind bei uns eben doch komplett neue Worte.

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  • NelaNequin

    In meinen beiden Hauptprojekten Mosaik und Der Schleier der Welt sind die Protagonistinnen schon länger volljährig.

    Bei Joanne in Mosaik ist es so, dass ihre Eltern vor fast 9 Jahren vor der Handlung gestorben waren, doch sie hatte ohnehin immer ein mieses Verhältnis zu ihren Eltern und hat mit diesen auch in den vier Jahren bevor diese gestorben sind nicht wirklich Kontakt. Ihre Eltern waren halt enorm klassistisch und sehr konservativ, was schon immer zu Reibungen geführt hat.

    Gleichzeitig ist Mosaik halt vor allem auch eine Geschichte einer “Family of Choice”. Joanne adoptiert ein Straßenkind, sie und der Doc sind so etwas wie ein Paar, Siobhan ist etwas wie eine Schwester und so weiter. Insofern spielt Familie halt doch eine sehr große Rolle. Es ist nur keine Blutsfamilie.

    In Schleier der Welt ist eben bei Kyra eine Grundlage ihrer Probleme, dass sie sich von ihren Eltern abgekapselt hat. Grund dafür ist, dass ihr Vater mit schweren Verletzungen aus Afghanistan zurückkam und seither im Rollstuhl sitzt. Sie war immer das “Papa-Kind” und wusste damit nicht umzugehen, weshalb sie halt einfach vermieden hat, sich dem mehr als nötig auszusetzen und die Eltern kaum noch besucht hat. Und irgendwie zieht es sich halt bei der Reihe bei allen Charakteren durch.

    Seans Eltern haben keinen Kontakt mehr mit ihm, weil sie mit seinen Werwolfproblemen nicht klargekommen sind. Matt versucht sich von seinem Vater zu distanzieren, da dieser mit seine Homosexualität nicht klarkommt. Andrew ist von seiner Familie Aufgrund seines Hintergrundes “zwangsdistanziert” und die Zwillinge sind sich halt irgendwann bewusst geworden, wie toxisch ihre Familie war und meiden sie seither.

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  • NelaNequin

    Eine Menge auf Dämonologie und damit verbundene Geschichte bezogene Dinge. Bspw. ein Daemonicum.

    Und diverse Sachen, die sich auf Druidentum beziehen. :)

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  • NelaNequin

    Ich habe vor ein paar Tagen gefeiert, als einer meiner Testleser mir schrieb, dass er im Mittelteil meines zweiten Bandes geweint hat. Gerade da er jemand ist, der normalerweise schwer zu weinen zu bringen ist.

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  • NelaNequin

    Ich eröffne einfach mal ein Diskussionsthema und hoffe, das ist okay. Es ist weniger eine Frage für mich selbst, als mehr eine Anregung vielleicht.

    Aufgrund der Recherche zu meiner Geschichte lese ich aktuell sehr viel über den Irak- und den Afghanistankrieg (also den aktuellen) und über Veteranen aus diesem. Und wenn man das so liest, wird man sich halt umso stärker dessen bewusst, wie irreal Gewaltdarstellung in der Fiktion ist und vor allem die Folge von Gewalt in Fiktion ist.

    Wenn man übliche Geschichten, die Action und Abenteuer beinhalten anschaut, ist eine Sache sehr wahrscheinlich: Gewalt spielt eine Rolle. Speziell in der Fantastik kommt es oft vor, dass die Protagonisten munter metzelnd durch die Gegend rennen. Das ganze wird auch nie hinterfragt. Ist ja Selbstschutz, nicht? Immerhin greifen die Gegner beinahe immer zuerst an. Da gibt es nur eine Antwort: Tödliche Gegengewalt. Und so eine gute Actionszene macht sowieso was her und ist spannend.

    Was dahingehend halt ganz oft ignoriert wird, sind sie Auswirkungen der Gewalt auf die Betroffenen, inklusive des Helden.

    Was mir da seid meiner Jugend nicht aus dem Kopf geht, ist der erste Band Harry Potter. Quirrell will Harry umbringen, Harry wehrt sich. Harry stellt fest, dass seine reine Berührung Quirrel verbrennen und unglaubliche Schmerzen zufügen. Aus purer Notwehr geht Harry also dazu über, Quirrel effektiv zu Tode zu foltern. Wird das je wieder aufgebracht? Nein. Die Szene blieb mir vor allem in Erinnerung, weil die Art des Todes so unglaublich brutal und Harry so unglaublich jung war. Aber generell ist das halt allgegenwärtig.

    Die Hobbits metzeln munter Orks mit. In beinahe jedem Actionfilm gibt es eine kleine Armee an Goons jedweder Art, die einfach gemetzelt werden können. Idealerweise mit Helmen, die das Gesicht bedecken, um die Menschlichkeit zu nehmen. Und so hinterfragt dann auch irgendwie niemand, wenn Protagonist, der einfache Bauernjunge oder das einfache Bauernmädchen aus seinem friedlichen Leben in einen Krieg rennt und nie einen Nervenzusammenbruch darüber bekommt, dass er oder sie gerade getötet hat.

    Und ich verstehe an sich den Grund: Man will Action. Man will Spannung. Ein Nervenzusammenbruch nimmt unglaublich das Tempo aus der Story.

    An der Stelle komme ich allerdings zurück auf meinen Anfang: Ich lese aktuell sehr viel über Irak-Veteranen. Und da kommt dieses Thema auch immer wieder auf. Aus einem Grund: Veteranen sind keine fiktionalen Figuren. Veteranen kommen mit Trauma aus dem Krieg zurück unter anderem eben auch, weil sie dort getötet haben. Und in vielen Berichten habe ich eben genau deshalb immer wieder gelesen, wie sehr sie sich wünschen würden, dass dieser Aspekt in den Medien präsenter wäre. Denn viele Leute bringen ihnen (und genau so anderen Leuten, die eventuell zu Gewalt gezwungen waren oder auch nur indirekt solche Gewalt erlebt haben) Verständnis für das Trauma entgegen, was unter anderem auch zu einer internationalen Unterversorgung von Veteranen führt.

    Das war ein Thema, über das ich so noch nie nachgedacht hatte. Ich kannte immer nur Kritik an Gewaltdarstellung im Sinne der “Killerspiel-Debatte”, die ich nachwievor vorrangig blödsinnig halte, aber diese Kritik kann ich tatsächlich verstehen.

    Als jemand, der sich generell öfter friedliche Lösungen in Geschichten (und Videospielen) wünscht und daher gerne auch epische Fantasy-Abenteuer, in denen am Ende doch nicht gekämpft wird, bzw. zumindest der Hauptkonflikt auf andere Methode gelöst wird. :P

    Daher einfach mal aus Neugierde die Frage an euch: Habt ihr euch darum schon Gedanken gemacht? Bringt ihr so etwas ein? Was ist eure Meinung dazu?

    Wie gesagt. Ich hoffe das ist okay. Ist nicht direkt eine Frage zum eigenen Schreiben, aber eventuell so ein Gedankenanstoß.

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  • NelaNequin

    Ich habe mich jetzt kurzentschlossen, auch noch mitzumachen :)

    31 000 Wörter sind mein Ziel.

    posted in Camp NaNoWriMo April 2020 read more
  • NelaNequin

    Mosaik wäre eine Mischung aus Hack & Slash und Shooter Spiel, mit Storyelementen, bei denen man auch entsprechende Entscheidungen treffen kann. Man denke sich etwas wie Uncharted oder vergleichbares. :) FSK hätte es wohl 18. Mosaik ist recht brutal und sobald es visuell wird …

    Ich glaube Der Schleier der Welt wäre am ehesten ein klassisches Point’n Click Adventure. Ich hatte tatsächlich überlegt so etwas mal zu programmieren. FSK 12 vielleicht.

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  • NelaNequin

    Dieses Jahr soweit:

    • Zollstrecken in Europa
    • Kirchen in Bukarest
    • Götter des ungarischen Pantheon
    • Arten von Segelbooten
    • Geschwindigkeit von Segelbooten
    • Geographie der Bahamas
    • Bevölkerungszusammensetzung der Bahamas
    • Knoten beim Segeln
    • Magie in den Philippinen

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  • NelaNequin

    @nicola_ha sagte in Montagsfrage #192 - 08.06.2020:

    Gibt es eine Frage, die man deiner Hauptfigur besser nicht stellen sollte?

    Pakhet aus Mosaik kann man mit Fragen zu ihrer Vergangenheit jagen. Sie ist Pakhet, nicht länger Joanne Snyder, deswegen hat sie keine Vergangenheit. Je nachdem wie die Frage gestellt ist, weicht sie entweder aus oder wird wütend. Und ihr wollt nicht, dass Pakhet wütend wird.

    Ansonsten habe ich natürlich Kyra aus Der Schleier der Welt, die am ehesten dicht macht, wenn man Fragen zu ihrer Familie und speziell ihrem Vater stellt.

    Und ironischerweise ist auch für Tina aus 7 Nächte das Thema, wo sie wenige Fragen zu beantworten will. Bei ihr liegt es aber daran, dass sie versucht sich von ihrer Familie von Monsterjägern und der magischen Welt zu distanzieren. Und was soll sie normalen Menschen, die nichts von Magie wissen, erzählen?

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  • NelaNequin

    Ich werde nur 7 Nächte noch einmal lesen, weil ich im Juni versuchen will, daran weiterzuschreiben.

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  • NelaNequin

    Oh, es gibt so viele Tropes und Klischees, die ich nicht leiden kann - und die in einigen Genre halt leider aber auch so viel ausmachen, weil sie so allgegenwertig sind.

    Fangen wir mit einem Klassiker im Fantasy-Genre an: Der wahre König. Spielt seit Herr der Ringe das Spiel bereits mit. eigentlich sogar noch länger. Wir haben ein Königreich vor dem Ruin mit einem “falschen König” an der Spitze, der sich diese Position irgendwie erschlichen hat. Und dann kommt der wahre König, also wer auch immer eigentlich erbberechtigt war, rettet den Tag und sofort blüht das Königreich wieder auf. Weil er ja der wahre König ist und das heißen muss, dass er alles richtig macht oder so. Ich meine, auch wenn ich Martin nicht leiden kann, seine Anmerkung zu Aragorns Steuerpolitik ist definitiv berechtigt.

    Ebenfalls so ein Main Stay im Fantasy, teilweise sogar im Science Fiction Genre ist der Bauernjunge, der zum Krieger ausgebildet wird und in 0-komma-nichts einer der besten Krieger ever ist. Dann hat er einen (Trainings)kampf mit altem Krieger XY, der der beste in [Disziplin] ist, und besiegt ihn leicht. Und am Ende gewinnt er praktisch im Alleingang große Schlachten und rettet die Prinzessin oder was auch immer. Es ist öde. Es ist langweilig. Ich verstehe nicht, warum das so beliebt ist.

    So ein allgemeiner Stereotyp, den ich nicht leiden kann, ist der Trope, der sich Strong Independent Woman nennt. Nicht falsch verstehen: Ich mag starke weibliche Figuren, aber ich finde es sehr nervig und sehr störend, dass oftmals dann diese Figur die “Ausnahme” ist, die sich dann auch permanent von anderen Frauen distanziert, weil sie ist ja stark und Frauen, sagt sie verallgemeinernd, sind schwach. Und sie macht alles, wie die Männer es machen. Und das wird endlos hervorgehoben. Natürlich verliebt sie sich auch nicht, weil das ist ja auch so ein Frauending - und wenn sie es tut wird es als ihre große Schwäche angesehen. Auf gewisse Art und Weise finde ich das sexistischer als die Damsel in Distress (auch wenn ich das ebenfalls meist nicht leiden kann), weil die ganze Zeit gesagt wird: “Alles, was der Charakter macht, kann der Charakter nur machen, weil trotz Brüsten so unweiblich!”


    CN: Kannibalismus (für den nächsten Abschnitt)

    Was so ein sehr spezifischer Trope ist, der zu post-apokalyptischen Fiktion gehört, ist etwas, das ich nenne: “Zivilisationszerfall durch Kannibalismus”. Effektiv hat man es in so vielen post-apokalyptischen Geschichten so, dass die Autor’innen meinen, den Zerfall der Menschlichkeit dadurch zu zeigen, dass es Kannibalen gibt. Und zugegebenermaßen: Da diese meistens auch Menschenjäger’innen sind, ist das schon sehr unmenschlich. Aber die Problematik, die ich sehe, ist eben, dass halt gerne auch so getan wird, als gehörte beides zusammen: Menschenjagd und Kannibalismus. Und wenn man sich mal mit Kulturen beschäftigt hat, die Kannibalismus betrieben haben oder noch immer betreiben … sagen wir es mal so: Beisetzungsmethoden sind auf der Welt unterschiedlich und diverse Kulturen rümpfen auch ihre Nase darüber, dass wir unsere Toten in der Erde verbuddeln. Und so wird halt eine kulturelle Praxis mancher Kulturen weiter über diesen Trope verteufelt und … das finde ich nicht okay.


    Und dann hätten wir noch meinen absoluten Hass-Trope: White Savior. Wegen meiner auch der “Human Savior”, wenn wir statt mit weißen und nicht-weißen Personen mit Menschen und nicht-weiß-codierten Spezies arbeiten. Am schlimmsten finde ich den Trope, wenn er auf historische Settings wirklich angewendet wird und in einer Geschichte, in der eigentlich irgendeine BIPoC Gruppe für ihre Rechte gekämpft hat, es komplett um eine weiße Person, wahrscheinlich einen weißen Mann herum aufgebaut wird und der natürlich dann auch den Konflikt löst. Ginge ja gar nicht, wenn nicht-weiße Personen sich selbst retten und eigene Ziele und Agency hätten. Wo kämen wir denn da nur hin! Ich finde dieser Parodie-Trailer zeigt das ganz gut.
    Lässt sich so übrigens auf “Straight Savior” oder “Male Savior” übertragen, wenn es um queere oder feministische Problematiken geht.

    Davon abgesehen bin ich halt allgemein den Kram leid, der halt rassistisch, sexistisch, queerfeindlich und dergleichen ist - oder einfach die ganze Zeit alle Personen, die nicht weiß und cishetero sind unsichtbar macht.

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