• NelaNequin

    Ich bin aktuell ein wenig was am Grübeln bzgl. meiner Reihe.

    Ich bin absolut ein Verfechter davon, wenn man psychische Probleme hat, zum Psychologen zu gehen. Leider ist es in meinem Buch ein strittiges Thema.

    Meine Prota, eine Hexe, hält sehr wenig davon, obwohl sie die Geschichte bereits mit einer ausgewachsenen Depression (resultierend aus einem Trauma, das sie sich nicht eingesteht, und einem Leben mit undiagnostiziertem ADHS) beginnt.

    Die Werwölfe, die eine große Rolle spielen, sind auch keine Fans davon. Obwohl die allesamt mehr PTDS haben, als manche Soldat*innen.

    Nun hat meine Prota in Band 2 eine Chance gleich noch mehr Traumata zu bekommen, woraufhin ihr ihre Mentorin (die im Tagesjob auch als Psychotherapeutin arbeitet) ihr rät, sich einen Psychologin zu suchen. Prota verspricht es und … landet kurz darauf in einer Beziehung. Und “vergisst” es darüber. Immerhin geht es ihr auf einmal ja ganz gut. Glückshormone und so. Und wenn es mal schlechter geht … Sex hat auch eine gewisse Serotonin fördernde Wirkung, nicht?

    Kurzum: Ich weiß, dass was Prota da macht, eine ganz doofe Idee ist. Das wird sie auch später richtig in den Arsch beißen, weil ihre Depression eigentlich schlimmer wird, sie sich nur sehr effektiv immer wieder hochpusht, bis eine Sache sie dann total aus der Bahn wirft … aber das passiert erst in Band 5.

    Und genau da ist mein Problem: Es ist leider ein Romantik-Trope zu sagen, dass eine Beziehung jedes psychische Problem behebt. Und da die Geschichte aus Protas Sicht geschrieben ist, nach deren Meinung es ja alles super ist, jetzt wo sie die Beziehung hat, könnte bei Leser*innen der Eindruck entstehen, dass das hier in dieselbe Richtung schlägt.

    Und ich bin mir tbh nicht sicher, wie ich das umgehen kann. Denn: Ja, ich werde Kleinigkeiten einbringen, die deutlich machen, dass es alles nicht so gut ist, wie sie glaubt. Aber da es Subtext und nicht Text ist kann man es überlesen. Ja, es gibt eine Metapher, die für ihre Depression steht, aber erneut … Subtext. Das einzige, was ich effektiv habe, ist, dass die Mentorin beharrlich sie erinnern wird, sich einen Termin beim Psychologen geben zu lassen.

    Aber korrigiert das den Eindruck? Ich weiß es nicht, um ehrlich zu sein.

    Was denkt ihr? Würde der Eindruck bei euch aufkommen?

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  • NelaNequin

    [Review] Heirs of the Veil
    Anstatt einem komplett geschriebenen Buch widme ich mich mit diesem Review einem Urban Fantasy Comic.

    [Schreibtipp] [Weltenbau] Sexuell positive Welten
    Wer im Englischen Web unterwegs ist, mag eventuell einmal den Begriff sex positive gehört haben. In diesem Weltenbau-Eintrag widme ich mich der Frage, was sich dahinter verbirgt und wie man es in den Weltenbau mit einfließen lassen kann.

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  • NelaNequin

    Oh, das mit dem Siegel ist ja voll klasse <3

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  • NelaNequin

    Hallo zusammen,

    Ich bin aktuell ein wenig am Grübeln. Ich schreibe ein Onlineprojekt (Mosaik), das ich vom Aufbau her auch explizit mir als Webserie ausgedacht habe. Heißt, es ist für die Veröffentlichung online und als relativ langes serielles Format optimiert. Das macht sich halt durch zwei Sachen bemerkbar.

    Zum einen: Die Kapitel sind oft sehr, sehr kurz, da es viele anstrengend finden online längere Texte zu lesen. Effektiv habe ich statt echten “Kapiteln” eher Szenen als Kapitel abgegrenzt.

    Zum zweiten: Die Handlung ist halt weniger wie ein Roman aufgebaut, sondern hat eher, wie eine Fernsehserie mit kleineren Arcs, die dann für ein paar “Folgen”/Kapitel dauern. Diese sind vor allem in der ersten “Staffel” (oder Sequenz, wie ich es nenne) relativ kurz. Ab der zweiten Sequenz werden sie länger - da gibt es dann auch eine übergreifende Handlung, abseits der Figuren.

    Na ja, und genau letzteres ist das Problem: Gerade “Staffel 1” hängt sehr lose zusammen, da sie effektiv dazu dient, die Charaktere und die Welt einzuführen. Die Charaktere gehen als Söldner ihren Jobs nach, hier und da ein wenig Action, hier und da Charakterdrama. Halt Einführungskram. Online funktioniert das soweit gut, da man klar sagen kann “serielles Format”. Aber … nun, ich wurde mittlerweile von diversen Leuten angefragt, ob ich die Geschichte nicht drucken würde. Und an sich wäre es ja durchaus cool. Also es würde mich natürlich freuen sie dann (natürlich im SP) zu drucken.

    Aber ich mache mir halt wirklich Gedanken: Wenn ich sie drucke, würde ich sie natürlich auch idealerweise für Leute außerhalb meiner Blase verkaufen wollen. Und wie kriege ich da hin, dass die Leute nicht irritiert sind, dass ein Buch halt keinen traditionellen Anfang-Mitte-Schluss Aufbau hat? Denn serielle Geschichtenveröffentlichungen sind hier ja eher untypisch.

    Die Sache ist: Die erste Sequenz hätte etwa 250 Normseiten, was eine schöne Länge wäre. Aber halt keinen klassischen Verlauf. Am ehesten könnte man sagen, es ist eine Art Charakterstudie.

    Insofern bin ich aktuell am überlegen, wie ich eine Printversion am besten angehen sollte. Eine Idee, die ich hatte, waren dünnere, kürzere Bücher, aus denen man dann eine Sammelreihe baut, um direkt im Format das Serielle reinzubringen.

    Ich bin mir unsicher. Hat jemand Gedanken/Ideen?

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  • NelaNequin

    Ich würde hier auch sagen: Kommt drauf an. Ich schreibe diverse Szenen aus, weil ich es gerne mache, lasse sie dann im Endprodukt aber raus, wenn sie nicht entweder wichtig für den Plot oder die Charakterentwicklung sind.

    Wichtig für die Handlung sind sie bei mir fast immer dann, wenn sie mit einem magischen Ritual zusammenfallen. Da in dem Universum, das ich schreibe, für diverse Arten von Magie Sex als Energiequelle genutzt werden kann, kommt es hier halt vor, dass so ein Ritual mit einer Erotikszenen einhergeht.

    Wichtig für die Charakterentwicklung sind Szenen, in denen ein Charakter halt die Schilde fallen lässt auf die ein oder andere Art und Weise.

    Und so halte ich es mit dem Lesen eigentlich auch. An sich störe ich mich nicht an einer oder zwei Sexszenen - sofern die Charaktere zumindest halbwegs in einem passenden Alter sind - stören mich auch ohne nicht wirklich. Solange alles einvernehmlich ist.

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  • NelaNequin

    Ich werde immer wieder gerne die Bücher vom Arcadia Project (geschrieben von Mishell Baker) empfehlen. Urban Fantasy. Geiler Weltenbau. Sehr divers. Allgemein genial geschrieben. Leider ohne Deutsche Übersetzung, obwohl die Bücher einen Nebula Award gewonnen haben (und andere auch).

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  • NelaNequin

    Ich habe einen Beitrag, der nichts mit dem Schreiben zu tun hat, den ich aber dennoch mal Teilen möchte:

    [Sonstiges] Der Treibhauseffekt
    Als jemand aus dem Geo-Bereich habe ich mir gedacht, es wäre vielleicht angemessen, einmal zu versuchen den Treibhauseffekt mit möglichst einfachen Beispielen zu erklären. Denn leider habe ich immer wieder festgestellt, dass selbst Leute, die zwar akzeptiert haben, dass Klimawandel real ist, nicht den Zusammenhang zwischen CO2 und dem Klimawandel verstehen.

    Verfasst in Schreibnacht-Blogs weiterlesen

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