• Dicra

    Er fiel mit geschlossenen Augen; er sah nicht mehr, was unter ihm wartete. Er fühlte bloß den Wind und die Freiheit, und dann wurde alles ganz leicht und hell.

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  • Dicra

    @katerlysator sagte in Politik, Kunst und der ganze Rest:

    @dicra sagte in Politik, Kunst und der ganze Rest:

    sie [eine detaillierte Analyse] ist angesichts der eher dürftigen Anzahl im Internet auffindbarer Fachquellen zu außereuropäischer Behandlung von Homosexualität auch schwierig)

    Das ist jetzt auch eher gewagt, also sowohl der Anspruch einer “detaillierten Analyse” zu dem Thema, sowie, dass im Internet das Angebot an Fachliteratur - auch und gerade zu dem Thema [1] - rar wäre. Also wenn das Internet etwas noch und nöcher bietet, dann Information; auch wissenschaftliche Fachinformation. Man muss nur wissen, wo man sucht und wissen, wie das, was man sucht, in den Fachkreisen genannt wird. Und sicherlich ist viel hinter Paywalls etc. versteckt; aber genug open access ist definitiv da, auch legal zugänglich.

    Danke für die Schlagwörter!

    Du hast schon Recht, ich hätte mich mit der absoluten Behauptung zurückhalten und lieber klarstellen sollen, dass ich nicht viel gefunden habe. Auf Wikipedia war “Homosexualität und Religion” ganz gut, aber oberflächlich (und mit wenig benutzbaren weiterführenden Quellen). Das allermeiste hatte entweder einen kontemporären Bezug oder es ging um europäische Geschichte.

    Meiner Erfahrung nach wird das Internet generell immer schnell sehr paywallig, sobald man in die Richtung von Spezialmaterien geht.

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  • Dicra

    @hollarius sagte in Politik, Kunst und der ganze Rest:

    @dicra Man könnte sogar in der europäischen Geschichte Beispiele dafür finden, wo Homosexualität durchaus kaum kritisch gesehen wurde. Speziell in der Antike, auch wenn das nicht die gleiche Form von Homosexualität ist, die wir heute kennen.

    Dann mal mein Kenntnisstand zu dem Thema: In der Antike (bzw. insbesondere Griechenland und Rom) war das häufig eher eine Meister/Schüler-artige-Beziehung, soweit mir das bekannt ist. Tatsächlich gleichberechtigte gleichgeschlechtliche Beziehungen wurden, soweit ich weiß, eher kritisch betrachtet. Später im Mittelalter galten gewisse Sexualpraktiken als Sünde, die allerdings dann erst mit der Zeit zu tatsächlichen harten Strafen führte.

    Ich habe ja mit keiner Silbe behauptet, Homosexuelle wären überwiegend systematisch verfolgt worden. Zu der Sache mit dem Islam will ich mich lieber nicht äußern; da habe ich zu wenig Ahnung für eine differenzierte historische Analyse, aber deine Darstellung scheint nicht ganz unkontrovers zu sein.

    Übrigens hat niemand einen Anspruch darauf, belehrt zu werden. Wir sind hier im Internet, da kann man auch selbst mal schauen … ;)

    Ich habe nach zusätzlichen Infos gefragt, ich habe keine Ansprüche auf eine historische Abhandlung gestellt. Sowieso kann ich ja niemanden zwingen, mir Sachen zu erklären, ich kann nur darauf hinweisen, dass mir das mehr helfen würde.
    Manchmal liegt man eben falsch, das passiert ja jedem von uns. Wenn dann jemand kommt und mir konkret begründet, wo der Fehler liegt, kann ich damit mehr anfangen als mit einem recht pauschalen “stimmt nicht”.

    Das gilt vor allem dann, wenn - wie in diesem Fall - die Behauptung unkonkret und die Quellenlage eher dünn und äußerst unübersichtlich ist (was ich weiß, weil ich zunächst selbst nachgeschaut habe). Es ist leider nicht so, als würde Google einem erlauben, sich über solche “brenzligen” und komplexen Themen durch ein paar Mausklicks schnell und lückenlos zu informieren.

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  • Dicra

    @nelanequin sagte in Politik, Kunst und der ganze Rest:

    @dicra sagte in Politik, Kunst und der ganze Rest:

    Zwangsläufig ist das nicht so, aber die Historie zeigt doch, dass in der Mehrheit vergangener Gesellschaften Homosexualität ein Reizthema war.

    Das ist eine sehr eurozentrische Betrachtungsweise. Und selbst da auch nicht unbedingt aufgeklärt. Zeigt in erster Linie, dass du dich nie wirklich mit der Geschichte von Homosexualität beschäftigt hast und einfach nur Vorurteile wiedergibst.

    Du könntest mich natürlich nun eines Besseren belehren, indem du diesen Beitrag ausführst, und so zum Abbau dieser Vorurteile beitragen, oder du könntest es bei dem pauschalen Vorwurf belassen.

    Ich repliziere, was ich in diversen Artikeln sowohl auf semiwissenschaftlichen Plattformen (Wikipedia) als auch in Zeitungen gelesen habe. Eine detaillierte Analyse habe ich natürlich nicht durchgeführt (sie ist angesichts der eher dürftigen Anzahl im Internet auffindbarer Fachquellen zu außereuropäischer Behandlung von Homosexualität auch schwierig), deshalb hätte ich nichts dagegen einzuwenden, von deiner zu hören.

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  • Dicra

    @rebellenkatze sagte in Nebencharaktere und Statisten:

    Nachdem ich in der Suche nicht fündig wurde - falls übersehen: Asche auf mein Haupt :see_no_evil:

    Was mir bei den letzten Büchern auffiel, die ich gelesen habe (kann natürlich auch selektive Wahrnehmung sein), dass die Welten in denen die Geschichten spielten, ob Dorf, Stadt, Länder, Kontinente, usw. irgendwie sehr menschenleer wirkten, bzw. die Erzählung extrem fokussiert auf die Protagonisten zugeschrieben war. Da war er Hauptcast der Geschichte und ansonsten wirkte die Welt eher… menschen/wesenleer. Und rückblickend tendierte ich dann doch nach Ausflügen in die ein oder andere Richtung wieder zurück zu immer den gleichen Geschichten, die dann fleißig wieder und wieder gelesen und gehört wurden: alle samt meist ausgestattet mit einem ziemlich großen “Cast” an Nebencharakteren, teils bis zu dem Grad, an dem es erschlagen wurde (bei asoiaf z.B.) Natürlich gehört das irgendwo auch zur Geschmackssache, klar. Würde mich dennoch interessieren, wie ihr das so handhabt?

    Erstmal: Hochinteressante Frage, über die ich mir auch schon einige Gedanken gemacht habe. Ich bin grundsätzlich jemand, der solche “Weltstatisten” deshalb weglässt, weil die Interaktion mit ihnen meinen Plot nicht voranbringt. Häufig schaue ich mich einfach danach um, wen ich für meinen Plot brauche, und die Leute werden dann in die Geschichte integriert. Wenn eine Szene etwa eines vollen Wartesaals bedarf, dann kommen auch gerne mal ein, zwei Leute aus diesem Wartesaal vor, aber ich würde nicht zur Darstellung der Fleichschverkäuferin beschreiben, wie die Protagonistin einkaufen geht, weil ich das selbst beim Lesen eher bremsend fände.

    Ich glaube, die Frage, ob man so etwas macht, hängt ganz davon ab, ob man eine “Slice of Life”-Geschichte schreibt oder nicht. Mir geht es eher darum, außergewöhnliche Personen dabei darzustellen, wie sie außergewöhnliche Dinge erleben, und nicht, das Leben in seinen Facetten vollständig widerzuspiegeln. Genau umgekehrt war das meiner Einschätzung nach etwa in “Harry Potter”.

    Eine Welt kann sich natürlich lebendiger anfühlen, wenn man mehr ihrer Aspekte kennenlernt - und wenn ich jemals eine Idee für eine Gesellschaft haben sollte, die ich unbedingt näher darstellen will, dann würde ich das wohl auch ähnlich betreiben (auch mit mehreren POV-Charakteren, etc), aber bisher hab ich immer versucht, den Fokus eher zu verengen.

    Wie viel Augenmerk richtet ihr eben darauf, auf den Neben-Cast eurer Geschichte sozusagen? Ab wann bekommen Nebencharaktere eigene Namen? Und wie entscheidet ihr, wann es zu viele sind oder gerade richtig?

    Also, was den eigenen Namen angeht, gibt es da nicht “den” Cutoff-Point, aber sobald sie in einer Szene ein mehr als halbseitiges Gespräch führen, ermüdet es mich irgendwann, immer “der Glatzköpfige” schreiben zu müssen.
    Ansonsten muss ich gestehen, dass ich an meine Nebencharaktere ähnlich herangehe wie an meine Hauptcharaktere - nur einfach früher aufhöre. Ich versuche bei Charakteren immer zu allererst, mich mit mir selbst auf eine Art Grundeinstellung der Figur - sozusagen ihre “Art” - zu einigen, und dann erweitere ich diese Grundeinstellung um diverse Aspekte.

    Bei den Nebencharakteren hört es dann schon bei der “Grundart” auf - das sind meistens einfach nur literarisch umgesetzte Adjektive in Kombinationen mit einem Nomen, zB “naive Oma”, “hypermotiviertes Mädchen”, “gelangweilter Kassierer”, “eingebildete Intellektuelle”, “überkorrekter Beamter”, “nervöser Student”, etc pp.
    Hintergrundgeschichten, familiäre Beziehungen und so weiter bekommen die nicht.

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