• Hilo

    Ich lese aktuell ‘The Bird King’, das eine schöne Kombi aus religiös inspirierter magischer Welt hat: Ein schwuler muslimischer Kartenmacher, der geheime Tunnel auftauchen lassen kann, indem er sie zeichnet, wird wegen der feindlichen Übernahme Granadas durch die Spanier von der Inquisition gejagt, eine Konkubine des Sultans von Granada flieht mit ihm und entkommen können sie mit der Hilfe eines hübschen Hunde-Dschinns, der natürlich mit beiden flirtet 😁

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  • Hilo

    Ich glaub, was ich an vielen Büchern mag, und dazu gehören Dystopien auch, ist dass sie mich dazu bringen zu prüfen, wie sehr ich einen Gegenstand kenne. Wenn ich eine gute Dystopie lese und ich bin ahnungslos, dann kann ich mich schonmal empören über ,Krass, was die da einfach machen, stell dir vor, wir wären so’. Wenn ich eine gute Dystopie lese und ich kenne mich mit politischen Schlichen aus, oder wie Diktatoren herrschen (oder Bundeskanzler!) oder wie man als Zeitungsredakteur*in die Gemüter hochpeitschen kann oder was es mit Menschen macht, wenn sie für ihr Überleben ackern müssen, dann finde ich da ganze Strukturen wieder, denen ich nachfühlen kann, WIE sie funktionieren und manchmal bringen die Geschichten auch etwas zum Punkt, was ich bis dahin nur geahnt und noch nicht ausdrücken konnte. Ich muss aber zugeben, für manche Dystopien funktioniert das für mich nicht, weil sie was sehr abstraktes kritisieren, fehlende Moral oder zu viel Individualismus oder so, dann springt der Funke nicht über. In der Hinsicht behält eine gute Dystopie in dieser Zeit ihren Charme für mich, wenn sie versteht, was abgeht, und wenn ich mein eigenes Verstehen da wiederfinde (oder natürlich was ich mir darunter vorstelle, denn ich lese ja auch oft viel in einen Text hinein).

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  • Hilo

    Durch eine Person, die auch schreibt, zu ,Brotjob und Literatur’ gekommen, ein Buch, in dem einige Dichter_innen und Schreiber_innen ihre Erfahrungen teilen, wie sie eigentlich finanziell durchs Leben kommen. Ich mags bisher sehr :)
    Außerdem lese ich auf Empfehlung meiner Freundin einen älteren YA-Roman, ,Dance on my grave’ von Aidan Chambers, an dem ich das etwas unkonventionelle Schreiben mag.
    Weiteres Buch: ,My year of meats’ von Ruth Ozeki. Ich war unglaublich bewegt von ihrem Buch ,The tale of the time being’. Leider kommen m.E. bisher weder ihr neues Buch noch ihr erstes (das oben erwähnte) daran heran. Werde es aber trotzdem fertig lesen. Und ein alter Liebling von mir, ,The Poetic Edda’, übersetzt von Jackson Crawford und von ihm im Hörbuch auch gelesen (wunderschöne tiefe Stimme!), wird gerade nochmal angehört :)

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  • Hilo

    Oh wow, hab am Freitag zu einem Writing Prompt einen Entwurf gemacht, der genau dazu passt :)

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  • Hilo

    Ich habe mit der ,Hexer’ Reihe angefangen und bin positiv überrascht vom ersten Band. Habe es aus irgendeinem Grund als so ne absolute ,Dude’-Geschichte wahrgenommen gehabt und die Netflixserie ist zudem soviel düsterer gestaltet als das Buch klingt - nämlich sehr humorvoll, der Hexer selbstironisch, das Aufgreifen von Märchen und Mythen immer interessant verdreht: zB Schneewittchen ist hier ,Renfri die Würgerin’, das Biest aus dem ,Die Schöne und das Biest’ Märchen kriegt lauter Töchter von reichen Kaufleuten zugeschickt, die alle freiwillig mit ihm was anfangen, aber seine wahre Liebe ist ein anderes Monster. Sexismus und so Rassismusanalogien sind immer mal wieder Thema (Analogie, weil es im Buch echte Rassen gibt). Die Sprache ist auch sehr unterhaltsam, aus dem alten Mann im Gefängnis, der seine Unschuld beteuert wird ,der alte Mann, der wegen Unschuld im Gefängnis saß’. Das einzige, was mir missfiel, ist die Beziehung zwischen körperlicher Behinderung und Magie - Magie lässt nämlich alle Behinderungen verschwinden und macht seine Zauber*innen des Image wegen schön. Eine merkwürdige Art, Behinderung mit hineinzubringen, ohne sie wirklich in der Story auszuspielen.

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