• Hilo

    Ich bin sehr zufrieden mit meiner eigenen Challenge, 120 Bücher zu lesen … angeben ist schön … 112 habe ich schon geschafft 😊

    Diesen Monat lese ich u.a.:

    Die vierzig Tage des Musa Dagh, von Franz Werfel. Da geht es um den Genozid an den Armenier:innen durch den türkischen Staat. Ich bin auf das Buch gekommen, weil es von Dara Horn in ihrer Essaysammlung ‘People Love Dead Jews’ empfohlen wurde als ein Beispiel, wie jüdiscbe Schriftsteller:innen sich der Idee eines abgerundeten, sinnigen, vielleicht sogar glücklichen Buchendes entziehen. Ich bin sehr aufgeregt, denn ich muss zugeben, dass ich ein Fan von Happy Ends bin und ich traurige, depressive, das Gesicht der Menschheit entlarvende Bücher richtig schlimm finde … sehe es also auch als persönliche Herausforderung.

    Ein anderes Buch, das ich diesen Monat abschließen will, ist ‘The Lonely City’ von Olivia Laing, die sich mit verschiedenen Künstler*innen auseinandersetzte, wie diese Einsamkeit und das Leben in der Großstadt in ihrer Kunst darstellten. Sehr schön bisher!

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  • Hilo

    Ich lese aktuell ,Plain Bad Heroines’ von Emily M. Danforth. Es ist … beeindruckend??? Ich bin gerade bei der Hälfte und bisher hat die Autorin dieses gebracht:

    • die Geschichte lesbischer Schülerinnen um 1900 im Schlossinternat Brookhants, die tot aufgefunden werden mit dem (verfluchten?) Buch einer - Lesbe
    • die Geschichte zweier queerer Lehrerinnen in diesem Internat
    • die bisexuelle Autorin die diese Geschichte recherchiert und als ,schreibendes Wunderkind’ in jungen Jahren veröffentlicht
    • ein lesbischer Filmstar, die am Filmprojekt zum Buch beteiligt sein will und sich in die Wunderkind-Autorin verliebt, mit Insta-Fame und Co
    • der schwule Direktor, der gleichzeitig dem eigentlichen Horror im Schloss Brookhants nachgehen will

    Ich mein, ich bin sehr gespannt, ob das Buch fertigbringt, was es ankündigt, aber bisher find ich es sehr unterhaltsam und bin einfach so beeindruckt, dass die Autorin sich echt nicht damit aufgehalten hat, ein ~bisschen Diversity~ reinzubringen :)
    Vom Horrorgrad her erinnert es mich gerade in Bezug auf Merritt, die Wunderkind-Autorin, an ‘We have always lived in the castle’ von Shirley Jackson.

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  • Hilo

    Ich denke die letzten Tage viel zu Setting nach, vor allem, weil das, was mich an einem Buch oft am meisten bewegt, die Atmosphäre eines Ortes ist, wie die Charaktere mit dem Ort interagieren (sind sie da aufgewachsen, kennen sie seine Probleme, kommen sie neu dazu, wie wird der Ort durch ihre Augen beschrieben usw).

    Habt ihr Ideen und generell praktische Tipps, wie ihr damit umgeht, einem Ort in einer bestimmten Zeit Leben einzuhauchen? Und wie man das üben kann? Mich interessiert wie Leute da rangehen, die in der Übung sind.

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  • Hilo

    Lese aktuell ‘The Golem and the Djinni’ von Helene Wecker und bin schon sehr eingenommen, weil es größtenteils um die Geschichte syrischer und jüdischer Migrant*innen in New York geht (und die magischen Wesen, die mit ihnen kamen)

    Dann ‘An unnecessary woman’ von Rabih Alameddine, das allerdings ein bisschen darunter leidet, dauernd ‘Weltliteratenzitate’ in den Text zu bringen. 😬

    Fertig gelesen habe ich gerade ‘Therese Raquin’ von Emile Zola und trotz der Tatsache, dass alle Menschen in diesem Buch auf andere Weise scheußlich sind, fand ich es irgendwie gut. Und angeblich wollte er es ‘Eine Liebesheirat’ nennen, was ich lustig finde. Interessant war auch, dass er eine körperlich nahezu völlig gelähmte Frau mit starker Teilnahme am Geschehen schrieb.

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