• TheLastGentleman

    Guten morgen (Ja es ist noch vor 10 - ich darf noch einen guten morgen wünschen :P)

    Heute muss ich noch mein Urteil für meine Richterin fertig schreiben - mein erstes Urteil - ich hoffe, dass es gelungen ist. Danach hoffe ich, dass ich noch ein bisschen Ideensammeln kann, um an meinem Buch so langsam mal weiter zu schreiben.

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  • TheLastGentleman

    Ich bin immer wieder fasziniert davon, dass es zahlreiche Personen gibt, die sich vorab den Inhalt eines ganzen Buches ausdenken und festhalten können.
    Dazu bin ich definitiv außerstande. Oftmals muss ich lange darüber nachdenken, wie es weiter geht, welcher nächste Schritt läge auf der Hand (der ist dann meistens ungeeignet, da die Spannung fehlt), wie könnte meine Figur stattdessen umgehen (ohne dass es ein künstliches oder unnatürliches Verhalten ist), etc.
    Ich halte nebenbei fest, was ich über meine Figuren geschrieben habe. Das kann sich auch gelegentlich ändern. Mit dieser Methode, die ziemlich lang braucht, werde ich wohl nie reich (dann kann man halt keine 2-3 Bücher / Jahr schreiben, eher 1 auf 2-3 Jahre). Aber so ist es halt.
    Ich glaube, dass ich mit Sprache ganz gut umgehen kann, deswegen schreibe ich so gerne, weil Sprache mich fasziniert, aber dass ich unbedingt zu viele Ideen hätte, kann ich leider nicht von mir behaupten. Aber so ist das nunmal.

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  • TheLastGentleman

    Heute ist ein guter Tag!
    Nachdem ich heute aus dem Krankhaus entlassen wurde - ich habe 10 Tage Daueruntersuchung hinter mir, mit dem erfreulichen Ergebnis, dass der im Raum stehende (sehr ernste Verdacht) sich zum Glück nicht bekräftigt hat - konnte ich mir endlich nochmal etwas (wohl auch zur Abwechslung) an mein Manuskript setzen. Und widererwarten hat es ganz wunderbar geklappt. Ich habe ein komplettes Kapitel niederschreiben können - was ich zuvor noch nie geschafft habe.
    Zugegeben, die Denkarbeit für diese Szene konnte ich bereits im Krankenhaus in den letzten Tagen machen, was mich hinreichend abgelenkt hat.

    Gerade bin ich sehr motiviert und freue mich etwas an meinem Manuskript weiter zu schreiben und hoffe, dass ich mich fortan wieder aktiver hier zeigen kann. Das war leider aus persönlichen Gründen zuletzt nicht möglich.

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  • TheLastGentleman

    Fehlerfreiheit erwarte ich in veröffentlichten Texten gleichfalls. Als geneigter Zeitungsleser - ja ich bekenne mich offen zu dieser aussterbenden Art - ist es schockierend, wie rapide das Niveau bei der SZ, FAZ, Welt, etc. sinkt. Nicht nur Inhalte, auch Form scheinen nur noch von Praktikanten überprüft zu werden. Diesen Trend bedauer ich zutiefst. Derzeit lese ich ein Buch, welches wohl zu den bestverkauften Fantasyromanen der letzten Jahre gehört und entdecke ständig Fehler. Das verdirbt einem wirklich den Spaß.

    Forenbeiträge und Social Media betrachte ich lockerer. Obgleich sie mMn nicht von jeder Form entbinden, so sind vereinzelte Fehler - die mir selbst oft genug beim schnellen Schreiben passieren - verzeihbar. Aber ein gewisses Grundniveau halte ich auch in solchen Medien für sinnvoll.

    Legasthenie ist gewiss ein ernstes Thema. Aber man sollte auch das Regel-Ausnahme-Verhältnis nicht ins umgekehrte verzerren. Als Dozent an der Uni weiß ich, bei wem entsprechende Schwächen vorliegen und berücksichtigt werden müssen. Deren Arbeiten sind nur oft halt nicht mal die schlechtesten (von der Form). Viele beherrschen einfach die deutsche Sprache nicht mehr. Machen wir uns doch nichts vor, das allgemeine Sprachniveau sinkt seit Jahren. Und anstatt die Probleme anzugehen werden Legastheniker instrumentalisert und Leute, die überhaupt keine Diagnose haben laufen schreiend durch die Gegend: “Mit Wörtern konnt ich ja noch nie. Hab da bestimmt eine Schwäche.” Das hilft dem Schul- und Unisystem nicht, aber viel schlimmer ist, es allem schadet denen, die wirklich eine Lese- und Rechtschreibschwäche haben.

    Im Berufleben und damit auch bei Veröffentlichungen lasse ich Legasthenie für zahlreiche Formmängel im Übrigen nicht gelten. Denn hier kann man schon erwarten, dass Schreibprogramme, Schreibkräfte, Lektoren, Korrektoren oder wer auch immer begleitend zur Veröffentlichung hinwirken. Wer kommerziell tätig ist, der muss letztlich auch dafür Sorge tragen, dass er/sie den Formalansprüchen gerecht wird.
    In meinem Bekanntenkreis hat sich dieses Problem interessanter Weise nie gestellt, da die Personen, die an Legasthenie leiden, sich alle in Berufe orientiert haben, bei denen Schreiben und Lesen keine primäre Berufstätigkeit sind.

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  • TheLastGentleman

    1. Kannten die sich im geannten Beispiel sehr gut und 2. sehe ich das tatsächlich massiv anders.

    Und es ist wohl ein nicht unerheblicher Unterschied ob ich jemanden anfasse (ob nun mit den Füßen oder den Händen oder irgendeinem anderen Körperteil) oder nicht.
    Im Übrigen sehen das nicht bloß “die Männer” (übrigens eine nicht weniger sexistische Aussage) so, sondern nach damailger Berichterstattung die Mehrheit der Frauen gleichfalls. Einen solchen #metoo mit genanntem gleichzusetzen würdigt die Opfer massiv herab.

    Aber mehr werde ich dazu nicht sagen.

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  • TheLastGentleman

    Mit Verlaub, das halte ich für eine steile These. Als sei die Frau an sich nicht imstande zu entscheiden, was sie lesen möchte und was nicht. Sozial-kultureller Hintergrund und Erziehung von Frauen sind gewiss nicht der Grund für den Erfolg solcher Bücher. Als sei es heute noch ein Problem verengter Rollenbilder. Und als Mann kann bin ich auch nicht willens mir diesen Schuh anzuziehen!
    Wir haben heute die vielleicht die selbstbewusstesten und erfolgreichsten - jedenfalls aber freisten - Frauen, die dieses Land jemals hatte. Und das ist auch gut und richtig. Niemand den ich kenne oder kannte sieht das anders. Frauen machen bessere Abiture und besser Uniabschlüsse als Männer. Wir Leben in einem Land in dem Frauen selbstverständlich zur Spitze des Staates gehören. Ungleichheiten im Beruf sinken massiv. Gehaltsunterschiede lassen sich heute ganz überwiegend mit der Generation 50+ erklären, die in den nächsten 15-20 Jahren in Ruhestand gehen. Bis dahin werden wir hoffentlich keine - schlimmstenfalls - minimale Gehaltsunterschiede noch haben.

    Und dass sexuelle Übergriffe heute noch als “Flirt” verstanden werden ist doch blödsinn. Das Gegenteil ist der Fall. In Öffentlichkeit stehende Personen werden öffentlich herabgewürdigt wenn sie Frauen sagen, dass sie hübsch sind oder ein Dirndl ausfüllen können. Das kann man geschmacklos finden - oder als Kompliment verstehen. Aber als sexuelle Belästigung nur wenn man engstirnig und böswillig ist.

    Aber wir driften wohl etwas vom ursprünglichen thema ab. “Merkwürdig, dass sich da ein Publikum findet, das bereit ist, dafür zu bezahlen, zu lesen wie seinesgleichen unterdrückt und brutal behandelt wird.” Trifft es wirklich gut. Ich kann es persönlich auch nicht nachvollziehen, aber dafür gibt’s wohl einen Markt. Massig Männer machen es übrigens auch nicht anders und gehen zu Dominas und sowas. Wem’s gefällt? Mir egal. Solange es im Einvernehmen ist kann ich damit leben, dass Leute etwas toll finden, was ich eher abstoßend finde. Das schwere an der Freiheit ist doch, dass wir akzeptieren müssen, dass andere Menschen Meinungen und Vorlieben haben, die - natürlich immer unter der Prämisse von Mündigkeit und Einvernehmen - andere ablehnen oder nicht nachvollziehen können.

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Es scheint als hättest du die Verbindung zu Schreibnacht verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.