• RiaWinter

    Hmm, unterschiedlich :thinking_face:

    Oft ist es so, dass ich eine bestimmte Figurenkonstellation als Grundgedanken für eine Story hab – beim „Feuervogel von Istradar“ zum Beispiel hatte ich zuerst die Idee dieser Gardistin, die mit einer Diebin gemeinsame Sache machen muss, obwohl sie total verfeindet sind. Und dann frag ich mich: Wieso sind sie denn eigentlich verfeindet? Wieso ist die eine Gardistin und die andere Diebin? Was steckt hinter diesen Stereotypen, was ist ihre innere Motivation? Und so arbeite ich mich tiefer in die Figuren hinein.

    Manchmal träume ich Figuren auch, zum Beispiel Inari aus „Tal der Toten“. Da hatte ich eine bestimmte Szene im Traum gesehen und aus dieser dann die Idee des Romans gesponnen (die Szene selbst hat es aber nie in den Roman geschafft XD ). Was für mich so gar nicht funktioniert, ist, Figuren aus Vorlagen oder Fragebögen oder so zu erstellen. Ich entdecke sie dann lieber beim Schreiben!

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  • RiaWinter

    Hi Francis,
    danke für die schöne Frage! :)
    Ich hatte früher so gar keine Schreibroutine, aber inzwischen hab ich eine entwickelt, die für mich ganz gut funktioniert. Ich schreibe immer morgens vor der Arbeit, so zwischen 7 und 9 Uhr, dann hab ich das für den Tag quasi schon abgehakt und kann abends den Kopf abschalten und netflixen oder so :sunglasses:
    Mein liebster Schreibort ist mein Lesesessel in der Ecke meines Arbeitszimmers, da niste ich mich dann morgens mit meinem Müsli und meinem Earl Grey ein. Beim Frühstücken schau ich mir meine Notizen zur Geschichte und zum nächsten Schreibabschnitt an und danach hau ich dann in die Tasten.
    Ach so, und anziehen tu ich mich erst hinterher, also geschrieben wird in Nachthemd + Bademantel XD

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  • RiaWinter

    Ich bin total blauäugig rangegangen damals! :sweat_smile: Bin zufällig auf die Impress-Ausschreibung gestoßen, als ich grad den ersten Entwurf von „Tal der Toten“ fertig hatte, also hab ich den Roman einfach mal eingesandt. Ich hatte echt viel Glück, dass der Jury meine Story und mein Schreibstil so sehr gefallen haben, denn eigentlich fällt der Roman bei Impress etwas aus der Reihe, weil da Romance nicht im Fokus steht (und dann ist die Prota auch noch lesbisch, ich hab mir echt keine Gewinnchancen ausgerechnet …).
    Ich würde definitiv empfehlen, sich vorher anzuschauen, welche Bücher der Verlag so im Programm hat, um abzuschätzen, ob das eigene Manuskript überhaupt dazu passt. Und sich wirklich genau an die Vorgaben zu halten, was Zeichenzahl und Thema angeht, auch wenn es noch so nervig sein mag :grimacing:
    Ich hab außerdem viel Zeit ins Exposé investiert, weil das das Erste ist, was der Verlag (und die anderen Jurymitglieder) vom Manuskript sieht. Versuch im Exposé zu vermitteln, warum dein Manuskript dich selbst begeistert – ich glaub, wenn sich dieser Funke erst mal überträgt, hat man gute Chancen! :wink:

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  • RiaWinter

    Hi Jana,
    danke fürs herzliche Willkommen! :)
    Das ist gleich ne gute Frage für den Anfang! Also in der deutschen Verlagsszene sind queere Themen/Figuren noch nicht so richtig angekommen, find ich, zumindest nicht bei „den Großen“. Kleinverlage suchen teilweise gezielt nach queeren Geschichten, aber die großen Publikumsverlage übersetzen lieber erfolgreiche queere Bücher aus dem (englischsprachigen) Ausland. Das finde ich echt schade. Da tut sich auf jeden Fall was, aber recht langsam.
    Mein erstes Buch „Tal der Toten“ kam ja bei Impress raus und hat eine queere Liebesgeschichte (wenn auch eher im Hintergrund), also es geht schon, aber da müsste echt mehr kommen. Und auch nicht nur m/m-Storys, also wo’s um Jungs geht :roll_eyes: Bei meinem „Feuervogel von Istradar“ hab ich zwei Verlagsabsagen kassiert mit der Begründung, dass f/f-Romance zu sehr ein Nischenthema sei. Deswegen hab ich mich letztendlich auch fürs Selfpublishing entschieden.
    Ich würd also nicht sagen, dass ich gar keine Möglichkeiten in Verlagen sehe, aber es ist schon noch ne extra Hürde.

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