• cdvolbers

    Ein Teil meines Science Fantasy-Romans wird im Hamburg des 23. Jahrhunderts spielen. Hamburg ist zwar nicht meine Heimatstadt, aber war immer in der Nähe, und ich finde es interessant, eine Geschichte in einer Solarpunk-Version der Stadt anzusiedeln.

    In weiter Ferne steht auch noch ein halbwegs autobiographisches Projekt an, das auf dem flachen Land in Niedersachsen spielt, aber davon lasse ich erst einmal die Finger.

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  • cdvolbers

    Wenn’s wirklich nur ums Schreiben geht, dann würde ich raten: probiere in einem Elektronikgroßmarkt (Mediamarkt, Saturn, etc…) mal die Laptops verschiedener Hersteller aus. Und dann guck, auf welchem du am besten tippen kannst. Und wie auch schon empfohlen: wenn du viel unterwegs bist, ist die Größe ein Faktor. Ein 18-Zoll-Gaming-Bolide ist zuhause vielleicht ein guter Desktop-Ersatz, aber unterwegs nervt es auf Dauer.

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  • cdvolbers

    Ich bin - wie auch im anderen KI-Thread - nach wie vor ein großer Kritiker derzeitiger KI-Veröffentlichungen und hab einen Ordner mit Artikeln und Meinungen, warum “KI”, wie sie uns jetzt präsentiert wird, eine in vielen Dimensionen fragwürdige Idee ist; angefangen davon, dass die uns zugänglichen Anwendungen keine Intelligenzen sind, über die Qualität der erstellten Stücke, bis hin zu dem Punkt, dass diese Programme ohne die unterbezahlte Labeling-Arbeit echter Menschen gar nicht funktionieren würden - und das schön unterschlagen wird, damit die Illusion einer künstlichen Intelligenz bloß nicht verloren geht. Aber ich bin es auch irgendwie Leid, der Partypooper zu sein, und wenn’s nur um den Blick in die Glaskugel geht, dann bitte:

    Ich glaube, dass KI - im Sinne eines LLMs - keine Kunst erzeugen kann, dass aber KI für bestimmte Funktionen nützlich sein kann. In allen kreativen Bereichen, in denen ich bisher meine Finger hatte, gibt es lästige, kleine Tätigkeiten, die sich automatisieren lassen. Ich hätte z.B. gerne einen kleinen Roboter, der meine Gitarrensaiten regelmäßig wechselt, weil ich zu faul dazu bin (obwohl das sogar bei der 8-Saitigen recht flott geht).

    Beim Schreiben kann es eine Rechtschreib- und Grammatikprüfung sein, vielleicht sogar ein continuity-coach; wenn Word mir mitteilen würde, dass ich die Figur, die gerade aktiv ins Geschehen eingreift, vor 350 Seiten hab hops gehen lassen, dann würde das einige meiner Anxieties in Bezug aufs Schreiben verringern. Doch auch hier ist die Frage: kann eine Maschine auf alles eingehen, auf das ein oder eine professionelle:r Lektor:in eingehen kann? Letzendlich muss ich entscheiden, welches Feedback ich nutze und welches nicht. Aber vielleicht traue ich einem Menschen dann mehr als einer Maschine.

    Mir geht’s außerdem auch um eine gewisse Unterscheidung von Kunst und Content. Nicht in irgendeiner elitistischen, versnobbten Auffassung von “Hohe” und “Niedrige” Kunst (ich habe gerade sieben Staffeln Clone Wars, vier Staffeln Rebels und The Bad Batch hinter mir, um auf Ahsoka vorbereitet zu sein), sondern in den Herstellungsabsichten. Und da sehe ich KI weit vorne: vielleicht lasse ich mein Buch nicht von einer KI schreiben, aber meinen Social Media-Feed füttere ich mit generativen Prompts: “Bau’ mir einen Post im Fantasy-Stil mit folgendem Zitat aus meinem Buch. Lass’ es gut aussehen und poste es dann am Dienstag um 17:00 Uhr.” Womit wir den Authentizitätsanspruch von Social Media dann auch verlassen haben, lol.

    Und gleiches gilt dann auch für Buchtrailer und so weiter. Content zur Bewerbung auf Social Media, oder auf anderen Kanälen. Oder vielleicht existiert schon das Buchcover, das eine Künstlerin gemalt hat, aber für den Content muss es animiert werden - das macht dann eine KI, weil es zu teuer wäre, das für einen Post per Hand zu machen. Dann, wenn sich dies etabliert hat, springen plötzlich junge Künstlerinnen und Künstler auf den Plan, die sich als “Boutiquen” oder Handwerker:innen verstehen; im Sinne von “hier gibt’s nichts aus der KI, unsere Buchcover/Lektorate/Social Media-Content ist noch von Hand gemacht!”, und auch das wird seine Abnehmer:innen finden.

    Wahrscheinlich werden die heutigen Tools, die uns als Künstliche Intelligenzen verkauft werden, schlicht und banal das werden: normal. Wieweit sie sich dabei entwickeln werden, das bleibt weniger in unserer Hand und mehr in der Hand von Konzernen, die diese Modelle anbieten und entwickeln. Für diese muss es sich lohnen (die Frage, ob diese Technologie überhaupt in der Hand einer gewinnorientierten Firma sein darf, mal dahingestellt). Und ich glaube, dass das nicht so einfach sein wird. Noch baut z.B. Microsoft überall fleißig KI-Funktionen ein - und verbrennt dabei Geld. Und so, wie sich MS entwickelt (Office 365, Xbox Game Pass) glaube ich, dass es über kurz oder lang zu bezahlten KI-Funktionen führen wird. Und dann werden wir eine andere Diskussion führen.

    EDIT: Was ich vergessen habe: ich verteufle niemanden hier, der/die KI nutzen will. Ich wünsche mir gesamtgesellschaftlich einen kritischeren Umgang mit Technologie bzw. denjenigen, die erheblich von Technologie profitieren und uns jedes neue Jahr das “nächste große Ding” andrehen wollen (crypto, nfts, metaverse…). Technologie an sich ist spannend, aber meiner Meinung nach zu stark von Profitinteressen gesteuert, und ich sehe es als Aufgabe der Gesamtgesellschaft, nicht alles zu schlucken, was aus Silicon Valley kommt.

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  • cdvolbers

    Manchmal stelle ich mir vor, einen Musik- bzw. coming-of-age-Roman zu schreiben, der in der Einöde von Niedersachsen zwischen Bremen und Hamburg spielt - da, wo ich herkomme. Irgendwo zwischen großen Träumen und Banalität, zwischen “von Papa zur Bandprobe im Ort zwanzig Kilometer weiter gefahren werden”, Bandmerch im EMP zusammen mit Freunden bestellen, um Porto zu sparen, und sich vom Klassenkameraden GTA Vice City auf zwei Rohlingen brennen lassen. Platt wie das Land dort, mit Cola Korn und Zeltfeten (beides habe ich nicht mitgemacht, gehört aber dazu); eine Videothek nur eine Straße weiter und der erste Internetanschluss am Standdesktop im Wohnzimmer. Eine Raubkopie von Star Wars Episode I, auf Englisch, und ich verstehe nur was die Bilder mir sagen. Dorfgymnasium und Landwirtschaft, Ausflug zum Wattenmeer in Cuxhaven, und Busfahrten nach Bremen, ausgerechnet das größte Tor zur Welt in der Nähe.

    Soundtrack würde natürlich Sottrum von Grillmaster Flash sein:

    Vorbei an grau-melierten Häusern
    Mit Rammstein-Flaggen in den Fenstern
    Und schief geparkten Ford-Fiestas
    mit Wacken-Heckscheiben Aufklebern

    Wo Die Kinder noch Andreas heißen
    und nicht Emil oder Luke
    Wo der Hahn nur nach den Hühnern kräht
    Da fahr ich gern vorbei
    Hier soll der Punk begraben sein

    Sottrum Heavy Metal Hauptstadt
    Du reißt mein Herz heraus
    Streust Salz und Pfeffer drauf

    Gut sortierte Compact Disk Regale
    Von ACDC bis ZZ Top
    Tanja hat mit Simon endgültig Schluss gemacht
    Auf dem Heimweg im letzten Zug aus Hamburg

    Wo die Jungs noch an den Mofas schrauben
    Und die Mädchen sich den Quatsch noch glauben
    Wo Vaddern sich die Lieblingsband mit dir teilt
    Da fahr ich gern vorbei
    Hier soll der Punk begraben sein

    Sottrum Heavy Metal Hauptstadt
    Du reißt mein Herz heraus
    Streust Salz und Pfeffer drauf
    Grillst es durch und isst es auf
    Hier fahr ich gern vorbei
    Hier soll der Punk begraben sein
    Sottrum Heavy Metal Hauptstadt
    Du reißt mein Herz heraus
    Streust Salz und Pfeffer drauf
    Grillst es durch und isst es auf
    Kippst Korn und Cola drauf

    Ich weiß, der Song ist witzig, aber für mich auch ein kleines bisschen nostalgisch-melancholisch.

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  • cdvolbers

    Ich höre/lese ausschließlich gute Dinge und freue mich drauf, es zu spielen. Hab viel Nostalgie für den ersten Teil und auch für Larian (eher wegen Dragon Commander als für Divinity). Leider habe ich gerade - wenn überhaupt - nur für kleinere Spiele Zeit. Aber es steht ganz oben auf meiner Wunschliste.

    Aber ich wünsche allen viel Spaß damit! 🙂

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