• Jana

    Hui, das war spannend, durchzulesen, und brachte mir grad viele Denkabstöße!

    @anyasunita sagte in Verrat in euren Geschichten:

    Ich finde ja beim Lesen nichts schockierender und damit mitreißender und fesselnder als ein abgrundtiefer Verrat, wenn sich Verbündete plötzlich als Gegner_innen herausstellen, die die ganze Zeit lang heimlich gegen die Protagonist_innen gearbeitet haben

    Ich muss zugeben (und das bezieht sich nicht auf dich oder deine Geschichte, die ich ja nicht kenne), dass ich persönlich das Element des “Verrats” in den letzten Jahren als extrem ausgelutschtes Trope empfand. Bei Büchern vielleicht nicht so sehr, weil ich darin wenig Kontakt mit Verrat hatte, aber in Serien - bei einem Großteil hab ich das Gefühl, es geht nur noch darum, dass ein Plottwist den nächsten jagen muss, hauptsache, schockierend! Manche Serien (GoT, AoS) hab ich deshalb abgebrochen, und so gerne ich auch Thriller lese/höre, wenn ich schon anhand der Seitenzahl/Hördauer erkenne, dass sich noch 5 mal etwas am “gelösten” Plot ändern wird (hust Jeffery Deaver hust), kann ich irgendwann nur noch müde lächeln.

    Was ich damit sagen will: ein Verrat muss für mich unbedingt in die Geschichte passen, nicht um der Spannung oder des Schocks Willen, sondern weil alles andere für diese(n) Charaktere(n) nicht funktionieren kann. Und es gibt ja, wie viele schon schrieben, unterschieldiche Motivationen dafür: ist es ein lange geplanter, parallel laufender, absichtlicher Verrat (ggf. Richtung Sabotage), oder gibt es einen Punkt, an dem sich Wege unwiderbringlich trennen, weil es zwei Motive gibt, die absolut im Konflikt stehen - oder ist es ein zwischenzeitlicher, “gut gemeinter” (um Helden vor etwas zu schützen) oder erzwungener (entführtes Kind etc.), der vom Helden (zunächst) nicht verstanden wird und sich später vllt. wieder zum Guten wendet.

    Für mich muss es in die Geschichte passen, und kein Versuch sein, dass ich einen Charakter lieben lerne, nur, damit er mich dann absichtlich ins Messer laufen lässt.

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  • Jana

    Wenn ich darüber nachdenke, wie ich Tagebuch schreiben würde, dann wären Sexszenen gar nicht mal so explizit in ihrem Ablauf, denn das würde für mich gar keinen Sinn ergeben, zumal es ja nachträgliche Gedanken sind. Was ich mir natürlich vorstellen kann, dass man bestimmte Dinge erwähnt, auf die man besonders steht, oder eine Handlung, die man extrem anturnend fand - aber dennoch haben viele Personen ja auch die “Schere im Kopf” (was, wenn jemand mein Tagebuch findet?!), d.h. vielleicht ist Nina eine solche Person?

    Falls nicht, ach, go for it - es gibt eh zu wenig Sexpositivität von Frauen zu lesen. ;)

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  • Jana

    Das ist eine super spannende Frage! Ich hab mir letztens die Ausschreibungen durchgelesen, und da gab es eine, in der man eine Kurzgeschichte im Jahre 2050 spielen lassen soll - und mein erster Gedanke war, wie und ob Corona da wohl noch eine Rolle spielt, oder ob es sogar eine weitere Pandemie gab. :o

    Grundsätzlich stelle ich mir diese Frage aber grad vor allem, was Filme und Serien angeht, v.a. Tatort und so - da würde es mich echt interessieren, ob und wie eine Pandemie integriert wird. Bei vielen Büchern, die ich lese, weiß ich gar nicht, wann genau die so spielen (ich kann in etwa das Jahrzehnt anhand der verwendeten Technik abschätzen :P ), daher würde es mich nicht so sehr stören, wenn es darin nie Corona gab.

    Was ich aber viel witziger finde: ich lese super gerne “Katastophenromane”, und in letzter Zeit auch einige mit Pandemien (außer, wenn diese zu Zombies führen) - fand es extrem spannend, dort die Parallelen zu beobachten zur tatsächlichen Pandemie, welche Romane “realistisch” wirkten (in einigen war Maske draußen tatsächlich Standard) und bei welchen ich innerlich die Augen rollte. Und ich bin gespannt auf die Post-Pandemie-Pandemie-Romane und ob/inwiefern sie sich zur Fiktion unterscheiden.

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  • Jana

    nippt am eigenen Kaffee und bedient sich an deinem Frühstückstisch

    Guten Morgen! Ich schlürfe gerade meinen (nicht mehr ganz so) heißen zweiten Kaffee, lese mich durch die Schreibhandwerk-Ecke des Forums und bemühe mich, keine wirklich uralten Threads wiederzubeleben. ;)

    Für heute Mittag steht Grillen bei meinen Eltern im Mini-Garten an - die haben wir seit letztem Sommer nicht mehr besucht, weil wir uns immer nur draußen treffen wegen Ihr-wisst-schon-was. Darauf freue ich mich grad mega, erst recht, da heute der einzige Tag mit echt schönem Wetter sein soll.

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  • Jana

    Ich hab mich vor 10 Jahren mal an einer langen Fantasiegeschichte versucht, leider abgebrochen und heute keine Ahnung mehr vom gesamten Plot, ABER ich hab dazu mehr Recherchematerial als eigentlichen Text gefunden auf meinem PC. :D

    Was mich selbst überrascht hat (weil ich damals noch jung und unbedarft war), war, dass ich auch eine Art lineare Geschichtsschreibung der Welt aufs Papier gebracht hatte - und dann eine zweite Geschichtsschreibung fand, aus Sicht der Person eines anderen Volks, die zu einem andere Events drin hatte, die Version A nicht hatte, und zum anderen auch Ereignisse von A anders interpretierte. Vermutlich hatten wir da in der Schule grad das Thema “Geschichte wird durch Sieger geschrieben” behandelt? xD

    Auf jeden Fall denke ich, dass man für Fantasy (auch Urban Fantasy) schon viel mehr World Buildung betreiben muss, auch wenn vieles davon am Ende wohl gar nicht in die eigentliche Geschichte einfließen wird… das war auch immer mein Schwachpunkt, mich so sehr in der Metaebene zu verlieren, dass die eigentliche Geschichte dann nie geschrieben wurde. Daraus hab ich hoffentlich inzwischen etwas gelernt… denn mich mal wieder an (Urban?) Fantasy zu versuchen, darauf hätte mein Plotbunny schon Lust. :smirk:

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  • Jana

    Danke für diesen spannenden Beitrag! Ich hab das tatsächlich sogar mal in der Uni gelernt, aber inzwischen vergessen gehabt, oh weh… es ist schon krass, dass die “westliche* Erzählstruktur” so dominant ist, dass sie gerne als “allgemeingültig” erachtet und deshalb gelehrt wird. Das passiert meist nicht mal absichtlich, denke ich, aber es steckt halt drin.

    Vor einiger Zeit hatte ich dazu mal einen ähnlichen Beitrag gelesen (den ich grad leider nicht mehr finde, war vermutlich auf Tumblr), in dem es um afrikanische Literatur ging, die einem eher traditionellen Erzählstil aus mündlichen Überlieferungen folgt vs. dem Anspruch afrikanischer Autor*innen, eher im westlichen Schema zu schreiben, zum einen für mehr (internationale?) Reichweite, um anderen, weil es eben durch Hollywood und Co. inzwischen als der gängige Stil bekannt ist.

    So, und jetzt gehe ich mir erstmal anschauen, was sich hinter “Blake Snyders Save-the-Cat-Beat-Sheet” verbirgt… xD


    (* wobei es auch in Japan schon seit vielen hundert Jahren im klassischen Theaterstückaufbau das 3-Akte-Schema gibt, es also nicht ein rein westliches Konzept ist - daher die “”)

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  • Jana

    (Ich hab zwar nicht mitgemacht, aber ich fand es sehr witzig, euch zuzulesen! :D Yay für die vielen geschriebenen Wörter heute Abend! :muscle_tone1:)

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  • Jana

    Sehr spannend - diese Begriffe habe ich gestern Dank diesem Forum erst kennengelernt. :D

    Ich würde mich spontan wohl als Plotter bezeichnen, da ich für Geschichten früher viel recherchiert, geplant, Stammbäume, Steckbriefe etc. geschrieben habe, bevor nur ein einziges Wort niedergeschrieben wurde. Tatsächlich hab ich mich auch allzugern in der Metaebene verloren und die Geschichten nie beendet, weil sie in meinem Kopf ja quasi “fertig” waren. :confounded: Bestimmte Methodiken hab ich allerdings nie berücksichtigt, zumindest nicht absichtlich.

    Genres: habe noch zu wenig Überblick, was es da gibt und wie etwas bezeichnet wird, haha. Den Teil werd ich noch recherchieren. Aber eher Geschichten aus dem realen Leben, und aufgrund meines Lebensabschnittes gilt das dann ggf. als New Adult? Oder was auch immer dann danach kommt. ;)

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  • Jana

    Danke für die liebe Begrüßung! :slight_smile:

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  • Jana

    Guten Morgen euch allen, und frohe Pfingsten! :)

    Ich sitze seit einer Stunde mit Kaffee auf dem Bett und beobachte den stetigen Wechsel zwischen Sonne und Grauhimmel auf dem Balkon. Habe dabei beschlossen, mir auf jeden Fall einen entspannten Tag zu gönnen.

    Ich werde heute definitiv noch weiter im Forum stöbern, da ich vieles noch nicht entdeckt habe. Und tatsächlich nagt zum ersten Mal seit 10 Jahren ein kleines Plotbunny an meinen Ohren… falls man diesen Begriff überhaupt noch verwendet, keine Ahnung. xD Aber mal sehen, ob ich das füttern werden, dazu muss es noch etwas hartnäckiger werden.

    Wünsche euch schon mal einen schönen Sonntag, bis später!

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