• AnyaSunita

    Es ist jetzt Femtember - der September der feministischen Literatur :) (Bloggeraktion von Nico im Buchwinkel). Ich nehme auch teil und habe bisher schon 3 Posts dazu geteilt:

    Einleitung und Leseliste
    Feminismus und Erotik (über die Theater der Lust Trilogie, mit Autorinnen-Interview)
    Feminismus, Rassismus und soziale Ungleichheit (über Die Teetrinkerin und Girl, Woman, Other)

    Es kommen noch 2 weitere Posts dazu diesen Monat:
    Feminismus und Sprache (über Sprache und Sein)
    Feminismus und Science Fiction/Fantasy (über Ich bin Gideon, Wasteland und Soulless)

    Ich freue mich wenn ihr vorbeischaut :)

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  • AnyaSunita

    Ich kenne auch nur Bücher, die Fantasy mit dabei haben, allerdings wird die Fantasy als realistisch dargestellt, also mehr so wie Okkultismus, wie Verschwörungstheorien, dass die Studierenden-Organisationen diese wichtigen Netzwerke sind, die die Wirtschaft kontrollieren. Da fällt definitiv Das neunte Haus rein, das ich sehr mochte, obwohl ich selbst auch normalerweise nicht so der Riesen-Fantasy-Fan bin. Also es erinnert mich weniger an magische Fantasy-Bücher, mehr an sowas wie Illuminati von Dan Brown oder so, nur halt auf dem Campus.

    Ansonsten fällt mir leider außer den schon genannten auch nichts ein. Bin aber auch interessiert am Genre und werde mal dem Thread folgen :)

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  • AnyaSunita

    Ich habe gerade fertiggelesen Wasteland: Post-Apokalypse, actionreich, Steampunk-mäßig. Mir gefiel die Erzählstimme und die rasante Story, aber gegen Ende hin war es sehr überstützt und ich mag auch nicht so wirklich die Zukunft, die hier gezeichnet wird.

    Jetzt lese ich Soulless: Fantasy, spielt im mhhh 19. Jhd. würde ich sagen, auch ein bisschen Steampunk also es gibt Zeppeline und sowas, dann vielleicht doch später? Aber die Geschichte ist nicht so wie unsere Menschheitsgeschichte. Ach ja, das liegt vielleicht auch daran, dass es Vampire und Werwölfe gibt, die offen und akzeptiert in der Gesellschaft leben. ;)

    Parallel lese ich noch ein Sachbuch-PDF auf meinem Handy: Capitalist Realism

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  • AnyaSunita

    Ich habe gerade so ein Buch fertiggelesen: Wasteland von Judith C. Vogt (und Co-Autor, sorry Namen vergessen). Einer der beiden Protagonist_innen ist bipolar, das wird auch ausdrücklich so benannt und er geht in dem Buch verschiedene Phasen durch. Ich fand die Darstellung sehr gut und mitreißend, aber da ich selbst keine Erfahrungen damit hab, kann ich nicht einschätzen wie authentisch die Beschreibungen sind. Falls du das Buch liest, fände ich deine Einschätzung sehr interessant. Ich kann zumindest sagen, dass die depressive Phase sehr nachvollziehbar beschrieben wurde, bis zu dem Punkt, an dem ich es streckenweise fast schwer zu ertragen fand. (Es gibt einige Inhaltswarnungen in dem Buch, falls du dir die vorher anschauen möchtest. Aber grundsätzlich ist das Buch eher Action, also solche Momente werden immer in die Story eingebunden, sodass man nicht daran “hängenbleibt”.) Seine Bipolarität ist nicht das Drama der Geschichte. Wasteland ist ein Post-Apokalypse-Roman. Zeeto (die bipolare Figur) ist der Held der Geschichte und die Hälfte des Buchs wird aus seiner Perspektive erzählt und ich fand ihn ausgesprochen sympathisch, seine Ausdrucksweise und auch sein Humor (wenn auch zynisch) haben für mich das Buch ausgemacht. Ich hoffe, das hilft dir weiter.

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  • AnyaSunita

    Soulless

    Kapitel 1 und 2:

    Ich hab jetzt auch schon mit Soulless angefangen. Liest du es jetzt auch nochmal? (Du kennst es ja schon, oder?) Habe bisher aber nur die ersten beiden Kapitel aber kann dazu schon mal ein paar Eindrücke geben.

    Sprachstil: Also die Sprache ist mir teils zu altertümlich und deshalb schwer zu verstehen (ich lese es auf Englisch). Manche Wörter kenne ich einfach nicht und stolpere darüber, aber meist kann ich mir aus dem Zusammenhang erschließen, was sie bedeuten, aber dadurch holpert das Lesen etwas.
    Was ich aber mag ist der Humor der Erzählperspektive, dieses trockene sarkastische bringt mich immer mal wieder zum Schmunzeln :)

    Das Setting: Ich kann mit so geschichtlichen Büchern eher weniger anfangen, die altertümliche Welt und die alten Bräuche und so und einfach die Abwesenheit von Elektronik kostet mich immer etwas Geduld. Bin jetzt auch nicht gerade ein Fan von Vampiren und Werwölfen. Aber was ich cool finde, ist dass die in die Welt integriert sind und jeder von ihnen weiß und so, das macht das ganze interessanter, als die ewigen nachts kommt aus dem Schatten ein Vampir gesprungen Geschichten. Weil ich hab das Gefühl, dass es eigentlich mehr um die Gesellschaft geht, als um Vampire und Werwölfe, also dass die eher für verschiedene gesellschaftliche Gruppen stehen und wie man trotzdem hoffentlich halbwegs friedlich zusammenleben kann.

    Die Protagonistin: Ich glaube ich habe noch nie von Preternaturals gehört - ist das eine Erfindung dieses Buchs? Sie sagt, sie hat schon Emotionen, aber keine Moral. Ich dachte eigentlich immer Vampire und so hätten auch keine Seele (also zumindest in Buffy, die Vampirjägerin ;)). Aber ich verstehe den Reiz an einer Protagonistin ohne Seele: dass sie verrückte Dinge macht, weil ihr alles ein bisschen egal ist, jemanden umbringen, weil er das Abendessen stört z.B. - obwohl er sie ja auch angegriffen hat, auch einfach irgendwie so ein Experiment, wie wären wir, wenn uns egal wäre, was andere von uns denken und ja der Humor natürlich - finde ich schon sehr interessant. Außerdem ist sie definitiv feministisch in dem Sinne, dass sie sich gegen ihre vorgesehene Rolle in der Gesellschaft sträubt und nicht mitspielt beim “So-sollen-Frauen-sein”-Spiel. Das finde ich gut! Ich hoffe, dass das auch ein bisschen auf die Frauen in ihrem Umkreis (z.B. ihre Schwestern) abfärben wird.

    Bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht. :)

    PS: In letzter Zeit bin ich mehrmals auf den Schreibratgeber “Heroine’s Journey” von derselben Autorin Cail Carriger gestoßen. Kennst du den? Hab gehört, dass er sowas wie eine gute Alternative zur Hero’s Journey liefert. Finde ich ganz interessant.

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  • AnyaSunita

    @peachnita Und zum letzten Teil:
    Ich hab danach auch erstmal gegoogled, ob es einen 2. Teil geben soll, konnte aber nix finden. Das war schon ein sehr offenes Ende. Wir wissen ja gar nichts, was mit Laylay und Zeeto passiert. Ich könnte mir schon vorstellen, dass Zeeto noch überleben kann (er hat ja das Pulver dabei, außerdem Main-Character-Immunity ;)), aber ja im Handgebundenen Markt sieht es übel aus.

    Ich fand aber die Plage wie sie sich verbreitet irgendwie ein ganz gutes Ende. Ja, hoffnungslos, aber realistisch, dass das ist, was die Menschheit letztlich fertigmachen wird und dass es Brokes und Markt gleichermaßen trifft. Vielleicht ist das die Evolution, die Menschheit ist einfach zu schwach um die Plagen standzuhalten. Also gerade weil das Buch vor der Corona-Pandemie geschrieben wurde, ich es aber danach lese, dachte ich mir: Okay, ja das ist schon realistisch.

    “Life Goes On” - ja, so könnte man die Botschaft nennen. Weil das Feralis-Leben geht ja weiter, selbst wenn die komplette Menschheit dahingerafft würde. Vielleicht ist das dann die Gewinner-Spezies der Evolution. Mein Mann sagt auch immer: “Life always finds a way” (er ist Mikrobiologe) und so ein bisschen fühlt sich das Ende auch an. Und wenn mit Life das Virus gemeint ist.

    Also insgesamt: Die Message ist mir persönlich zu hoffnungslos und wie du sagst war es zum Ende hin zu schnell und zu wenig ausgeführt. Aber ich mochte am Buch definitiv den Erzählstil, das “Feeling” und dass es mich zum Nachdenken über viele Themen angeregt hat (auch wenn es vielleicht teils zu viele Themen waren) und ich fand durch die meist ziemlich schnelle Handlung war es einfach zu lesen, was mich mitgerissen hat, statt dass ich mich durchkämpfen muss. Feministisch gesehen mochte ich, dass die Geschlechterrollen untypisch waren.

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  • AnyaSunita

    @peachnita sagte in #femtember: Feministische Literatur Buddyread: Wasteland und Soulless:

    Mich hat die neue Perspektive auch voll aus dem Konzept gebracht.

    Ja, total. Ich kann das eh selten leiden bei Büchern, wenn später noch eine neue Perspektive eingeführt wird für Szenen, die man locker auch irgendwie anders hätte einbringen können. Und ich finde die Perspektive wird dann auch nicht mal wirklich genutzt, um die Brokes irgendwie besser nachvollziehbar zu machen.

    @peachnita sagte in #femtember: Feministische Literatur Buddyread: Wasteland und Soulless:

    Ich fand den Aspekt, dass solche Sekten existieren, auch realistisch. Aber wir sind hier bereits in der Mitte des Buches und dann noch eine neue Faktion einzuführen (die am Ende keinen echten Einfluss auf die Story hat)

    Stimmt das ist ein guter Punkt! Die Sekte spielt auch im Rest des Buch eigentlich nie eine eigene Rolle, sondern ist nur so die Marionette der beiden anderen Gruppen. Hätte wirklich als Randbemerkung gereicht, oder die Autor_innen hätten mehr damit machen sollen.

    @peachnita sagte in #femtember: Feministische Literatur Buddyread: Wasteland und Soulless:

    Teil 4: Feral

    Gleich vorweg möchte ich sagen, dass mir dieser Abschnitt gar nicht gefallen hat. Es wirkte alles überstürzt und in letzter Minute reingequetscht.

    Den Eindruck hatte ich auch. Es war zu viel zu schnell vor allem nachdem der Teil vorher nur so schleppend vorankam. Dann wäre ich eher für 100 Seiten mehr und dafür etwas mehr Spielraum gewesen.

    Laylay und ihre Gene:
    Ich fand die Erkenntnis, dass es dann doch keine Experimente waren, irgendwie doof. In solchen Büchern sind es immer Experimente. Ich glaube die Autoren wollten dieses Klischee damit umgehen, aber es ist ein Klischee, das ich mag und deswegen war es unbefriedigend für mich.

    Ich fand das eigentlich ganz gut. Also die Erklärung, dass es schon immer diese dritte Menschen-Spezies gegeben hat, war auf jeden Fall viel realistischer, als was ich erwartet hatte (dass es Mutationen durch/für das Ödland sind), weil so hatte die Entwicklung zumindest genug Zeit. Also das hat für mich schon Sinn ergeben.

    Da hat es für mich auch keinen Sinn gemacht, dass sie Zeeto nicht gleich getötet und Laylay zur ‘Zucht’ behalten haben. .

    Das wurde ja dann später mit ihren Wasteland-Krankheit-Plänen erklärt. Sie wollten mit seinem Blut weiter experimentieren.

    Überhaupt hat in diesem Abschnitt nicht viel für mich gepasst. Auch das Laylay und Zeeto nochmal Sex haben unter diesen Umständen war absolut unbegreiflich. Ich meine Prioritäten, hallo?

    Das fand ich eigentlich ganz nett ;) Hat mir definitiv besser gefallen als das erste Mal und generell fand ich die beiden in dem Abschnitt besser zusammen. Manisch-Zeeto und Feralis-Laylay passen schon irgendwie zusammen. Ich fand es auch ganz interessant, diese Parallele die manchmal angesprochen wird von Zeetos psychischer Krankheit und Laylays anderer Abstammung. Ist natürlich unterschiedlich, aber es sind beides Dinge, für die sie nichts können und sie können nur lernen halbwegs damit umzugehen. Das fand ich eigentlich eine ganz nette Botschaft.

    Der Masterplan der Ferals:
    Toller Plan. Sehr Rassenreinigend. Sehr Nazi-esque. Sehr böse. Sehr sinnlos. Ich meine, die haben ja kaum genug Leute um sich da unten Zahlenmäßig am Leben zu halten. Also WTF?

    Von dem Plan war ich auch enttäuscht, ich hätte echt was schlaueres von denen erwartet. Und dass die auch so egoistisch/evil denken wie die Brokes. Überhaupt wieso sollte man in einer Welt, in der es offensichtlich eh schon nicht mehr so viele Menschen gibt, auch noch die anderen umbringen wollen? Irgendwann ist man doch an nem Punkt, wo es nur noch so wenige gibt, dass es um den Erhalt der Menschheit geht. (Okay, ich schätze vielleicht zählen die Feralis sich nicht dazu zugehörig, weil sie eine andere Menschenspezies sind und sie wollen ja ihre Blutlinie reinhalten bla bla). Aber trotzdem: In so Post-Apokalypse-Welten wird es oft so dargestellt, dass sich alle gegenseitig abschlachten und jeder nur an sich denkt und ich denke zu Beginn also in der Apokalypse ist das vielleicht realistisch, wenn’s echt ums blanke überleben geht. Aber nach ner gewissen Zeit würden die Überlebenden sich überlegen, wie sie auf den Ruinen was neues aufbauen sollen und hoffentlich verstehen, dass es für sie selbst nicht förderlich ist, wenn sie die Menschheit immer weiter ausrotten, mal ganz davon zu schweigen, dass sie vielleicht etwas mehr Auswahl bei der Parnterwahl wollen (und Inzest ist ja bekanntermaßen auch nicht gerade die beste Lösung bei der Fortpflanzung). Also ich hoffe sehr dass die Menschheit besser sein wird als die Brokes und die Feralis. Okay, ich wäre definitiv ein Hoper ;) Der Handgebundene Markt bietet ja das Gegenmodell und das fand ich auch sehr schön, aber dass die verschiedenen Gruppen so komplett unterschiedlich in der Mentalität sind und nicht mal im geringsten aufeinander zu gehen, obwohl sie doch schon viel miteinander zu tun haben, finde ich unverständlich. Okay, genug herumphilosophiert ;)

    Redshirts (OG Star Trek Referenz: In den ersten Staffeln starb jedes Crewmitglied, das eine generische rote Uniform trug und zum ersten Mal in einer Episode eine Sprechrolle hatte.)

    Ahh danke für die Erklärung! Ich hab den Begriff schon oft gehört, aber nie verstanden, weil in den Star Trek Serien, die ich geschaut habe, war das definitiv nicht so, die Redshirts waren eher die Protagonist_innen (und in denen die ich als letztes geschaut habe: Enterprise 01 und Voyager stirbt eh kaum jemand jemals)

    (Es hat auch kein Sinn gemacht, dass er Azmi am Leben gelassen hat.)

    Ach ja Azmi wurde einfach komplett fallen gelassen. Dass er überhaupt noch mal auftaucht, hat überhaupt keine Rolle gespielt, da hätte er meinetwegen auch einfach verschwunden bleiben können.

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