• SebMeissner

    Ich glaube an Kristallisationspunkte: Egal was, nagel irgendetwas fest und dann bleib daran, bis du merkst was dich anspricht. Sobald du dich für etwas entschieden hast, werden sich andere Ideen dranhängen. Ob es chaotisch oder unausgereift bleibt, ist belanglos, aber es sollte dir Freude machen.
    Mit der Zeit weißt du dann immer früher, was du machen willst und wie du dahin kommst.

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  • SebMeissner

    Von Entlohnungen irgendeiner Art halte ich nichts, weil es Gefahr läuft, die Freude an der Sache selbst zu untergraben. Allerdings sehe ich es als selbstverständlich an, intensiv auf meine Testleser einzugehen, damit sie hinterher auch wissen, wie sehr sie mir geholfen haben - und wir vielleicht alle was im Austausch lernen. Würdigung.
    Dass ich zahle, falls ich mit Testlesern was Essen gehe, ist klar.

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  • SebMeissner

    Von wegen Zwergmammuts (ergänzt um [Erklärungen], da mitten aus dem Manuskript):

    Ulu saß inmitten der Geschöpfe, betastet von neugierigen Rüsseln.
    „Komm her, du zartes, ehrwürdiges Wesen!“ Er hob eines der Tiere auf den Arm und wiegte es hin und her. Sein Gelächter übertönte sogar das Tröten der Herde. Und Wassilissas dringliche Gedanken.
    „Was tust du da?“
    „Ich forme Juwelen [Erinnerungsmagie]. Einen Schatz für meinen Stamm.“ Das Mammut auf seinem Arm begann seinen Haarknoten zu betasten und er ließ es gewähren. „Einen unermesslichen Schatz, den wir mit allen Stämmen teilen werden. Insbesondere mit dem Würdigsten von allen: Dem Stamm des mächtigen Mammuts.“
    Wassilissa ließ ihm einen Augenblick der Heiterkeit, suchte das Firmament ab und tastete noch einmal durch alle Aspekte der Landschaft. Und lächelte ihrerseits.
    „Keine Träumer zu finden. Aber wenigstens bist du fröhlich. Dann ist es ein fairer Tausch.“
    Ihre Worte erreichten ihn erst mit Verzögerung.
    „Was für ein Tausch?“
    Sie schob einen Rüssel beiseite, der sich tastend um ihren Schenkel gelegt hatte.
    „Gewöhnlich bevorzugen Zwergmammuts Erwartungsräume [Gebiete], in denen sie sich der ungeteilten Aufmerksamkeit von Träumern gewiss sein können. Das Exil [aktuelles Gebiet] lockt sie vielleicht auf Grund seiner Nostalgie und Rührseligkeit. Wenn Zwergmammuts aber ohne Träumer auskommen müssen, sichern sie sich lieber langfristige Aufmerksamkeit.“
    „Du meinst, dass die mir jetzt hinterherlaufen wollen?“ Ulu entspannte sich wieder, als Wassilissa den Kopf schüttelte.
    „Nein, keine Sorge. Aber sie sind diebische, kleine Mistviecher und wir werden jetzt eine Weile damit beschäftigt sein, deine Anker [am Körper getragene Foki] wiederzuholen.“

    Habt einen produktiven Tag!

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  • SebMeissner

    @marinacgn Ja. Schafgroß, neugierig und laut. Geschickte Taschendiebe. Ich fürchte, die Protas geraten mir gerade aus dem Blick. Hinter der Herde. Tja. Hätten sich mehr anstrengen sollen.

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  • SebMeissner

    Lektion des Tages: Langweilt dich dein Kapitel, pepp es mit Zwergmammuts auf. Knuddelige, braune, schafartige Verführer erweichbarer Protaherzen.

    Soll erfüllt.

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  • SebMeissner

    Ich glaube, dass für Verschleppungen beim Testlesen meist zwei Faktoren verantwortlich sind.
    Der eine ist eine mangelhafte Darstellung der Bedingungen der Testphase. Je besser ich das Projekt eingrenze (Umfang, Pitch, Wünsche an die Leser) und kommuniziere, wann ich Ergebnisse brauche, desto größer die Passung mit denjenigen, die sich melden. Testlesern nachträglich Fristen zu setzen ist müßig, man sortiert sich höchstens gegenseitig aus.
    Der zweite ist Faktor ist der Text selbst. Was mir nicht gefällt, lese ich langsamer oder gar nicht, aber oft fällt es schwer, eine scheinbar so negative Rückmeldung zu geben.

    Dabei ist für den Autoren meist nichts schlimmer als Ungewissheit. Vermutlich fährt man am besten damit, Interessenten eine kurze Leseprobe zu geben, auf deren Basis sie wieder aussteigen können.
    Was diejenigen angeht, die weitermachen, schließe ich mich meinen Vorrednern an: Zeitnaher Austausch ist wichtig, z.B. auch die Mitteilung, dass man gerade nicht liefern kann.

    Edit: Anders als Glimmer würde ich nach der ersten Kennenlernlesephase aber eher nicht mehr in kleinen Paketen arbeiten, weil Testleser sich ihre Zeit einteilen können sollen. Das gilt allerdings nur für wirkliche Betaleser, die ein weitgehend ausgereiftes Manuskript erhalten. Geht es hingegen mehr um das Lesen von Rohfassungen, muss man natürlich gemeinsam aushandeln, was passend ist.

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