• Korbi217

    Dürfen ja, aber nur eingeschränkt veröffentlichen.

    Eigentlich mache ich es eh schon die ganze Zeit. Zum einen nebenbei (in der freien Zeit mal nach nebenan auf den Berg oder an den Fluss, oder dergleichen), zum anderen gibt es ja Fotojobs in der Archäologie. Ich habe Objektfotografie gemacht, mehrere Kampagnen in Italien begleitet und auch für eine Grabung in Ägypten, das, wenn alles nach Plan läuft, nächstes Jahr startet, stehe ich als Fotospezialist im Projektantrag.
    Aber ich habe im Moment nicht vor, das groß öffentlich zu begleiten.

    Und: Ja, ich sehe Zukunftschancen in der Archäologie. Der Plan wäre aber, aus der Archäologie rauszugehen, sobald das Fotogewerbe und alles rundherum genug Geld abwirft, dass ich mit der Naturfotografie und dem Naturschutz in Vollzeit widmen kann. Weil vom Aufwand her ist das ehrlich gesagt jetzt schon mindestens ein Vollzeitjob, und ich habe gerade nur ein großes Fotoprojekt – neben zwei archäologischen Jobs, Reisen und einem demnächst weitergehenden Studium…

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  • Korbi217

    Gleich drei Fragen :-)

    @talismea sagte in Lieblingstier bzw. Tiertraum:

    Bei welchem Fantasiewesen bedauerst du, es nicht vor die Kamera zu bekommen?

    Hmm, gute Frage. Vielleicht ein Phönix?

    @talismea sagte in Lieblingstier bzw. Tiertraum:

    hast du ein Lieblingstier, das du schon ablichten durftest?

    :dizzy_face: Damit bin ich überfordert :rofl:
    Ich habe bisher fast 450 Tierarten fotografiert, und mindestens 50 davon könnte ich auf Anhieb als Lieblingstier nennen. Viele waren fantastisch. Auf eines festgelegt, lande ich aus dem Bauch raus wohl bei einer Delfinart.

    @talismea sagte in Lieblingstier bzw. Tiertraum:

    Oder eines, das du unbedingt mal fotografieren würdest?

    Mehr als nur eines… aber aus aktuellem Anlass: Orcas. Meine absoluten Lieblingstiere, und ich werde dieses Jahr noch fast zwei Monate damit verbringen, sie endlich zu finden :heart_eyes:

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  • Korbi217

    Fotopapier ist eine Wissenschaft für sich.

    Grundsätzlich bin ich mit den Materialien sehr kritisch, aber es kommt auf die Nutzung an. Es gibt zwei Fotodruckereien, die ich nutze – die eine ist einfach die Allerbeste, die andere für die meisten Situationen aber auch nicht groß schlechter und dabei billiger, vor allem mit Sonderrabatten, die ich da kriege.
    Es gibt, ganz allgemein gesagt, bei Fotopapier glänzendes und mattes. Es kommt auf die Fotos an, was dazu passt. Mein privater Panama-Bildband ist beispielsweise komplett auf das beste verfügbare Hochglanzpapier gedruckt (der hat aber auch keinen Text). Damit sehen die meisten Panama-Bilder am besten aus. Bedeutet aber auch, er ist teuer, und er verzeiht absolut keine Fingerabdrücke – wenn ich ihn herzeige oder selbst anschaue, trage ich Baumwollhandschuhe.

    Das Panama-Buch ist ein Kompromiss aus Preis und Anforderungen. Glänzendes Papier ist nicht geeignet für lange Texte, daher matt. Ich wollte wegen der Bilder aber Fotopapier (und weil aus Zeitgründen eine Verlagssuche unmöglich war).

    Es ist immer etwas schwierig, und für Laien auch schwierig zu durchblicken. Deshalb sage/schreibe ich immer dazu, wenn ich auf meiner Website oder sonst so Wandbilder und Drucke zum Verkauf anbiete (kommt demnächst), dass ich gerne berate, was für die gewünschte Situation das richtige Papier, das richtige Material, die richtige Druck- oder Belichtungsart ist.

    Wer was damit anfangen kann: Das für mein Buch verwendete Papier ist Fujifilm Crystal Archive Album matt mit halbglänzendem Finish (deshalb ist es relativ fingerabdruckresistent), 368g/m² Grammatur laminiert auf ein kartonstarkes Trägermaterial mit 600 g/m² Grammatur und FSC-Zertifizierung.

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  • Korbi217

    @talismea sagte in Das Basislager der 112. Schreibnacht (Plauderthread):

    @Korbi217 Ich feiere deine Formulierung: Schreiben als “Spiegeldimension zur Arbeit”!

    Wobei das eigentlich kein Gegensatz ist. In dem Film ist das eine Dimension, die man betreten kann, um zu üben, trainieren, auszuprobieren, ohne dass es die echte Welt beeinflusst. Das meine ich damit – ein Testgelände für kulturwissenschaftliche und philosophische Theorien, das sind meine Fantasy-Projekte.

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  • Korbi217

    Tatsächlich kommt es auf die Ziele an. Ich bin absolut miserabel darin, Werbung zu machen. Wenn etwas Reichweite haben soll, brauche ich die Unterstützung eines Verlages.

    Insofern, bei einem Roman kann ich mir beides vorstellen. Der Bildband zu einem großen Projekt, das sich gerade in der zweiten Phase befindet (ich kann es aber noch nicht offiziell machen), wird auf jeden Fall bei einem Verlag landen, das geht gar nicht anders. Da arbeite ich dann aber auch mit mehreren Organisationen zusammen, dann wird das einfacher – da komme ich dann nicht alleine als No-Name hin.

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  • Korbi217

    Im Selfpublishing. Für dieses Buch wollte ich spezielles Fotopapier (aus Preisgründen und Gründen der Handhabung nicht das allerbeste, aber zumindest mattes Fotopapier), das machen Verlage gar nicht. Ich arbeite praktisch als Print on Demand Variante (Stückzahl ab 1) mit einer Fotodruckerei zusammen.

    Übrigens noch ein Grund, warum ich keinen Verlag gewählt habe: Das Buch war hauptsächlich mein Projekt, als ich mit kaputten Knöchel und großer Schiene nichts tun konnte. Die Verletzung war Ende Juni, die ganze Idee des Buches bis zur Fertigstellung passierte also in einem Zeitraum von nur etwa 6 Wochen (+ weitere 2 bis 3 Wochen von der Ankündigung bis zum Release).

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  • Korbi217

    Meine Vorgehensweise ist tatsächlich in allen Fällen sehr ähnlich.

    Wissenschaftliches Schreiben bedeutet, dass ich erstmal ewig lang recherchiere, Notizen mache und dann aus den Notizen den Artikel oder was auch immer schreibe (und anschließend überarbeite).

    Reiseberichte mache ich, indem ich vor Ort aus Zeitgründen nur eine Menge Notizen mache, anschließend noch weitere Recherche beitreibe und dann aus den Notizen den ausformulierten Text zu schreiben (und anschließend zu überarbeiten).

    Und Fantasy/Historisches versuche ich zwar, anders anzugehen, mehr drauf los zu schreiben, aber letztlich mache ich es oft noch ähnlich. Viel Recherche, Notizen, und erst, wenn ich genau weiß, was ich schreibe, wie der Plot ist, welche Informationen wohin kommen, formuliere ich daraus die Rohfassung. Wie gesagt, ich arbeite daran, das zu ändern. Aber grundsätzlich mache ich das alles gleich.

    Was wäre ein markanter Unterschied? Im Wesentlichen der Inhalt. Alles andere ähnelt sich. Und selbst inhaltlich: Ich nutze Fantasy gerne als Anwendungsbereich, um Theorien aus Archäologie und Geschichte auszutesten (falls jemand Doctor Strange gesehen hat: Man könnte Fantasy-Schreiberei als meine Spiegeldimension zur Arbeit beschreiben ;-)).

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  • Korbi217

    Ah, da ist ja doch noch was Archäologisches auf Seite 2 :sweat_smile:

    Interesse, ganz flach gesagt. Nach dem Ausscheiden diverser anderer Optionen war es zuerst nur eine spontane Entscheidung im Sommer, von wegen “ja gut, das könnte interessant sein, dann mache ich das jetzt mal bis ich was anderes gefunden habe”.
    Dann kam aber die erste Exkursion, die ersten Kontakte, plötzlich per Empfehlung ein Vertrag an einem der größten archäologischen Institute weltweit, und im dritten Semester habe ich angefangen, darin auch Zukunftschancen zu sehen, zusammenhängend mit meinen Spezialisierungen.

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  • Korbi217

    Ich kenne aber so viele großartige Bücher :cry:

    Um es mir einfacher zu machen, nehme ich die Kurzgeschichten-Sammelbände von Ted Chiang raus, weil es eben eher Sammlungen sind.
    Wenn die draußen sind, sage ich aus dem Bauch heraus etwas, was ich lange nicht gelesen habe, aber es fällt mir sofort wieder ein beim Thema Lieblingsbuch: “Der Seewolf” von Jack London. Grandioses Buch, inklusive der Portion Philosophie, die ich so gerne mag.

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  • Korbi217

    @manuela-sonntag sagte in Liebster Fund der letzten Jahre?:

    was in den letzten 5 oder 10 Jahren dein liebster archeologischer Fund war?

    Ähem? Vor zehn Jahren habe ich noch nicht mal einen entfernten Gedanken ans Abitur verschwendet, so alt bin ich doch noch gar nicht :laughing:

    Gar keine Jobs ist übertrieben. Und alles gefunden ist noch lange nicht. Sprachen hängen sehr von der Fachrichtung ab.

    Aber zurück zur eigentlichen Frage: Es gab interessante Funde, die auf unseren Grabungen waren, die ich aber nicht selbst gefunden habe. Vielleicht wäre es naheliegend, den “Exinger” zu nennen, unser steinzeitliches Skelett, das es bis in die Tagesschau und den Miami Herald geschafft hat, aber da war so viel Trubel und Chaos außenrum, das war es eher nicht.
    Mein liebster Fund war, würde ich sagen, in Kempten im Sommer 2022. Ich war gerade dabei, entlang der römischen Mauern (Wohnhaus) etwas tiefer zu graben, damit für die Bauaufnahme genug Steinlagen sichtbar sind, als ich feststellte, dass die Mauern noch Wandputz tragen. Und nicht nur grauen. Rot, gelb, bunt bemalt – nicht im Detail erkennbar, aber feinste römische Wandmalerei mitten im Allgäu. Das war ein Erlebnis.

    Verfasst in Fragestunde mit Korbinian Ring weiterlesen

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