• Hollarius

    Da ich gerade mal wieder bei Marie vorbeischaue: Das kommt drauf an. bei menschlichem Stress kapituliert sie eher, bei Stress in der Schule oder mit ihrer Mutter geht sie auf Konfrontation. Hey, sie ist 13, wie soll sie sonst reagieren?

    posted in Schreibnacht Montagsfrage read more
  • Hollarius

    20. Exercise: take the building blocks of a movie you dislike. How d’you rearrange them into what you DO like?
    Übung: Nimm die Bestandteile eines Films, den du nicht magst. Wie kannst du sie neu arrangieren, damit du die Geschichte magst?

    Ich würde ja die Fage dazu stellen, ob man sie so arrangieren kann, dass sie funktionieren, oder ob es die Bestandteile sind, die nicht funktionieren? Aber auf jeden Fall kann man damit die Wirkung von Struktur für sich selbst untersuchen. Und weil man es an einer Geschichte macht, die man nicht mag, versteht man vielleicht besser, kann man vielleicht mehr Distanz einnehmen, als wenn man es bei der eigenen Geschichte ausprobiert.

    posted in Was ist eigentlich ...? read more
  • Hollarius

    Huhu! Guten Morgen!

    Frühstücksbuffet ist aufgebaut, thank God it’s Monday, oder so …

    Ich fahr jetzt erst mal zum Hausarzt und hoffe auf nur minimale Wartezeit.
    Gestern habe ich immerhin noch meine KG zu Ende geschrieben. Ich bin einerseits froh, muss aber andererseits heute noch mal das Ende anschauen, mit dem war ich gestern noch nicht einverstanden. Ansonsten habe ich ja Projekte, die eigentlich geschrieben werden wollen … ah, ich versande im Moment so schnell …

    posted in Schreibmotivation read more
  • Hollarius

    Hallo Uli, und herzlich Willkommen!
    Du findest bei uns Austausch und Tipps, Motivation und auch Möglichkeiten, mal über andere Dinge zu quatschen ;). Und vor allem natürlich die Schreibnacht, die einmal im Monat stattfindet … und die nächste ist BALD! Da treffen wir uns hier im Forum, haben Gäste, die wir mit Fragen löchern dürfen und schreiben danach in die Nacht hinein.
    Es gibt also ein bisschen was zu entdecken. Schau Dich bitte um und wenn du Fragen hast, frag ruhig, wir beißen nicht. ;)

    posted in Vorstellungsrunde read more
  • Hollarius

    Oh, mit dem Satz aufs Treppchen, ihr seid süß!
    Glückwunsch an die ersten Plätze! @Jana und @KamiKatzin!

    posted in Der Satz der Woche read more
  • Hollarius

    Hm, als langjähriger Spieler und auch Spielleiter, der auch einige Zeit in eigener Welt gespielt hat … es ist was anderes. Die Bedürfnisse von Spielenden und Lesenden sind einfach sehr unterschiedlich. Viele haben versucht, ihre Spielrunden in Bücher zu verwandeln, aber nur die wenigsten haben das geschafft.
    Die Drachenlanze-Bücher von Tracy Hickman und Margaret Weis sind aus einer Spielrunde entstanden, auch von Bernhard Hennen habe ich gehört, dass die Welt der Elfen ursprünglich die Welt einer Spielrunde war. (oder vertausche ich da was? Nicht sicher) Aber das sind keine Spielrunden, sondern die Welten und einige Charaktere haben es in die Bücher geschafft.
    Die Sache mit dem Zufallsprinzip: Auch das gab es schon. Von Edgar Wallace habe ich gelesen, dass er ein Storyglücksrad gebaut und sich hat patentieren lassen. Immer wenn man nicht weiter weiß, kann man mal am Rad drehen, und ha, da ist der nächste Plotpunkt.
    Philipp K. Dicks “The Man in the high castle” ist mithilfe des I Ching entstanden, einem chinesischen Spiel/Buch, mit dem er zufällig Plotpunkte bestimmt hat.

    Für mich passen die Charaktere, die man in eine Welt wirft, ganz gut, die Sache mit dem Zufall … schwierig. Ich meine, es ist kein Zufall, der bestimmt, ob Sachen gut oder schlecht ausgehen, sondern eher das Gefühl. Ich glaube, dass ich am besten schreibe, wenn ich mich dem Gefühl überlasse, wenn ich Charaktere einfach machen lasse und oft kleine Nebendinge einbaue, die mir gerade in den Sinn kommen. Also Assoziationen freien Raum lasse. Dann lebt der Text und es wirkt alles realistisch. Natürlich muss ich hinterher noch einiges bereinigen, wenn Sachen nicht zusammenpassen, aber das ist kein großes Problem. Aber es ist eben mein eigenes Gefühl, das entscheidet und nicht der Zufall.
    Das passt für mich aber wahrscheinlich auch deshalb so gut, weil ich prinzipiell eher der rationale logische Typ bin, und mein ganzer mathematischer Ballast denkt nebenbei an Struktur und davon mache ich dann sehr viel automatisch.

    Die Struktur von RPGs ist ziemlich seriell, man stolpert von Abenteuer zu Abenteuer, da fehlt der große Bogen, das große Ziel und meistens wollen alle Charaktere dieses Ziel auch noch erreichen und man kann nicht einfach mal einen Charakter opfern. (ganz nebenbei sind die Charaktere eines Rollenspiels ähnlich erfahren, es gibt niemanden, von dem man lernen kann usw.)

    Die letzte Frage, die du da imho aufwirfst, ist die Frage des gemeinsamen Schreibens. Ein Rollenspiel ist eine gemeinsam erzählte Geschichte. Natürlich hat SL da eine gewisse Vormachtstellung, aber letztlich gehören alle dazu. Eine solche Zusammenarbeit kann ich mir für das Schreiben nicht vorstellen. Ganz vielleicht mit einem Supervising, aber …
    Ich fang mal anders an: Ich habe einige Jahre immer mal Improvisationstheater gespielt. Man nutzt Impros gerne zum Schauspieltraining, aber ich habe das auch vor Publikum gemacht. (Und das deutlich mit dem Wissen, dass ich da nicht gut drin bin. Aber als Schauspieler muss man immer wissen, wo Stärken und Schwächen liegen und ich kann meine Schwächen da auch einigermaßen kaschieren.) Und es gibt einige Methoden, wie man die Zusammenarbeit recht gut gestalten kann - und klar: Improtheater bedeutet, dass man gemeinsam Geschichten erzählt. Nur ist es auch da sehr selten, dass ein erzählerischer Bogen geschlagen wird. Ausnahme: alle ordnen sich einem oder einer Mitspielenden unter. Da hat jemand eine Idee für einen Storyarc und stößt den an und greift immer wieder ein, wenn die Mitspieler allzu sehr abweiichen. Das kann man wirklich improvisieren - ich meine, Schauspielerei geht eh nicht ohne Telepathie^^ -, weil zum Beispiel die erste Regel des Improtheaters ist: Hör zu! Greif die Ideen der anderen auf!
    Beim gemeinsamen Schreiben muss es vermutlich ähnlich sein. Man muss sehr genau auf die Ideen der anderen achten und darf nicht an den eigenen zu sehr hängen und alle Beteiligten müssen das eigene Ego minimieren und nur für die Geschichte arbeiten. Ich glaube aber nicht an ein gemeinsames Schreiben, sondern eher an so Methoden wie, wir haben für alle Schreibenden jeweils einen PoV-Charakter. Oder man schreibt einen Briefroman und schickt sich die ganze Zeit Briefe hin und her^^

    posted in Schreibhandwerk read more
  • Hollarius

    19. Coincidences to get characters into trouble are great; coincidences to get them out of it are cheating.

    Zufälle, die deine Figur in Probleme bringen, sind großartig. Zufälle, die sie aus den Problemen wieder herausführen, sind Mogelei.

    Den Satz habe ich verstanden ;). Aber warum ist das so? Weil der Inciting Incident etwas ist, was der Prota angetan wird, die Lösung aber etwas sein muss, dass die Prota selbst macht. Deshalb funktioniert der Deus ex machina auch nicht, deshalb fühlen sich Lesende betrogen, wenn Mentoren eingreifen und alles wieder gut machen. Deswegen muss man ständig die Eltern von jungen Protagonisten umbringen, weil die sonst ja alles bereinigen könnten.

    posted in Was ist eigentlich ...? read more
  • Hollarius

    18. You have to know yourself: the difference between doing your best & fussing. Story is testing, not refining.

    Du musst dich selbst kennen: Der Unterschied zwischen einer optimalen Leistung und nutzlosem Herumfummeln. Geschichte(n schreiben?) bedeutet prüfen, nicht verfeinern.

    Ähm, ich wollte kluge Sachen sagen, ich wollte … ich habe den Satz nicht verstanden und kann ihn mir nicht erklären. Wenn da draußen jemand ist, der besser Englisch spricht …?

    Hier die Version von @Lou, vielen Dank!

    Ich würde es grob übersetzen mit:
    Du musst dich selbst kennen: Den Unterschied zwischen dich anstrengen/dein Bestes geben und dich an Kleinigkeiten rumquälen. Story ist ausprobieren, nicht verfeinern.

    Meint meiner Meinung nach etwa: Erstmal machen und ausprobieren, hinterher auf die Details schauen. Es macht keinen Sinn, einen Absatz im Rohentwurf drei Stunden lang zu überarbeiten und zu “perfektionieren”, wenn sich noch alles ändern kann, wenn die Story erstmal steht. Viele Dinge wirken im Gesamtkontext einfach nochmal ganz anders und funktionieren plötzlich oder eben nicht.

    Da ich den Begriff “Story” hier nicht übersetzt habe, dazu ein Abschnitt von dieser Internetseite:

    This phrase uses distinction between “story” meaning story development and “production” meaning implementation, wherein the expectation is that those involved in the “story” process are creating all the high-level elements (broad characterizations, themes, arcs, plot points, sequences), and those involved in the “production” process are refining the details (dialog, action, settings, moments and scenes).
    “Story”, meaning “story development”, is the process of conceiving, structuring, sketching (drawn or written), and testing ideas. During that phase of the process, everything is rough, details are intended only to support the main ideas, and everything can change at any moment through inspiration or analysis.
    So what is meant by “story is testing, not refinement” is that when you’re working out the basic structures, themes, and characterizations of your piece you have to focus on the big picture and test ideas in rough form to see if they work at all, not get caught-up in the details by refining the details to “perfection”.

    posted in Was ist eigentlich ...? read more

Looks like your connection to Schreibnacht was lost, please wait while we try to reconnect.