• Andrea Weil

    Helmut mag Montage eigentlich, weil da der Stress endlich rum ist. Als freier Journalist arbeitet er fast ausschließlich am Wochenende. Montags muss er meistens noch ein paar Artikel von Veranstaltungen liefern, aber hat sonst keine von außen vorgegebenen Termine. Andrerseits hat seine Srammkneipe Ruhetag. Also 50:50.

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  • Andrea Weil

    Ich habe noch nie am Nano teilgenommen, weil ich weiß, dass es mir nie gut tut, zu vergleichen, und ich schon im Alltag hart daran arbeiten muss, dadurch nicht in ungesunde gedankliche Abwärtsspiralen zu fallen.

    Für viele meiner Autorenfreund*innen ist dieser Monat sehr wichtig, das Gefühl des Zusammenhalts, sich ein klares Ziel setzen, sich gegenseitig anstacheln. Für mich ist Wörterzählen ein Graus. Ich kann nicht regelmäßig jeden Tag schreiben, sondern schwimme auf den auf- und abebbenden Wellen meines kreativen Flows. Druck ist mein größter Feind, und den mache ich mir schon selbst genug mit Vergleichen, Verlagsdeadlines, Existenzängsten etc. Gerade jetzt stellen viele fest, dass das erzwungene Daheimbleiben (mit oder ohne Kinder), die Unsicherheit, die Sorge um liebe Verwandte ihre Energie fressen, ihre Arbeitsfähigkeit einschränken, ihre Laune drücken und ihre Kreativität verpufften lassen. Ich kenne das, das ist mein Kampf, den ich seit Jahren gegen depressive Episoden führe.

    Ich mache das, was ich bei jedem NaNo mache: Zuhören, mich vielleicht ein bisschen mitreißen lassen - und am Ende da sein und trösten, wenn die Ziele mal wieder zu hoch gesteckt waren.

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  • Andrea Weil

    Ich hab im Moment alle SuB-Bücher zur Seite gelegt und lese nur Peter S Beagle-Kurzgeschichten, weil mein Hirn nach Corona noch Matsch ist. Ich liebe diese Bücher, aber sie sind leider nie ins Deutsche übersetzt worden.

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  • Andrea Weil

    Niemand hat Spaß, mir bei der Arbeit zuzuschauen. Xd Als selbstständige Lektorin sitze ich zu Hause an meinem Schreibtisch und brauche Ruhe. Hab nicht mal Bier im Kühlschrank. Helmut könnte eine Weile auf dem Sofa dösen, dann würde er abhauen. Ich bin halt vor 8 Jahren aus der Branche ausgestiegen, in der er noch arbeitet.

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  • Andrea Weil

    Was muss, das muss. Vor allem, wenn man Geld zur Rente zuverdienen muss. Aber seit Helmut mehr Probleme mit Hüfte, Knie und Co hat, geht er zumindest nicht mehr bei jedem Wetter angeln.

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  • Andrea Weil

    Das wäre bei allen anderen Buchprojekten interessanter zu beantworten als beim aktuellen Cosy Crime (und würde ibs bei Menschenwolf wirklich das ganze Buch spoilern), aber okay, ich versuche es xd Je nachdem, wie man es betrachten will:

    CN familiäre Gewalt, Alkoholismus

    1. Helmut spricht nie darüber, wie schlimm der Streit mit seinem Vater damals war, als er ihm eröffnete, dass er Journalist werden will, statt das Geschäft zu übernehmen. Obwohl sich da vor allem die düstere, gewalttätige Seite des Vaters zeigte.
    2. Was er selbst nicht wahrhaben will, ist, wie abhängig er von Alkohol ist - und wie abgehärtet. Wie oft er Auto fährt, obwohl er nicht mehr sollte. Zum Glück ist noch nie was Ernsthaftes passiert.
    3. Geheimnis, aber nicht düster: Helmut ist kein “überzeugter Junggeselle” mit 77 Jahren, sondern schlicht asexuell und (fast komplett) aromantisch. Er kennt die Begriffe nicht und weiß nicht, dass das völlig normal ist, deshalb spielt er allen was vor, wenn er einem zotigen Gespräch mal nicht ausweichen kann.

    Hm, das ist doch spannender, als ich dachte.

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