• Totalschaden

    Puh, das ist gar nicht so einfach spoilerfrei zu beantworten.

    Ich mag es, an Stellen aufzuhören, an denen für die Hauptfiguren - so sie denn bis dahin überlebt haben - so gar nichts vorbei ist. Meine Hauptfiguren sind immer ein bisschen turbulent und chaotisch, und ihr turbulenter, chaotischer Alltag hört nicht einfach mit dem letzten Kapitel auf. Nur die Geschichte, die ich daraus gerade erzählt habe. Deswegen lasse ich die Charaktere zum Beispiel gerne allein, wenn gerade etwas Neues beginnt - ein neues Lebenswerk, ein neuer Konflikt, eine neue Aufgabe, ein neuer Fall, der gelöst werden muss, sowas. Es geht also mit deren Alltag ziemlich ähnlich weiter wie vor und während der Geschichte, sie müssen für Dinge kämpfen, gewinnen und verlieren und versuchen sich so durchzubeißen und ihr Bestes zu tun, solange sie am Leben sind und die Zeit dazu haben. Nur, dass sie jetzt eben um noch ein paar irre Erfahrungen reicher sind.

    Wahrscheinlich ist nicht umsonst eines meiner Lieblingszitate einer Hauptfigur aus Projekt Netzwerk der ziemlich unscheinbare Satz “Es geht eben weiter.” Und wahrscheinlich habe ich auch nicht umsonst einen Hang zu sehr langen Reihen :sweat_smile: Nicht aufzuschreiben, wie es weitergeht, fällt mir eeeeher schwer.

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  • Totalschaden

    Absurderweise habe ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht, glaube ich :joy: Ich mach mal Projekt Hoffnung.

    Prota 1 wäre … mehrere Dinge. Eine Kevlar-Weste, aber eine dieser getarnten, die aussehen wie ganz normale Kapuzenpullis oder so. Vorzugsweise in Kindergröße. Und ein zersplitterter Spiegel, der sich aus irgendwelchen Gründen immer noch in seinem Rahmen hält, statt einfach zusammenzufallen. Und wildes, sich schnell verbreitendes Feuer, zählt Feuer als Gegenstand?

    Für Prota 2 fällt mir etwas unheimlich Konstruiertes ein, haltet durch. Er wäre eine Glasscherbe in einem Eiswürfel in einem starken Drink. Vielleicht einem Glas Rum. Etwas, was sich genießen lässt und dessen Zweck es ist, das Leben angenehmer zu machen, bis es ganz aufgebraucht ist. Aber na ja, ziemlich tödlich, wenn man nicht aufpasst und den falschen Zeitpunkt erwischt und kein Eis mehr da ist.

    Prota 3 wäre eine im Ozean treibende Flaschenpost mit einem Hilferuf. Etwas, was nur existiert, weil es voll von absurdem Optimismus und Hoffnung ist. Und gleichzeitig etwas sehr Einsames, Verlorenes. Vielleicht - nein, wahrscheinlich - kommt nie jemand nahe genug ran, um zu sehen, was wirklich drin ist, und die Botschaft zu kapieren. Und fragil, ein Sturm und ein Felsen und das wars.

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  • Totalschaden

    Prota 1 ist beides und nichts. Also, immer wach, aber nie ausgeschlafen oder fit oder sowas Absurdes. Er schläft ausschließlich unabsichtlich, wenn es dem Körper einfach reicht, ist selbst dann meistens nachts als Letzter wach und lässt sich frühfrüh wieder wecken. Von Natur aus wäre er aber eher Nachteule.

    Prota 2 hat sowieso einen seltsamen Tagesablauf. Normalerweise arbeitet er von nachmittags oder wann es halt einen Notfall gibt bis früh morgens, geht danach noch trainieren, checkt kiloweise aktuelle Tagespresse, frühstückt und geht dann ins Bett. Oh, und ihn aufzuwecken, ist super schwer. Also … Nachteule. I guess.

    Prota 3 liebt es, lange auszuschlafen, kommt aber einfach nie dazu. Dafür gibt es zu viel zu tun, und sie liebt es nun mal auch, den Tag zu nutzen, schon früh tausend Dinge zu tun und im Stress zu sein. Müde ist sie morgens so oder so, nach dem zweiten Kaffee gehts, und sie hat sich doch sowieso schon jahrzehntelang zur Frühaufsteherin umtrainiert, also … Variabel. Je nachdem, wann die spannenden Dinge passieren.

    Prota 4 muss früh aufstehen und tut das auch, hat aber üble Probleme mit dem Einschlafen, schläft unruhig und durch das alles auch viel zu wenig. Sehr lange hat er sich davon dann auch noch abgelenkt, indem er einfach bis morgens durch die Clubs gezogen ist, das hat es aber halt echt nicht besser gemacht. Hätte er die Schlafprobleme nicht, wäre er tatsächlich eher der erstaunlich produktive frühe Vogel. Aber so gehen ihm fitte und wache Leute eher auf den Sack, und besonders morgens.

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